Schlangenjagd

Coverfoto Schlangenjagd
Copyright: Beltz & Gelberg

von Carl Hiaasen
aus dem amerikanischen Englisch von Kanut Kirches
Beltz & Gelberg, 2019
gebunden, 311 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN: 978-3-407-75463-9
16,95 Euro

Billy Dickens Vater hat die Familie verlassen als Billy noch ganz klein war. Seitdem kommen regelmäßige Schecks, die Billy, seiner Mutter und seiner Schwester ein halbwegs gutes Leben ermöglichen. Seit Billy denken kann, zerschneidet seine Mutter die Briefumschläge und schmeißt sie weg. Eines Tages war sie jedoch in Eile und Billy schafft es die, diesmal nur grob zerschnittenen Teile, wieder zusammen zu setzen, wodurch er die Adresse seines Vaters in Montana erfährt. Er beschließt, besagte Adresse in den Ferien zu besuchen und lässt sich von diesem Vorhaben nicht mehr abbringen.

In Montana trifft er auf die neue Frau seines Vaters und deren Tochter Summer. Nur sein Vater selber ist nicht da. Angeblich ist er auf einer geheimen Regierungsmission, aber Summer und Billy sind überzeugt, dass das nicht sein kann. Die beiden machen sich auf die Suche nach Dennis Dickens (dem Vater) und finden schnell heraus, dass dessen Arbeit in Wahrheit deutlich gefährlicher ist als gedacht. Sie besteht nämlich daraus, Wilderer aufzuspüren und zu verscheuchen, bevor sie die seltenen Tiere erwischen. Gerade hat der Vater es auf einen besonders fiesen Wilderer abgesehen, der sowohl Bären als auch Panther jagt. Doch kann seine Operation unentdeckt bleiben oder macht der Wilderer am Ende Jagd auf Dennis? Summer und Billy sind entschlossen, ihrem Vater zu helfen und stürzen sich Hals über Kopf ins Abenteuer.

Zu allererst muss ich anmerken, dass ich Dennis Dickens‘ Missionen gegen die Wilderer extrem gut finde. Überall auf der Welt leiden seltene Tiere unter geldgierigen und ruhmversessenen Menschen, die völlig vergessen, dass es sich bei ihrer ‚Beute‘ um lebende, atmende, fühlende Wesen handelt. Ein Buch über diese Thematik weckt schon bei jüngeren Lesern ein Bewusstsein für diese Problematik, und je mehr Leute über das Leid dieser seltenen Arten Bescheid wissen, desto mehr Leute können auch dagegen vorgehen.

Abgesehen von der sehr aktuellen und wichtigen Thematik bin ich ebenfalls von den Charakteren der Geschichte begeistert. Billy ist wirklich ein wahnsinnig cooler Junge. Er kennt sich super mit der Natur aus und hat ein besonderes Talent für den Umgang mit Schlangen. Er hat überhaupt keine Angst vor ihnen und hantiert auch völlig sicher mit den gefährlichen Arten, wie zum Beispiel Klapperschlangen. Außerdem ist er sehr hilfsbereit und kann nicht untätig bleiben, wenn Schwächeren Leid zugeführt wird. Seine Methoden sind dann zwar nicht immer so ganz legal (ich sag nur, Klapperschlange im Spind J ), aber erfüllen stets ihren Zweck. Auch Summer ist als Nachfahrin der Crow-Indianer als Figur nicht zu verachten. Sie ist ebenso willensstark wie Billy und kennt sich ebenso gut mit der Natur aus, wodurch die beiden ein unschlagbares Team werden um ihrem Vater zu helfen.

Ann-Kathrin Opiolka, 18 Jahre

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