Cornelia Franz: Scheinland

Gebunden, 192 Seiten

copyright: Carlsen, Februar 2026

ISBN: 978-3-551-58646-9

Meine Empfehlung: Ab der der 8. Klasse

 

Seit Daniel mit dem Abi fertig ist, ist er auf der Suche nach einer Arbeit, einem Weg, etwas, womit er weitermachen kann. Aber er will nicht einfach wie alle anderen weiterleben, als ob es den Klimawandel und die Probleme in der Welt nicht geben würde. Nein, er möchte anders sein. Und sein Leben läuft auch in seiner WG und mit seinen Eltern nicht ganz rund. Da kommt es ihm gerade recht, dass der Ökobauer Steffen ihn auf seinen Hof einlädt. Dort scheint das Leben in Ordnung zu sein – unangepasst, alternativ und so, wie auch Daniel es sich vorstellen könnte. Doch irgendwie fallen immer wieder Äußerungen, die ihn verwirren und irgendwas scheint an dieser Idylle falsch zu sein. Dies findet er sehr schnell heraus: Der Hof ist ein Treffpunkt für ein geheimes und brandgefährliches Netzwerk von Nationalsozialisten – und Daniel soll Mitglied davon werden. Doch dies will er absolut nicht, die Vorstellungen von ihnen findet er grundlegend falsch. Als er zur Polizei geht, wird der einstige Zufluchtsort mit netten Menschen eine große Gefahr für ihn… Denn sie können es nicht gebrauchen, dass Daniel ihre Pläne zunichtemacht…

 

Ich fand dieses Buch sehr erschreckend, da es unglaublich ist, wie sehr man sich in Menschen irren kann. Wenn ich nicht den Klappentext gelesen hätte, wäre ich niemals darauf gekommen, dass diese Menschen Nazis sind. Das Buch ist wirklich sehr spannend und teilweise einfach grauenhaft, da es schonungslos ehrlich ist und die Wahrheit auch nicht verschönert. Die Meinung der Nationalsozialisten wird einfach ausgesprochen. Da Daniel kein „gewöhnlicher“ Mensch sein will, sondern etwas anders machen möchte und nicht auf Kosten der Umwelt leben möchte und einfach im Mainstream mit schwimmen möchte, ist er begeistert vom unangepassten Leben von Steffens Hof. Er denkt, dass er Leute gefunden hat, die wie er denken.

 

Und somit verstrickt er sich immer mehr in ein Netzwerk, das für ihn sehr gefährlich wird…

 

 

Laura Marie, 13 Jahre

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