Calpurnias Tierstation Band 2- Ein Zuhause für das Stinktier

Coverfoto Ein Zuhause für das Stinktier
Copyright: Hanser

von Jacqueline Kelly
aus dem Englischen von Birgit Kollmann
Hanser, 2018
gebunden, 72 Seiten
ab 9 Jahren
ISBN: 978-3-446-25889-1
10,– Euro

Nichts von all den schrecklichen Dingen, die passiert sind, hätte passieren müssen, wenn das Stinktier nicht die Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte, indem es unseren Garten umgepflügt und einen Berg Gemüse gestohlen hätte. Wenn das Stinktier nicht ausgerechnet ein Junges gehabt hätte, das ganz in der Nähe in einem Baum versteckt war. Und wenn mein jüngerer Bruder Travis das hungrige Kleine nicht gehört hätte und stehen geblieben wäre, um dem Weinen auf den Grund zu gehen…

Calpurnia lebt zusammen mit ihren 6 Brüdern, ihren Eltern und ihrem Opa auf einer großen Farm in Texas. Sie halten dort Pferde, Hunde, Katzen, Schafe und Kaninchen. Kein Wunder, dass Calpurnia und ihr jüngerer Bruder Travis sehr naturverbunden und tierlieb sind. Das haben sie von ihrem Opa geerbt, der selbst ein berühmter Naturforscher ist.

Als Travis zufällig in einem ausgehöhlten Baumstamm ein Stinktierbaby findet, das seine Mutter verloren hat und am Verhungern ist, nimmt er es  an sich. Wohl wissend, dass seine Eltern strikt dagegen sind, denn Stinktiere sind Wildtiere. Wenn sie sich angegriffen fühlen, verspritzen sie eine übel riechende Flüssigkeit auf Menschen und Tiere, die tagelang furchtbar weiterstinkt.

Travis versteckt das Stinktier in einem weit vom Haus entfernten leeren Kaninchenstall und päppelt es auf. Dabei muss er höllisch aufpassen, dass es nicht von den Hunden entdeckt wird. Nur seiner Schwester Calpurnia vertraut er sein Geheimnis an. Als er aber ein paar Tage später noch ein zweites Stinktierbaby anschleppt, das noch viel schwächer als das erste ist, ist Calpurnia entsetzt. Das Tierchen wird sterben, so elend wie es aussieht. Doch Travis gibt nicht auf.

Als er die Tiere allerdings heimlich mit in die Schule nimmt, weil sie an diesem Morgen nichts gefressen haben und er denkt, dass sie krank werden, nimmt das Chaos seinen Lauf… „Calpurnias Tierstation Band 2- Ein Zuhause für das Stinktier“ weiterlesen

Magisterium 4– Die silberne Maske

Coverfoto Magisterium 4
Copyright: ONE

von Cassandra Clare und Holly Black
ONE, 2018
gebunden, 256 Seiten
ISBN: 978-3846600597
ab 12 Jahren
17 Euro

Hinweis: Da es sich um den 4. Band der Reihe handelt, bitte erst lesen, wenn man dort angelangt ist, um Spoiler zu vermeiden.

Calls Gegengewicht Aaron ist gestorben. Alle trauern um ihn und machen Call für seinen Tod verantwortlich, weswegen der im Gefängnis sitzt. Isoliert von all seinen Bekannten grübelt er oft darüber nach, ob er nicht wirklich so böse ist, wie alle sagen und, ob nicht doch mehr von Constantin Madden in ihm steckt….

Als im Gefängnis nach 6 Monaten ein Feuer ausbricht und Tamara ihm hilft zu fliehen, stellt sich die Frage, welcher Seite er helfen will: Dem Magisterium oder Alex und Master Joseph? Hat er überhaupt eine Wahl? Und was ist mit Aaron?

Mir hat das Buch „Magisterium: Die silberne Maske“ genauso gut gefallen wie die vorherigen Bände. Der Schreibstil und die Spannung sorgen dafür, dass sich das Buch in einem Rutsch durchlesen lässt. Am allerbesten finde ich, dass es noch kein Ende gibt sondern einen fünften Teil, der im September auf Englisch erscheinen wird. Zudem hat mir gefallen, wie die Autorinnen die Verwirrung von Call in Worte gefasst haben, denn ich habe während des Lesens gespürt, wie sehr Call teilweise zwischen Master Joseph und dem Magisterium hin- und hergerissen war.

