The Inheritance Games I.

The Inheritance Games

– 50 Milliarden Dollar – Eine unbekannte Erbin – Vier mörderische Nachkommen-

Autor: Jennifer Lynn Barnes

Copyright: Cbt Verlag

Seitenzahl: 400

Preis: 13,00€

Hauptfiguren: Avery Kylie Grambs, Tobias Tattersall Hawthorne, Nash Westbrook Hawthorne, Grayson Davenport Hawthorne, Jameson Winchester Hawthorne, Alexander Blackwood Hawthorne

 

Inhalt:

Der englische Jugendroman ,,The Inheritance Games“ von Jennifer Lynn Barnes wurde vom Cbt Verlag am 10.01.2022 in Deutsch veröffentlicht und ist der erste Teil einer Trilogie. Der Roman hat 400 Seiten und ist als Taschenbuch für 13,00€ erhältlich. Es handelt von Avery Grambs, welche das gesamte Vermögen von Tobias Hawthorne vererbt bekommt, obwohl sie den Mann gar nicht kannte. Der einzige Hacken? Sie muss für ein ganzes Jahr in Hawthorne Haus leben, das voll von Geheimnissen, Rätseln und Intrigen ist. Jedoch wird sie nicht alleine in dem Haus leben, sondern mit der frisch enterbten Hawthorne Familie, was die vier Enkelsöhne: Nash, Grayson, Jameson und Xander miteinschließt. Grayson denkt, sie ist eine Hochstaplerin, Jameson, dass sie das letzte große Rätsel von Tobias Hawthorne ist. Nur die Zeit wird zeigen, ob Grayson, Jameson

oder ein anderer Teil der Familie recht hat. Und Avery? Welchen Preis muss sie zahlen, um in Hawthorne Haus zu überleben?

Avery ist gerade mal 17 Jahre alt und ist quasi schon eine Weise seit sie 15 ist. Ihr Vater hat sich nie für sie interessiert und ihre Mutter ist bereits seit 2 Jahren verstorben. Seit dem hat ihre Halbschwester Libby das Sorgerecht für sie und ist ihr Vormund, womit Avery nicht gerechnet hat, da sie Libby vorher nur selten gesehen hat. Libby ist ein gutherziger Mensch, manchmal auch zu gutherzig, was dazu geführt hat, dass sie ihrem On- und Off-Freund eine weitere Chance gegeben hat, zur Missgunst ihrer Schwester. Avery mochte Drake schon von Anfang an nicht, da sie das Verhalten von Drake gegenüber Libby absolut falsch findet. Trotzdem versucht Avery ihre Schwester bei allem zu unterstützen, da sie sie aufgenommen hat, obwohl sie nicht dazu verpflichtet war und ihre finanzielle Situation auch nicht gerade die Beste ist. Außer Libby hat Avery nur noch ihre beste Freundin und Harry, mit dem sie jeden Morgen Schach spielt und ihm jedes Mal Frühstück kauft, wenn sie gewinnt, da er obdachlos ist und zu Stolz ist es einfach so zu akzeptieren. Max, ihre beste Freundin, ist nach der 8. Klasse weggezogen, sprich Max und Avery kommunizieren nur übers Handy. Da Avery nicht sonderlich beliebt ist, hat sie nur diese drei Menschen in ihrem Leben und arbeite hart in und außerhalb der Schule. Aufgrund ihrer Finanzlage will sie mit ihren herausragenden Noten ein Stipendium erreichen und etwas studieren, was ihr später ein gutes, festes Einkommen gewährleistet. Sie lässt sich nicht weiter träumen, denn wenn sie wieder aufwachen würde, wäre die Realität zu erdrückend. Doch auf einmal wird sie ins Büro des Schulleiters gerufen und da sitzt er, die Person, die Avery die Nachrichten überbringen wird, die ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird, Grayson Hawthorne: „Hellblondes Haar. Blasse Augen. Gesichtszüge so scharf wie mit dem Diamantschneider geformt.“ (K.4, S.16, Z. 31 ff.). Grayson überbringt Avery die Nachricht, dass sie bei der Anhörung des Testaments von seinem Großvater, Tobias Hawthorne, anwesend sein muss, damit es verlesen werden kann. Avery kannte den Mann nicht mal aus den Medien, geschweige denn persönlich, jedoch hat sie ihre Neugierde, die Ermutigung ihrer Schwester und der Fakt das Libby mitkommt, dazu getrieben nach Texas zu fliegen. Dort traf sie auf Alisa Ortega, eine der Anwälte, die für Herrn Hawthorne gearbeitet haben, die nun als Ansprechpartnerin für Avery fungiert. In Hawthorne Haus angekommen hat Avery noch immer keine Ahnung warum sie dort war, konnte aber schnell feststellen, dass die Hawthorne Familie und das Haus voll von Geheimnissen, Verstecken und Intrigen ist. Bei

