Softcover, 128 Seiten
copyright: Freies Geistesleben, Februar 2026
ISBN: 978-3-7725-3229-0
Meine Empfehlung: Ab der 10. Klasse
Dieses Buch ist etwas speziell und ich musste etwas darüber nachdenken, bevor ich es verstanden habe. Mikolays Geschichte ist sehr leidenschaftlich, empathisch und intensiv geschrieben und stellt Erfolg, Ruhm und Leidenschaft in ein ganz anderes Licht. Denn wider Erwartung kann auch die renommierteste Ballettschule im Inneren herzlos und kalt sein, wenn es allen nur um den Erfolg und nicht um den Spaß und wirkliche Verbundenheit zu dem Sport geht. Ich finde es krass, wie Mikolay es hinbekommt, sich mit dem Tanzen ausdrücken, da er Deutsch noch nicht so gut beherrscht. Man lernt wirklich Mikolays Innerstes kennen, also auch wie verletzlich und doch rebellisch er sein kann. Ich finde es toll, dass er sich von seinen Sprachproblemen nicht aufhalten lässt und trotzdem weitermacht. Ich finde es aber auch unglaublich, wie kalt und abweisend eine Ballettschule sein kann, denn ich finde, man sollte auch Spaß bei einem Sport haben und nicht nur den ganzen Tag trainieren und üben und überhaupt nichts anderes mehr machen. Dann geht doch irgendwann die Freude an der ganze Sache und auch die Gemeinschaft verloren! Es ist auch krass, wie einfach und doch präzise und einfach bodenlos ehrlich die Autorin Mikolays Geschichte erzählt und nicht schönredet und einfach die Wirklichkeit erzählt.
Mikolays größter Traum hat sich erfüllt, als er an eine der renommiertesten Ballettschulen Deutschlands kommt. Denn auch wenn er sein Deutsch noch verbessern muss, drückt er sich mit dem Tanzen in seiner ganz eigenen Sprache aus. Doch die Ballettschule ist anders als erwartet: Die Schule und die Lehrer sind kalt, hart, seelenlos und mit der Zeit verliert er die Freude am Tanzen. So langsam wird das harte Üben von morgens bis abends sein Alltag und er droht seine besondere Beziehung zum Tanzen zu verlieren. Bis er auf Luke trifft, mit dem er genauso gut schweigen wie reden kann. Er und seine Freundin Rima bringen ihn wieder zurück in sein Leben, in dem Tanzen sein Zuhause ist.
Eine Geschichte voller Selbstzweifel, Hoffnung und die brutale Wahrheit in der Welt.
Laura Marie, 13 Jahre