Es ist auch interessant, die Entwicklung der einzelnen Charaktere und deren Beziehungen (insbesondere die Beziehung zwischen Call und Tamara) ohne Aaron zu sehen.

Abschließend kann ich jedem, der die vorherigen Bände mochte, den 4. Band dieser Reihe auch empfehlen.

Sonja Schmitz, 15 Jahre

Camp 21 – Grenzenlos gefangen

Coverfoto Camp 21
Copyright: Arena

von Rainer Wekwerth
Arena, 2017
Hardcover, 346 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-401-60177-9
16,99 Euro

Mike und Kayla haben zwei Dinge gemeinsam: Beide haben sie ihre Eltern so verärgert, dass sie in ein Erziehungscamp geschickt wurden. Und beide sind im Camp 21 gelandet. In diesem modernen Erziehungscamp werden die beiden mit einer elektronischen Handfessel aneinander gebunden und können die eingestellte Distanz zwischen sich nicht überwinden, ohne große Schmerzen zu erleiden. Zunächst geht es den beiden nur darum ihre Zeit abzusitzen und irgendwie miteinander klar zu kommen, doch schnell stellen sie fest, dass seltsame Dinge im Camp vor sich gehen. Kayla entwickelt übermenschliche Kräfte und die Betreuer setzen überdurchschnittlich harte Strafen an. Wenn die beiden überleben wollen, müssen sie zusammenarbeiten und das Geheimnis der mysteriösen Handfesseln lüften.

Nachdem ich jetzt doch einige Bücher von Rainer Wekwerth gelesen habe, muss ich sagen, dass mir seine Geschichten immer sehr gut gefallen. Einerseits sind seine Storys bis ins kleinste Detail durchdacht und andererseits ist sein Schreibstil wunderbar spannend und fesselnd. Man hat immer das Gefühl, zusammen mit Kayla und Mike die Angst im Nacken sitzen zu haben und die schwersten körperlichen Arbeiten zu verrichten. Außerdem sind die Hintergrundgeschichten der Personen meist sehr nachvollziehbar und bringen eine Tiefe zu ihren Charakteren, wie man es in den meisten Thrillern nicht findet. Dadurch wird es wesentlich einfacher ihre Handlungen und Gefühle nachzuvollziehen. Da die Geschichte abwechselnd aus Mikes und Kaylas Sicht geschrieben ist, kann man die Entwicklung ihrer Beziehung wundervoll beobachten und verliert nie den Überblick über das Geschehen. Trotzdem wird es nicht langweilig, da sich die Spannung immer weiter bis zum Ende aufbaut und die beiden mit immer neuen Problemen konfrontiert werden.

Ich würde das Buch auf jeden Fall allen Lesern empfehlen, die mal wieder so richtig bei einer Geschichte mitfiebern wollen und auf etwas tiefschürfendere Spannung stehen.

Imke Wellesen, 18 Jahre

 

 

Monsternanny- eine ungeheuerliche Überraschung

Coverfoto Monsternanny
Copyright: Hanser

von Tuutikki Tolonen
Hanser, 2018
gebunden, 300 Seiten
ab 11 Jahren
ISBN 978-3-446-25880-8
14,00 Euro

„Mama, ist es wirklich ein Monster?“ flüsterte Maikki, die hinter Mamas Rücken vorlinste. Das Wesen ließ ein sanftes Brummen hören und streckte Hilla ein krumpeliges Blatt Papier entgegen. Mama holte tief Luft, und Hilla faltete das Papier auseinander. Es war heftig bekleckert und an mehreren Stellen eingerissen. Als Hilla es glatt strich, fiel ein graues Klümpchen Erde zu Boden und zerplatzte beim Aufprall zu Staub. „Das ist wahrscheinlich die Gebrauchsanweisung“, sagte Hilla.

Hilla und ihre Brüder Kaapo und Maikki wohnen in Finnland mit ihrer Mama zusammen. Ihren Papa sehen sie so gut wie nie, weil er immer arbeitet. Er ruft zwar öfter an, aber deshalb ist er trotzdem nur ein „halber Vater“ und die Kinder nennen ihn unter sich nur „die Unsichtbare Stimme“.

Als ihre Mutter für ein paar Tage verreisen muss und die „unsichtbare Stimme“ es wieder einmal, trotz Versprechen, nicht geschafft hat, nach Hause zu kommen, hat die Familie ein Problem. Sie braucht dringend ein Kindermädchen. Papa hat zwar eins bestellt, aber als das vom Paketboten geliefert wird, sind alle ziemlich fassungslos.

