von Christa Holtei
Gabriel, 2018
gebunden, 30 Seiten
für die ganze Familie
ISBN 978-3-5223-0488-7
5,99 Euro
Warum isst man am Gründonnerstag grüne Gerichte wie Grünkohl oder Spinat, obwohl dieser Tag doch gar nichts mit der Farbe Grün zu tun hat? Und warum brennen Osterfeuer? Wieso schenkt man sich gefärbte Eier zu Ostern und was hat der Hase damit zu tun?
In diesem kleinen Büchlein, das nur 30 Seiten hat und so groß wie eine Postkarte ist, erfährst du viele Dinge über die Osterzeit: Z. B. über die alten Sitten und Gebräuche des Winteraustreibens. Aber du lernst auch, welche Feiertage es zu Ostern in der christlichen Kirche gibt und wie man sie gestaltet. Dazu gibt es Spieletipps, Bastel- und Schmuckanleitungen sowie österliche Koch-und Backrezepte.
Dieses kleine Osterbuch ist sehr hübsch gestaltet und gezeichnet und man bekommt viele Anregungen und Informationen. Es ist ein Buch für die ganze Familie, in dem man gern herumblättert und stöbert. Außerdem ist es gut mitzunehmen, es passt in jede Hosentasche.
von Simone Buchholz
Dressler, 2018
gebunden, 162 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN 978-3-7915-0026-3
12,00 Euro
Fünf Typen, fünf Schlüssel. „Naa?“, sagten sie, und sie sagten es so laut, als wären wir taub.“Was naa?“, fragte ich zurück und versuchte, dabei möglichst souverän zu wirken. Ich redete mir ein, dass ich zwanzig Zentimeter größer sei. manchmal kann ich das ziemlich gut, klappt aber nicht immer. Diesmal: eher so mittelgut.
Johnny ist 12, er wohnt bei seinem Opa. Seine Eltern sind eines Tages verschwunden, vielleicht auf einer Geschäftsreise in die Mongolei, niemand weiß das so genau. Aber Johnny ist trotzdem glücklich. Er hat ja seine Bande. Ella, die super Seiltanzen kann wie eine Zirkusartistin, Carlos, dessen Eltern immer streiten, die Zwillinge Buxe und Sue und der Hafentroll Tomek. Dazu noch Kirsche, die mit ihrem Pommeswagen direkt am Hafen steht und die Bande mit den leckersten Pommes der Stadt versorgt. Und natürlich Pastor Löwenstein, der immer zur Stelle ist, wenn jemand Hilfe braucht und der unter seiner Kirche eine gemütliche Höhle für die Kinder eingerichtet hat.
So könnten Johnny und seine Bande eigentlich ein gutes Leben führen, wenn ihnen nicht manchmal der Sinn nach einem echten Abenteuer und nach etwas vollkommen Neuem stände. Und so beschließen sie eines Tages, ihr Revier auszuweiten und ihre „ Geschäfte“ auf der Meile, einer Art Jahrmarktviertel aufzustocken. Doch die „Meile“ ist ein gefährliches Pflaster, vor allem weil dort die Pickelgang das Sagen hat und mit den fünf Jungs und ihrem Hund ist nicht zu spaßen. Das merken Johnny und seine Bande aber erst, als es fast zu spät ist…. „Johnny und die Pommesbande- Wir sind die Schnellsten!“ weiterlesen
von Jacqueline Kelly
aus dem Englischen von Birgitt Kollmann
Hanser, 2018
gebunden, 80 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN:978-3-446-25869-3
10,00 Euro
„Du siehst aus, als hättest du im Schlamm gebuddelt. Kannst du mir das erklären?“—„Ja natürlich. Ich habe ja auch im Schlamm gebuddelt.“ Ups. Es stimmte ja, was ich gesagt hatte, nur wie ich es gesagt hatte, war vielleicht nicht so schlau gewesen.
„Nimm deinen Teller und setz dich in die Küche, junges Fräulein,“ sagte meine Mutter. „Heute Abend darfst du wieder mit uns zusammen essen, falls du bis dahin sauber bist und dich besser zu benehmen weißt.“
Diese Geschichte spielt im Frühjahr 1901. Calpurnia ist 13 Jahre alt, sie lebt mit ihren 6 Brüdern auf einer Farm in Texas. Damals, also vor gut 100 Jahren, wurden die Mädchen anders erzogen als heute. Gutes und vor allem damenhaftes Benehmen wurde groß geschrieben. Das ist Calpurnia ziemlich egal und so tanzt sie als junges Fräulein total aus der Reihe. Sie liebt die Natur, es macht ihr nichts aus, dreckig zu werden und sie interessiert sich, genau wie ihr kleiner Bruder Travis, brennend für Tiere aller Art. Nur ihr Großvater, selbst Wissenschaftler, unterstützt die Wissbegier seiner Enkel und ermuntert sie zu eigenen Forschungen.
Calpurnia möchte später einmal Tierärztin werden und so hilft sie heimlich in der Praxis des Dorftierarztes mit und liest auch dessen medizinische Bücher.
Als Calpurnia eines Tages einen Distelfalter mit gebrochenem Flügel findet, führt sie ihre erste eigene Operation durch und schient den Flügel des Schmetterlings, so dass er wieder fliegen kann. Und auch ein neugeborenes Zwillingslämmchen kann durch ihren tatkräftigen Einsatz und ihr medizinisches Wissen gerettet werden. „Calpurnias Tierstation- Ein neues Lämmchen“ weiterlesen
von Thomas Engelhardt und Monika Osberghaus
Klett Kinderbuch, 2018
gebunden, 92 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-95470-186-5
14,00 Euro
„Eigentlich machen Gefangene fast die gleichen Sachen wie Menschen in Freiheit: Sie schlafen, essen, arbeiten, machen Sport, lesen, sehen fern, hören Radio und spielen an der Playstation. Mit manchen Menschen streiten sie sich, mit anderen verstehen sie sich gut. Trotzdem sind sie in einer anderen Welt.“
Sina´s Papa Robert ist spielsüchtig. Als er kein Geld mehr hatte zum Spielen, überfiel er eine Tankstelle und bedrohte den Kassierer mit der Waffe. Dafür schickte ihn ein Richter drei Jahre ins Gefängnis. Für Sina und ihre Mama beginnt nun eine schlimme Zeit. Die Mama muss viel mehr arbeiten, weil sie jetzt allein das Geld für die Familie verdienen muss. Und wenn sie nach Hause kommt ist sie müde und gereizt.
Sina ist viel mehr allein zu Hause und muss sich um viele Dinge nun selbst kümmern. Aber am meisten fehlt ihr der Papa beim Morgenkakao und beim Gute-Nacht-Sagen.
Sina findet es gemein, dass sie auch irgendwie dafür bestraft wird, dass ihr Vater etwas Schlimmes getan hat, schließlich kann sie ja nichts dafür. Deshalb ist sie oft nicht nur traurig, sondern auch wütend. Und drei Jahre ohne Papa sind schließlich eine Ewigkeit. Was soll sie denn in der Schule sagen, wo er solange ist?
In diesem Buch werden nicht nur Sina´s Gefühle und Gedanken beschrieben, sondern es wird auch ganz genau erklärt, wer ins Gefängnis kommt und warum. Aber auch, was das Gefängnis für ein Ort ist, wer im Gefängnis arbeitet und welche Sicherheitsmaßnahmen es gibt. „Im Gefängnis – Ein Kinderbuch über das Leben hinter Gittern“ weiterlesen
von Barbara Steinitz
Knesebeck 2018
gebunden, 32 Seiten
ab 4 Jahren
ISBN 978-3-95728-055-8
14,00 Euro
Hunde und ihre Herrchen und Frauchen, sagt man, ähneln sich in ihren Gesichtszügen und ihrer Haltung. Ist Herrchen frech und fröhlich, so ist es auch sein Dackel Und stolziert Frauchen hochnäsig durch den Park, so tut es ihr Hund auch. Nur die Opernsängerin Leonora und ihr rotkarierter Hund Fidelio, die sehn so gar nicht gleich aus. Die sehn sich nicht ein winziges bisschen ähnlich. Die Leute in der Stadt finden das sehr merkwürdig und tuscheln hinter Lenoras und Fidelios Rücken. Aber das macht den beiden gar nichts aus. Naja, fast gar nichts.
Genau so ist es bei Pralinenhersteller Joschka und seiner Hündin Pistazia. Auch diese beiden sind grundverschieden und die Leute lachen über sie. Aber das ist Joschka und Pistazia egal. Naja, fast egal. Doch dann begegnen sich Joschka und Leonara zufällig eines Tages im Park. Und beschließen, ihre Hunde zu tauschen….. Ob das eine gute Idee ist?
