Der reichste Junge der Welt

Coverfoto Der reichste Junge der Welt
Copyright: Moritz

von Markus Orths und Kerstin Meyer
Moritz, 2018
gebunden, 80 Seiten
ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-89565-360-5
9,95 Euro

„Komisch, wenn man mit einer Lügen anfangen muss. Also: ich bin nicht der reichste Junge der Welt. Meine Freunde nennen mich nur so. In der Schule. Aber ich wette, dass es noch viel reichere Jungen gibt als mich. In Amerika. Oder in Arabien. Da bin ich mir sicher.“

Jakob lebt allein mit seinem Vater in einem riesigen Haus am Waldrand. Sein Vater ist ein berühmter Architekt, er hat schon viele Preise gewonnen, aber er muss auch von morgens bis abends arbeiten. Deshalb geht Jakob nach der Schule gern zu seiner Oma. Sie hat nur eine kleine Wohnung, aber sie hat viel Zeit für Jakob. In letzter Zeit hat sie aber noch mehr Besuch. Ayasha und ihr Sohn Bassam kommen regelmäßig. Sie sind Flüchtlinge und leben auf einem „ halben Sofa“ in einer Turnhalle.

Da hat Jakob es schon viel besser, er hat genug Platz, er hat genug Spielzeug und jetzt hat sein Vater ihm auch noch zwei Karten für die coole Halloweenparty in der Stadt geschenkt, wo sie zusammen hingehen wollen. Doch als sie nach der Party wiederkommen, welch ein Schreck. Ihr Haus ist leer, das ganze große Haus ist vollkommen leer geräumt! Und da hat Jakob plötzlich eine verrückte Idee. Was wäre, wenn Ayasha und ihr Sohn bei ihnen einziehen würden? Platz genug haben sie doch…..

Ich muss leider sagen, dass dieses Buch mich nicht überzeugt hat. Die Geschichte ist mir viel zu konstruiert und die Ideen, die aufgeworfen werden, werden nicht konsequent zu Ende geführt. Es ist von allem ein bisschen in diesem Buch, aber nichts finde ich glaubwürdig und stimmig. Warum erzählt man nicht ein Thema durchgängig zu Ende? Eltern, die zu viel arbeiten und keine Zeit für ihre Kinder haben, Flüchtlinge, die kein Zuhause in Deutschland finden, arme Menschen, die die Reichen beklauen…das ist mir zu viel für eine 80seitige Geschichte und es passt für meine Begriffe auch alles nicht zusammen. Schade, da ist eine Chance vertan!

Aber einen Lichtblick gibt es doch. Die wunderschön stimmungsvollen Bilder von Kerstin Meyer regen auf jeden Fall zum Anschauen und Blättern durch das Buch an.

Monika H.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert