Die Gesichter der Steine

Coverfoto Die Gesichter der Steine
Copyright: Traumfänger

von Alexandra Walcyk
Traumfänger Verlag, 2011
broschiert, 149 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-941485-10-5
5,90 Euro

In Chicago vergaß er tatsächlich oft, dass er ein Sioux war, aber bereits jetzt wurde ihm klar, dass das hier in South Dakota unmöglich sein würde. Also brauchte er sich gar nicht erst zu verstecken. Er straffte die Schultern und ging schneller.

James Powell ist vierzehn Jahre alt und wurde im Alter von zwei Jahren adoptiert. Seitdem hatte er keinen Kontakt zu Indianern und sich immer als Weißer gefühlt. Doch nun soll er seine „eigentliche“ Familie bei den Sioux, einem Indianerstamm, kennenlernen.

Das Treffen mit seinem indianischen Vater verläuft ganz anders als erwartet. James fühlt sich allein. Immer mehr gerät er in einen Kreisel aus Wut und Verzweiflung. Wird er es schaffen, einen Zugang zu seiner Familie zu finden?

„Die Gesichter der Steine“ ist aus der Sicht von James erzählt. An seiner Seite erlebst du, was es bedeutet, ein Indianerreservat kennenzulernen. Gemeinsam mit ihm durchlebst du ein immer wiederkehrendes Inferno der Gefühle. „Die Gesichter der Steine“ weiterlesen

Sami und der Wunsch nach Freiheit

Coverfoto Sami und der Wunsch nach Freiheit
Copyright: Beltz & Gelberg

von Rafik Schami
mit Illustrationen von Philip Waechter
Beltz, 2017
gebunden, 326 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-407-82319-9
17,95 Euro

Sein Weg nach Deutschland war ein lebensgefährliches Abenteuer. Im Oktober 2011 flüchtete er aus Damaskus über Umwege in die Türkei und von dort über mehrere Länder bis nach Deutschland. Weite Strecken musste er zu Fuß zurücklegen, in Wäldern schlafen, fast verhungert um Essen betteln und immer weiter Richtung Norden gehen. Er hatte nur einen kleinen billigen Kompass, und der sei, wie er sagte, sein Navigator gewesen. Unterwegs wurde er mehrmals ausgeraubt und geschlagen, auch davon erzählte er, und lachte sogar dabei, als er von einem Albaner berichtete, der ihn in Österreich überfiel und nichts fand, was er rauben konnte.

Scharif ist aus Syrien geflüchtet und erzählt dem Autor die Geschichte von seinem Freund Sami und dessen Narben. Die beiden lebten in Damaskus in einem Armenviertel. Sie wuchsen wie Brüder auf und wurden die besten Freunde. Sami ist ein mutiger Junge, der für seine Freunde und Familie einsteht. Er erlebt so manches Abenteuer und behält von fast jedem eine Narbe zurück, deren Geschichte er stolz seinem Freund erzählt. Doch irgendwann ist die Zeit der Unbeschwertheit vorbei und die Aufstände gegen den Diktator erwachen in Syrien. Auch Scharif und Sami schließen sich den Demonstrationen und Revolutionären an. Sie arbeiten als Computerspezialisten im Untergrund und kämpfen für die Freiheit ihres Volkes und ihre eigene. Aus den kleinen Jungen sind junge Erwachsene geworden, die sich immer noch für ihre Mitmenschen einsetzen und niemals ihr Ziel aus den Augen verlieren: Die Freiheit! „Sami und der Wunsch nach Freiheit“ weiterlesen