Das neue Kindermädchen riecht nach altem muffigen Keller und ist überall behaart. Sie spricht nicht, dafür brummt sie laut. Und wenn sie sich schüttelt, fallen aus ihrem Pelz kleine Staubklümpchen. Sie braucht kein eigenes Zimmer, sondern möchte lieber im kleinen Flurschrank wohnen.

Hilla, Kaapo und Maikki sind verwirrt. Mit Hilfe eines aus der Bücherei ausgeliehenen Monsterbuches und Maikkis sprechendem Bademantel finden die Kinder heraus, dass ihr neues Kindermädchen Grah heißt und eine so genannte Monsternanny ist, die sehr spezielle Vorlieben hat. Sie frisst am liebsten modrige Blätter und liebt es, stundenlang fernzusehen. Und noch was: Sie ist nicht immer so stark, wie sie aussieht. Auch eine Monsternanny fürchtet sich manchmal, genau so wie Kinder sich vor Monstern fürchten.

Als die Geschwister eines Tages  bemerken, dass auch alle Nachbarskinder auf einmal  von Monsternannys  gehütet werden, forschen sie nach: Woher kommen all diese Monster und warum sehen sie manchmal so unglücklich aus? Sie scheinen ein Geheimnis zu haben und händeringend nach etwas zu suchen…Aber können die Kinder ihnen dabei helfen? Und wie lange Zeit bleibt ihnen dafür? „Monsternanny- eine ungeheuerliche Überraschung“ weiterlesen

Collins geheimer Channel

Coverfoto Collins geheimer Channel
Copyright: Loewe

von Sabine Zett
Loewe, 2018
gebunden, 192 Seiten
ab 11 Jahren
ISBN 978-3-7855-8849-9
9,95 Euro

 

Ich sehe mich schon als den total angesagten Influencer mit Tausenden von Abonnenten! Meine Fans werden an meinen Lippen hängen! Sie werden sehnsüchtig warten, dass ich den nächsten Clip hochlade!

Wie kann man das Interesse eines Mädchens auf sich lenken? Das ist für  Collin die wichtigste Frage überhaupt. Kim aus seiner Klasse ist nämlich nicht nur hübsch, sondern auch noch cool und ziemlich klug. Leider beachtet sie Collin überhaupt nicht und hat noch nie mehr als zwei Wörter mit ihm gewechselt. Diese Wörter heißen übrigens „ Hallo“ und „tschüss“.

Aber Collin gibt nicht auf. Obwohl einiges gegen ihn spricht: Er ist 13, also mitten in der Pubertät, sein Nachname „Duhm“ (wie dumm)  ist ein absolutes No-Go und die Schule ödet ihn an, was man leider auch an seinen Noten sehen kann. Aber er sieht ziemlich gut aus, findet er,  und er will eine Band gründen. Das kommt bei den Mädels immer gut an. „Ear pain“ soll die Band heißen, da kann sich wenigstens keiner beklagen, wenn sie schlecht spielen.

Mit seinem besten Freund und Kumpel Jo-Jo hängt Collin am liebsten ab, und er bespricht auch all seine Probleme mit ihm. Zum Beispiel, was man zu DER Party anziehen soll, auf die die halbe Klasse geht. Doof ist nur, wenn man gar nicht eingeladen ist…

Collin muss also mit etwas anderem bei den Mädels punkten, sonst wird das wohl nichts mit seiner geplanten Beziehung zu Kim. Er muss nicht nur sie, sondern vor allem ihre Freundinnen beeindrucken, denn Mädels machen ja immer alles zusammen. Und da seine Klassenkameradinnen sich vor allem bei instagram und  auf you tube ihre Tipps fürs Leben holen, beschließen Collin und Jo-Jo you-tube Stars zu werden. Auf ihrem eigenen Kanal, dem „Chill-Mal-Channel“… „Collins geheimer Channel“ weiterlesen

HYDE

Coverfoto Hyde
Copyright: Beltz & Gelberg

von Antje Wagner
Beltz & Gelberg, 2018
gebunden, 407 Seiten
ab 15 Jahren
ISBN:978-3-407-75435-6
17,95 Euro

