Gebunden, 240 Seiten
copyright: Carlsen, Mai 2026
ISBN: 978-3-551-58636-0
Meine Empfehlung: Ab der 8. Klasse
Ich finde dieses Buch etwas seltsam, da es den Alltag eines jungen Erwachsenen aus Zeiten der DDR erzählt. Es ist schwer, sich in Robert hineinzuversetzen, da die Geschichte in der Vergangenheit spielt und damals das Leben einfach anders war. Zum Beispiel die strengen Grenzkontrollen, die großen Unterschiede zwischen der DDR und der BRD und auch der Alltag damals.
Roberts Leben wirkt generell sehr bedrückend, da seine Mutter Alkoholikerin ist, er sich in Berlin zuerst nicht richtig zurecht findet, seine Arbeit hart ist, sein Chef auch Alkoholiker und sein Verhältnis zu Nova nicht gerade einfach. Für gewöhnlich kann ich mich auch gut in männliche Charaktere hineinversetzen, allerdings ist es mir hier schwer gefallen.
Normalerweise finde ich auch Geschichten aus dem Alltag von Personen toll, mit ihren Höhen und Tiefen, allerdings gab es hier nicht so wirklich viele schöne Momente, da alles sehr bedrückend und traurig wirkt, weswegen ich auch nicht ganz verstanden habe, was der Sinn dieses Buches eigentlich ist. Und da es auch kein wirkliches Happy End gibt, was allerdings zum Buch passt, würde ich es auch kein zweites Mal lesen.
Was man dem Autor aber zu Gute halten muss, dass dieses Buch sehr nüchtern geschrieben ist, schon mit Wertungen, aber auch nicht zu sehr ausgeschmückt, was perfekt zu Roberts Leben und der Stimmung passt.
Robert hält es zuhause einfach nicht mehr aus. Deswegen reist er nach Berlin, um sich dort eine Arbeit zu suchen. Nun wohnt er in einem heruntergekommenen Zimmer und hat eine Tischlerlehre angefangen, die sehr hart ist und die ihm keine wirkliche Freude bereitet. Aber dann ist da auch noch Nova, die ihm mit ihrer abenteuerlichen Ausstrahlung nicht mehr aus dem Kopf geht. Zwischen besonderen Augenblicken mit Nova und langen Arbeitstagen vergeht die Zeit und Robert ist mittendrin – im Warten auf das große, tolle Leben.
Ein junger Mann in einer großen Stadt – in Zeiten des gespaltenen Deutschlands.
Laura Marie, 14 Jahre