der Begegnung mit Skye, die Mutter von Grayson und seinen Brüdern, konnte Avery feststellen, dass es sich nicht um eine normale Verlesung eines Testaments handelt, sondern dass es um etwas viel Größeres geht, was Macht und Geburtsrecht als Titel hat. „Bestechen. Bedrohen. Sich rauskaufen. Du könntest nicht mehr ein Hawthorne sein, wenn du es versuchen würdest, Darling. „Deswegen nennen wir ihn auch den Erben in spe.“

(K. 7, S. 34, Z. 15-18). Der Erbe in spe, Grayson, war soeben dabei sein seinen Titel zu verlieren und hat einen Platz in der vordersten Reihe, um zu sehen, wie sein Großvater sogar im Tod sein Leben auf den Kopf stellt. Nachdem verkündete wurde, dass Nash, Grayson, Jameson und Xander jeweils eine Viertelmillion Dollar bekommen und Avery den restlichen Nachlass waren alle geschockt oder besser gesagt blind vor Wut. Die restliche Familie, die auch mit nichts, im Vergleich zu Avery, abgespeist wurde, wollten alle das Testament anfechten. Doch auch dafür hat Herr Hawthorne Zeit gefunden und es mit seiner Lieblingsbeschäftigung verbunden: Rätsel und in dem Fall verbunden mit Klauseln. Jeder, der das Testament anfechtet, wird sein Teil des Erbes verlieren. Avery ist allein in einem Becken voll von Piranhas und weiß nicht, wem sie die Hand geben kann und wer sie abbeißen wird. Tobias hat zwar seinen Sicherheitschef, John Oren, darauf angesetzt Avery zu beschützen und dennoch hat sie das Gefühl nicht sicher zu sein. Alisa war nun auch jemand, mit dem sie mehr Zeit verbringen würde, jedoch hat sie eine Vorgeschichte mit einem der Hawthorne-Enkelsöhne, was die Frage offen lässt, ob sie eine Verbündete oder der Feind ist. Jameson, den sie betrunken von einem Balkon springend kennengelernt hat, ist auch ein Rätsel für sich. Ob Nash, dem ältesten Enkelsohn, der auf das Erbe schon lange keinen Wert mehr legt, wirklich alles um das Erben Drama egal ist und ob Xander wahrhaftige Intentionen hat, weiß Avery auch nicht so recht. Das einzige was Avery mit Sicherheit weiß, ist, dass sie niemandem einen Vertrauensbonus geben darf, bis sich die Person würdig erweist. Wobei sich Avery nach ihrem ersten Schultag aber sicher ist, dass es mehr zu wissen gibt über die vier Enkelsöhne, vor allem Jameson und Grayson. „Aber das letzte Mädchen dieser Schule, das sich mit den Hawthorne-Brüdern abgegeben hat? Das letzte Mädchen, das Stunden und Stunden in diesem Haus verbracht hat? Sie ist …“ (K. 24, S.110, Z. 26-29). Alles was jetzt noch übrig bleibt zu sagen ist: Lasst die Spiele beginnen.