Katrina und ihre Schwester Zoey sind in Hyde, einem im Wald verborgenem Haus, aufgewachsen. Abgeschnitten vom Rest der Welt haben sie gelernt, in der Wildnis zu überleben. Zwei Mal im Jahr fuhr ihr Vater mit ihnen nach Berlin, um die Welt außerhalb von Hyde zu erkunden. Dann kam es jedoch zu einem Brand im Wald und alle außer Katrina starben. Ausgelöst wurde der Brand durch eine Gruppe Jugendlicher, die sich seitdem auf Katrinas Racheliste befinden. Als Gesellin wandert sie von Job zu Job, um genug Geld für ihre Rachepläne zu sammeln. Sie bleibt eigentlich nie länger als ein paar Wochen, aber dann nimmt sie die Verwalterstelle eines heruntergekommenen Hauses an. Es soll nur eine Übergangslösung sein, aber das Haus erinnert sie an Hyde. Immer öfter gleiten ihre Gedanken in die Vergangenheit und sie beschließt, das Haus zu reparieren und zu pflegen. Doch irgendetwas ist merkwürdig! Es gibt ein Zimmer, das nicht betreten werden darf, die Leute im Dorf haben Angst vor dem Haus, ehemalige Verwalter sind spurlos verschwunden und Katrina hört immer wieder merkwürdige Geräusche. Was verbirgt sich hinter der verbotenen Tür? Was ist das Geheimnis des Hauses?

Zu Beginn wird man regelrecht in die Handlung rein geworfen und ist ziemlich überfordert. Man weiß nicht, wer Katrina ist, wie sie da hinkommt, wo sie ist oder was ihre Vergangenheit verbirgt. Aber gerade das macht die Geschichte, finde ich persönlich, sehr spannend. Man will unbedingt herausfinden, wer Katrina ist, bekommt aber immer nur häppchenweise Informationen. Die Erzählung wechselt immer wieder zwischen Vergangenheit und Gegenwart, da Katrina in Gedanken immer wieder zurück nach Hyde und zurück zu ihrer Schwester reist. So erfährt man langsam mehr und mehr über sie und beginnt zu verstehen, warum sie unbedingt Rache nehmen will. Dennoch hat Katrina auch eine weiche Seite. Doch  das erfährt man erst, als sie die Verwalterstelle annimmt, da sie beginnt, das Haus nach und nach wahrzunehmen und irgendwie eine Verbindung zu ihm aufzubauen. Dadurch, dass man immer wieder neue Seiten an Katrina entdeckt, wird das Buch nie langweilig und man schließt Katrina immer mehr ins Herz. „HYDE“ weiterlesen

Witchborn – Königin der Düsternis

Coverfoto Witchborn
Copyright: Carlsen

von Nicholas Bowling
aus dem Englischen von Eva Riekert
Chicken house, 2018
gebunden, 379 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-551-52105-7
18,99 Euro

England im Jahre 1577

Ellen, Alyces Mutter, wurde gerade auf dem Scheiterhaufen verbrannt, weil ihr vorgeworfen wird die Hexerei zu praktizieren. Alyce kann es kaum fassen, zudem sie nicht weiß, wie sie sich in einer Welt, die von Angst und Aberglauben regiert wird, zu verhalten hat. Mit einem Hexenjäger, der ihr auf der Spur ist, wird sie durch ganz England gejagt.

Mithilfe einer Gastwirtin, die sehr abergläubisch ist und einem Jungen, der die Wahrheit hinter der Vergangenheit seiner Mutter entdecken will, macht sich Alyce auf die Suche nach einem Menschen, von dem sie nur die Adresse weiß, weil ihre Mutter ihm einen Brief geschrieben hat. Das ist ihr letztes Hab und Gut. Während ihrer Reise, bricht ein neuer Krieg aus: Der Krieg des Übernatürlichen. Gut und Böse sind verschwommen und niemandem kann man vertrauen. Alyce wird in den Konflikt zweier Königinnen hineingezogen. In dem Bemühen, ihre eigenen Kräfte zu verstehen, wird sie schnell in ein Netz aus Geheimnissen, Lügen und schwarzer Magie gezogen, dass das Schicksal der Welt, die sie gerade erst kennen lernt, verändern könnte. „Witchborn – Königin der Düsternis“ weiterlesen

Sommerferien Special -Fanfiction

Schreib-Wettbewerb 2018

Die Moerser Kinder-und Jugendbibliothek hat von April bis Juni zu einem Fanfiction- Schreib-Wettbewerb aufgerufen. Kinder und Jugendliche konnten sich ein beliebiges Buch als Vorlage aussuchen und eine Fortsetzung, ein alternatives Ende oder eine ganz eigene Geschichte schreiben.