Dieses großformatige (DINA 4) Bilderbuch von Barbara Steinitz ist ein farbenprächtig gezeichnetes kleines Meisterstück. Die stimmungsvollen Bilder mit den eigenwilligen Gesichtern erzählen ihre eigene Geschichte, so dass auch schon kleine Kinder den Sinn dieser Parabel begreifen. Die Geschichte ist in klaren Worten und kurzen, einfachen Sätzen erzählt und zeigt ganz unmissverständlich, dass es „Schnurzpiepegal“ ist, was andere Leute über einen denken, Hauptsache man selbst ist glücklich. Ein wunderbares Familien-Lese-Buch über das Anderssein!
von Jandy Nelson
aus dem Englischen von Catrin Fischer
cbj, 2016
gebunden, 480 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3570164594
17,99 Euro
„Im Gegensatz zu fast allen Menschen auf der Erde sind wir von den ersten Zellen an zusammen gewesen, wir sind zusammen hierhergekommen.“
Noah und Jude sind zweieiige Zwillinge. Doch während Jude abenteuerlustig und beliebt ist, bleibt Noah lieber für sich alleine und malt. Beide erzählen ihre Geschichte abwechselnd, in der Gegenwart und in Rückblicken. Während sie am Anfang noch unter allen Umständen zusammenhalten, wird schnell klar, dass sie sich nach drei Jahren fremd geworden sind, ja sogar nahezu die Rollen getauscht haben. Nun ist Noah der, der viele Freunde hat und Jude die Einzelgängerin. Wie es soweit kommen konnte, wird erst im Laufe der Geschichte deutlich… „Ich gebe dir die Sonne“ weiterlesen
von Rachel E. Carter
aus dem Amerikanischen von Britta Keil
cbt, 2018
Taschenbuch, 412 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-570-31170-7
9,99 Euro
Ryiah und ihr Zwillingsbruder Alex (eigentlich: Alexander) lebten in dem Dorf Demsh’aa, bevor sie sich auf den Weg machten, um an der berühmten Akademie der Magier teilzunehmen. Sie kamen aus ärmeren Verhältnissen und waren nicht so gebildet, wie die Reichen an der Akademie.
„Alle Mädchen und Frauen lagen meinem Bruder zu Füßen. Alex und ich waren gleich alt, aber darin erschöpften sich unsere Gemeinsamkeiten auch schon. Ich war immer ein wenig tollpatschig und ungelenk, er hingegen die Selbstsicherheit in Person.“
Ry (Ryiah) war mager. Während Alex bei jeder nur kleinsten Bewegung in der Apotheke, die ihre Eltern besaßen, Muskeln wuchsen, bekam Ry dagegen nie welche. Beide hatten Magie in sich, wie es bei Zwillingen üblich ist. Doch Ry konnte ihre Kräfte erst einsetzen, wenn sie unter Schmerzen litt. An der Akademie hoffte sie zu lernen, dies auch ohne Schmerzen zu können. Außerdem freuten sich die beiden schon auf das Essen, das bei ihnen sonst rar ausfällt, und darauf, neue Freunde kennenzulernen. Doch die Magic Academy ist heftiger, als sie gedacht hatten. Besonders der Unterricht von Sir Piers, einem Ritter, der sie auf die Schlacht vorbereitete, war anstrengend, da dieser viel von allen erwartete.
Zuerst musste sich Ry echt anstrengen, denn durch bisheriges Apothekerleben konnte sie noch nicht so gut kämpfen. Doch der Platz als einer der neuen fünfzehn Magier war zu begehrt, um jetzt aufzugeben. Von den 122 Schülern wurden nämlich am Ende des ersten Jahres nur 15 gewählt, die Magier werden dürfen.
Auf der Akademie lernte Ry Prinz Darren kennen. Durch ihn und seinen kleinen Hofstaat wurde ihr Leben zu Hölle. Sie spielten ihr Streiche, beleidigten die Ärmeren und lachten über ihre kämpferischen und magischen Versuche. Auch andere Jugendliche oder Kinder wurden von ihnen ignoriert oder ausgeschaltet. Wie soll das Ganze enden? Was passiert noch zwischen Darren und Ry? Wird Ry einen Platz an der Akademie ergattern? „Magic Academy: Das erste Jahr“ weiterlesen
von Stefanie Hasse
Loewe, 2018
Hardcover, 416 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN 978-3-7855-8570-2
16,95 €
Der Folgeband von „Schicksalsbringer“:
Bald wird der Schleier zwischen menschlicher und göttlicher Welt fallen. Und Kiera muss das irgendwie verhindern.