 

Leseempfehlung:

Das, was der Klappentext verspricht, wird im Roman auch umgesetzt, sodass man eine klare Vorstellung von den verschiedenen Komponenten des Buches hat. Was einen jedoch etwas in die falsche Richtung leiten kann ist, dass auf der Rückseite das Buch als Thriller bezeichnet wird. Thriller und Mystery überschneiden sich zwar, dennoch würde ich dem Buch den Titel Mystery-Roman geben und nicht Thriller, da der Höhepunkt der Geschichte nicht auf dem Besiegen des Kontrahenten liegt, sondern der Aufklärung des Rätsels. Man hat das Geheimnisvolle, die mit den Rätseln nach und nach auftauchen und die große Frage, warum Avery die Erbin des Hawthorne Vermögen ist. Jedoch hat man auch das Romantische mit der Beziehung zwischen Avery, Grayson und Jameson. Ich finde das Konzept eine romantische Beziehung einzubauen eine schöne Idee, die einem auch Abwechslung von den Geheimnissen und Intrigen gibt. Allerdings mag ich Liebesdreiecke nicht so gerne, da man mit den Gefühlen von der Person gespielt hat, für die man sich am Ende nicht entscheidet. Ich finde die Autorin hat versucht ein großes hin und her zu vermeiden, dennoch ist das Prinzip eines Liebesdreiecks noch vorhanden. Es gibt aber auch Charaktere wo man mitbekommt, dass sich dort auch was entwickeln könnte, was natürlich auch eine schöne Geschichte werden könnte und sich in Zukunft darauf freuen kann. Avery wird als sehr cleverer und eigenständiger Charakter beschrieben, der schon einiges durchgemacht hat. Diese Eigenschaften werden ihr nicht einfach so gegeben, sondern sie stellt diese unter Beweis. Im Laufe des Buches bekommt man, wie Avery versuch sie selbst zu bleiben, sich aber trotzdem in eine starke Persönlichkeit entwickelt. Das Zitat „Für die einen wirst du Aschenputtel sein. Für die anderen Marie Antoinette.“

(K.13, S.59, Z.14 f.) beschreibt nochmal sehr schön, dass es immer Menschen geben wird, die einen nicht mögen, man sein Schicksal aber selbst in die Hand nehmen muss und seine eigene Geschichte schreibt und sie nicht von wem anders schreiben lässt. Des Weiteren gibt es sehr viele spannende Nebencharaktere, die einem im Laufe der Zeit sehr ans Herz wachsen und das ganze nochmal spannender machen. Die Geheimnisse, Rätsel, die bei den Nachforschungen zur Wahrheit auftauchen, machen Lust darauf weiterzulesen und herauszufinden, was als Nächstes ans Licht kommt. Es ist immer ein Auf und Ab und Avery weiß nicht so richtig, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Einerseits helfen ihr die Hawthorne-Brüder das Mysterium zu lösen, werfen andererseits noch weitere auf. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig, was es einem leichter macht in die Geschichte zu finden. Außerdem sind die Kapitel sehr kurz und bestehen teilweise nur aus drei Seiten, was einem das Gefühl gibt mehr geschafft zu haben, obwohl man die gleiche Anzahl an

Seiten liest, wie wenn es lange Kapitel wären. Insgesamt gebe ich dem Roman 4,5 von 5 Sternen.

 

Empfohlenes Lesealter:

Das empfohlene Lesealter ist von14 bis 99 Jahren. Ich würde dieser Einschätzung zustimmen, da das Buch für jüngere Personen etwas schwieriger zu verstehen sein könnte. Die Hauptfigur, Avery, ist 17 Jahre alt und Xander, welcher der Jüngste ist, ist 16 Jahre alt, was zum besseren Verständnis der Figuren führen kann. Wenn man zum Beispiel 12 ist, kann man vielleicht einige Entscheidungen, die die Charaktere treffen nicht wirklich nachvollziehen, was einer Person die 14 ist, leichter fallen würde. Generell kann man die Figuren besser verstehen, wenn man relativ nah an der Altersgruppe ist. Tendenziell können beide Geschlechter das Buch lesen, womit man aber rechnen muss ist, dass es auch um die Gefühle geht, die Avery für Jameson und Grayson hat und es nicht nur darum geht ein Rätsel zu lösen. Primär geht es darum herauszufinden, warum Avery das gesamte Vermögen erhalten hat. Sekundär, was zwischen Avery und den zwei Hawthorne-Brüdern passieren wird. Wenn einen die Liebesgeschichte nicht stört, kann man sofort anfangen und in der Welt voll von Geheimnissen, Intrigen und Rätseln zu versinken.

 

Laura Bolandakhtari

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