Wir möchten euch die drei Siegergeschichten gern hier im Blog vorstellen, denn Imke (2.v.r.) und Sophie ( 1.v.r.) gehören auch zu den eifrigsten Bloggerinen bei den VOR-Lesern. Corinna Struck ( 1.v.l.) hat sich einfach so beteiligt.

Fanfiction Wettbewerb

 

 

 

 

 

 

Der erste Preis dieses Wettbewerbs geht an Imke Wellesen, 18 Jahre

Coverfoto Bunker Diary
Copyright: dtv

Bunker Diary
von Kevin Brooks
aus dem Englischen von Uwe-Michael Gutzschahn
dtv, 2014
broschiert, 300 Seiten
ab 16 Jahren
ISBN 978-3-4237-4003-6
12,95 Euro

Imke schreibt dazu: In meiner Fanfiction beziehe ich mich auf das Buch „Bunker Diary“ von Kevin Brooks.

Das Buch handelt von dem sechzehnjährigen Jungen Linus. Zu Beginn der Handlung lebt Linus auf den Straßen von London, nachdem er von zu Hause weggelaufen ist, da sein Vater unter Drogenproblemen leidet und sich wegen seiner ständigen Arbeit kaum um ihn kümmert. Linus hält sich mit Straßenmusik über Wasser, bis er von einem Mann, als er diesem helfen will, betäubt und in einen unterirdischen Bunker entführt wird. Linus vermutet zunächst eine Entführung, da sein Vater durch eine Zeichentrickserie in Japan extrem reich geworden ist, doch dann kommen nacheinander fünf weitere Menschen in den Bunker hinzu: Die junge Jenny, ein Schulkind aus Essex; Fred, ein Autoschlosser und Heroinabhängiger; Anja, eine Immobilienmaklerin; William Bird, ein Finanzberater aus London und Russel, ein Naturwissenschaftler und Autor. Zunächst verläuft das Leben im Bunker recht friedlich: Die Gruppe bekommt auf Nachfrage Essen von dem Mann, der sie entführt hat, genannt Mr. X, und dieser überwacht sie Tag und Nacht mit Kameras und Mikrofonen, ohne sich dabei selbst zu zeigen. Als sie dann jedoch versuchen auszubrechen, beginnt Mr. X sie zu bestrafen: Er versteckt Drogen in ihrem Essen, manipuliert die Temperatur im Bunker und beschallt sie über Stunden mit lauter Musik. Als er dann schließlich einen Hund mit der Nachricht, dass derjenige, der jemand anderen umbringt, frei kommt, herunter sendet, eskaliert die Lage. Bird wird von dem Hund verletzt, bringt Anja um, in der Hoffnung freizukommen und stirbt kurz darauf an einer Blutvergiftung. Russel beginnt, schwere Nebenwirkungen durch einen Hirntumor zu haben, den er im Bunker nicht richtig therapieren kann, und nimmt sich wenig später das Leben. Schließlich scheint Mister X das Experiment aufzugeben, denn es kommt kein Essen mehr und der Generator fällt aus. Linus findet heraus, dass Anja die ganze Zeit Essen für sich alleine gehortet hat, wodurch Fred, Jenny und er noch einige Zeit überleben können. Als sie schließlich dann auch kein Wasser mehr haben, trinkt Fred Bleichmittel, um schneller zu sterben. Am Ende des Buches stirbt Jenny und Linus ist dem Tode nahe.

Die gesamte Geschichte wird von Linus durch sein Tagebuch beschrieben, das er während der gesamten Zeit im Bunker führt und mit dem er seine innersten Gedanken teilt. Meine Geschichte setzt nach dem Ende des Buches an und soll erklären, wer dieses Experiment durchgeführt hat und warum. Sie ist ebenfalls aus Linus` Sicht in sein Tagebuch geschrieben. Die Handlung spielt etwa ein Jahr nach den letzten Geschehnissen im Buch. „Sommerferien Special -Fanfiction“ weiterlesen

Zartbittertod

Coverfoto Zartbittertod
Copyright: randomhouse

von Elisabeth Hermann
cbj, 2018
gebunden, 474 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 9783570165133
18,00 Euro