„Hayden atmete zischend ein und knurrte ein ‚Was willst du hier?‘ Mein Herz tat einen Satz, während mich gleichzeitig eine lähmende Angst überkam und ich nicht in der Lage war, mich umzudrehen wie Hayden. Mit einem Monster sprach er da nämlich garantiert nicht.“
Kiera hat göttliches Blut in sich und das leider von Kairos, dem Zufall.
Phoenix und Kiara müssen sich voneinander fernhalten, damit Kairos nicht seinen Plan erfüllen kann. Doch dann fällt der Schleier mehr und mehr.
Nur passiert dann das Schlimmste: Kiera verliert die Schicksalsmünze und das Schicksal nimmt seinen eigenen Lauf.
von Peter Dickinson
aus dem Englischen von Henning Ahrens
Aladin, 2017
Gebunden, 700 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-8489-2095-2
22,00 Euro
Trotzdem hatte sich Nolis Traum bewahrheitet, und was vom Stamm übrig geblieben war, hatte die vertrauten Guten Jagdgründe fluchtartig verlassen, und Bal hatte sie auf der Suche nach einer neuen Heimat in die Dürren Hügel geführt.
Auf der Wanderung ihres Stammes haben sich Suth und Noli von ihrem Stamm getrennt. Gemeinsam mit vier Kindern wollen sie ein neues Gebiet zum Leben finden. Ihre Geschichte spielt in Afrika vor 200.000 Jahren und so sind sie ganz auf sich allein gestellt. Nur mit Stöcken und Steinen bewaffnet müssen sie sich gegen wilde Tiere durchsetzen und sich gegen aggressive Menschen verteidigen.
Bei ihrer Suche trifft die Gruppe auch auf andere Stämme. Sie schaffen es, sich durch Sprache zu verständigen und voneinander zu lernen. Doch wird ihre Suche erfolgreich sein? „Die Kinder des Mondfalken“ weiterlesen
von Stefanie Klinge-Engelhardt und Barbara Steinitz
Knesebeck, 2018
gebunden, 28 Seiten
ab 4 Jahren
ISBN: 978-3-9572-8014-5
14,00 Euro
Aufgeregt mit den Armen fuchtelnd kam der Zoowärter angerannt. „Der …der… Lö…Lö“, japste er. „Der Löwe ist ausgebrochen, wir brauchen einen Löwenbändiger. So einen wie Herkules!“
Herr Kules schaute erschrocken nach rechts und nach links. Dann flüsterte er: „Ich bin Herr Kules.“
Herr Kules liebt Sonntage. Da muss er nicht arbeiten und kann in den Zoo gehen. Herr Kules geht jeden Sonntag in den Zoo und er geht immer den gleichen Weg. Zuerst zu den Pinguinen, dann zu den Straußen und später zu den Lamas. Aber heute ist alles anders. Die Pinguine sind verschwunden, die Strauße stecken ihre Köpfe in den Sand und die Leute laufen wild durcheinander. Ein hektischer Zoowärter sucht dringend einen Herkules, einen Löwenbändiger, denn der Löwe ist ausgebrochen.
Herr Kules bietet sich an, dem Zoowärter zu helfen. Aber wie? Während er noch überlegt, kommt der Löwe angelaufen und will Herrn Kules fressen. Doch der lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und kauft dem Löwen erst mal ein Eis. Dann redet er ein Weilchen mit ihm. Der Löwe strahlt. Er hat schon so lange nicht mehr mit jemandem geredet…..
Diese Geschichte ist wunderschön gemalt und erzählt. Und zwar in ganz einfachen Worten und kurzen Sätzen, so dass auch kleinere Kinder sie gut verstehen und nachvollziehen können. Es geht ums Angst haben und Angst machen, aber auch darum, sich nicht ins Bockshorn jagen zu lassen und seine Angst zu besiegen. Auch wenn man kein Held ist! Aber manchmal reicht es auch schon, ein Freund zu sein.
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