gebunden, 400 Seiten
copyright: Penguin, März 2023
ISBN: 978-1-8049-9092
Meine Empfehlung: Ab der 9./10. Klasse
Dieses Buch ist sehr faszinierend und außergewöhnlich. Die Autorin hat es geschafft, eine Geschichte rund um eine besondere Frau zu erschaffen und kein einziges Detail ausgelassen. Manchmal hat es sich angefühlt, als ob die Autorin über eine lebendige Person berichten würde. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und wusste mit den chemischen Fachbegriffen (die ich auf Deutsch auch teilweise nicht kenne) auf Englisch erst recht nichts anzufangen. Diese sind aber nicht so zentral für die Geschichte und ich habe das Buch auch ohne dieses Fachwissen gut verstanden. Ich finde es sehr schockierend, wie wenige Rechte Frauen in den 1960er Jahren hatten, wie sehr sie in die Rolle der Hausfrau gefangen waren und wie sie von Männern für dumme Menschen gehalten wurden. Es gab in diesem Buch häufig Situationen, in denen dies vorgekommen ist und manchmal war es für mich schwer zu glauben, wie hart es manchmal für Frauen war und wie sehr es einen verletzten kann, wenn andere einen nicht für voll nehmen.
Elizabeth Zott ist keineswegs eine „gewöhnliche“ Hausfrau: Sie ist eine Chemikerin und arbeitet im Hastings Research Institute. Gar nicht so einfach, wenn alle anderen Angestellten Männer sind. Eines Tages lernt sie den Starchemiker Calvin Evans kennen, der irgendwie anders als die Anderen zu sein scheint. Elizabeth trotzt allen und zeigt, dass auch Frauen richtig gute Chemikerinnen sein können.
Als sie ihren Job am Hastings Research Institute verliert, wird sie Teil der Kochshow Supper at Six. Doch auch hier gibt sie keineswegs klein bei, sondern redet über Chemie und dessen Bezug zum Kochen. In den Köpfen dutzender Hausfrauen hat sich ihr revolutionäre Gedanke von mehr Frauenrechten und Frauen in der Chemie festgesetzt. Und so wird Elizabeth Zott eine bekannte TV-Persönlichkeit – und hat auch ein Kind und einen Hund, die versorgt werden müssen…
Elizabeth Zott ist ganz und gar nicht mit dem Gedanken einverstanden, dass Frauen in die Küche und zu den Kindern gehören. Ihrer Meinung nach (damals unvorstellbar und revolutionär), sollte es mehr Frauen in der Chemie geben. Frauen sollten die gleichen Rechte wie Männer haben. Auch wenn es ihr verachtende Kommentare und Blicke einbringt, arbeitet sie in einem chemischen Institut. Doch ihr Chef und andere Männer sind nicht damit einverstanden, dass eine Frau auf einmal mitreden will. Deswegen weisen sie sie ab und versuchen Elizabeth in ihre „Rolle“ als Hausfrau zurückzuschicken. Aber egal auch wie gemein, brutal und ungerecht sie vorgehen, Elizabeth lässt sich nicht einschüchtern und kommt immer wieder mit neuer Kraft und Stärke zurück.
Ein feministisches Buch mit sehr viel Chemie und darüber, wie eine Frau den Männern ganz schön auf die Nerven geht und bei den Frauen immer mehr Zustimmung bekommt.
Laura Marie, 13 Jahre