Mia möchte einen Artikel über ein altes Familienfoto schreiben. Welches würde da besser passen, als das mit dem riesigen Nashorn aus Schokolade und ihrem Vorfahr Jakob Arnholt drauf? Da muss doch eine spannende Story hinter stecken ! Sie beginnt Nachforschungen anzustellen und fragt auch ihre Mutter nach dem Bild. Die berichtet, dass Jakob in der Kolonialzeit aus Namibia nach Lüneburg gekommen ist. Zusammen mit seinem weißen Lehnsherrn hat der kleine schwarze Junge ein Schokoladengeschäft aufgemacht. Bis er irgendwann seine eigene Familie gründete, nach Meißen zog und dort seine eigene kleine Chocolaterie eröffnete.

Das Geschäft führen heutzutage Mias Eltern, und auch sie selbst liebt die Schokolade über alles. Doch wer war dieser ominöse und unfreundlich dreinblickende Lehnsherr? Darüber hüllt sich ihre Mutter in Schweigen. Nur einen Namen erwähnt sie mit Abscheu: Herder. Dessen Nachkommen besitzen mittlerweile einen riesigen Schokoladenkonzern. Mit ein paar Fundstücken vom Dachboden im Gepäck, die einmal Jakob gehört haben,  macht Mia sich auf den Weg nach Lüneburg, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen. Doch dort angekommen jagt ein Unglück das nächste, und Mia gerät immer mehr in Mittelpunkt der fragwürdigen Ereignisse. Welchem schrecklichen Familiengeheimnis ist sie da nur auf die Spur gekommen, dass derjenige, der es geheim halten will, sogar über Leichen geht? „Zartbittertod“ weiterlesen

Eden Park – Der neunte Würfel

Coverfoto Eden Park 1
Copyright: Sauerländer

von Tobias Elsäßer
Sauerländer, 2018
Hardcover, 268 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-7373-5462-2
14,99 Euro

Vincent ist eigentlich ein ganz normaler Junge, der gemeinsam mit seinem Onkel Cornelius Kreuzworträtsel löst. Jedoch hat Vincent eine Bildschirmallergie. Ihm wird schwindelig, wenn er zu lange in einen Bildschirm schaut. Dieses wird zu einem echten Problem, als er mit seiner Familie nach Eden Park ziehen muss, der modernsten Stadt der Welt. Dort sind an jeder Ecke Bildschirme.

Als Vincent auch noch von einem mysteriösen Briefträger ein Paket mit neun Würfeln bekommt, kann er sich noch nicht vorstellen, dass er mit dessen Inhalt die Welt retten muss. Dabei wird ihm seine Bildschirmallergie noch von Nutzen sein.

Mit Vincent konnte ich sofort mitfühlen. Er leidet sehr unter seiner Bildschirmallergie und fühlt sich ausgeschlossen. Ebenfalls bekam man auch einen guten Einblick auf seine Alltagsprobleme, wie zum Beispiel in der Schule. Als er nun die Welt retten soll, hält er dieses für einen guten Scherz seines Onkels. Dadurch ist mir Vincent sehr sympathisch, da er nicht wie jeder andere Held ist. Vincents Freunde sind ebenfalls toll beschrieben und sind nicht klischeehaft.

Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Es ist sehr lustig, wie Vincent und seine Freunde versuchen die Welt zu retten. Da das Buch in der Zukunft spielt, gibt es ab und zu Fußnoten, die Begriffe erklären. Diese sind sehr witzig zu lesen und man bekommt Hintergrundwissen über Vincents Welt.

Am Anfang hat es etwas gedauert bis man in das Geschehen hineingekommen ist, doch nach den ersten Seiten war das Buch spannend und fesselt einen bis zum Ende, da man unbedingt herausfinden möchte, wozu Vincent die Würfel hat– und was seine Bildschirmallergie damit zu tun hat. Mich hat das Buch sehr überrascht, da es am Ende in eine ganz anderer Richtung umgeschwenkt ist, die ich so gar nicht kommen gesehen habe. Jedoch hat dies das Buch noch interessanter und spannender gemacht.

Ich würde dieses Buch hauptsächlich Kindern ab zehn Jahren empfehlen, die sich für Abenteuer in der Zukunft interessieren und Geschichten, die etwas komplexer sind, als man es am Anfang erwartet hätte.

Dieses Buch ist der erste Band einer zweiteiligen Reihe.

Mona Perbix, 18 Jahre