Soul Beach Band 3- Salziger Tod

Coverfoto Soul Beach 3
Copyright: Loewe

von Kate Harrison
Loewe, 2014
gebunden, 383 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN 978-3-7855-7388-4
5,00 Euro

 

Alices Schwester Meggie ist tot. Sie wurde ermordet. Doch am Soul Beach kann Alice sie treffen, genau wie viele andere tote Jugendliche. Die Toten bleiben solange am Strand, bis die Hintergründe ihres Todes geklärt sind, weshalb Alice sich zur Aufgabe gemacht hat, Meggies Mörder zu finden. Doch während der Suche kommt der Mörder auch Alice näher und sie befindet sich bald selbst in größter Gefahr …

Der dritte Teil der Trilogie rundet die Reihe sehr gut ab und lässt auch inhaltlich kaum nach. Es werden immer neue Ideen umgesetzt, die die Geschichte immer interessanter macht. Zudem ist es bis zum Ende hin spannend.

Vor allem gegen Ende hatte ich mich beispielsweise sehr auf einen Charakter als Mörder festgelegt, aber schließlich war es doch jemand anderes, was die Reihe so unvorhersehbar macht. Trotzdem hat mich sein Motiv nicht ganz überzeugen können und der Showdown lief meiner Meinung nach zu schnell ab. Generell sind in diesen Szenen einige unlogische Aspekte (Spoiler-Beispiel: wieso hat Lewis versucht in Alices Hotelzimmer zu kommen ohne zu wissen, dass der Mörder bereits drin ist?), die mich gestört haben. Auch dass Alice und Lewis plötzlich doch ein Paar werden, obwohl Alice mit Danny „zusammen ist“ und immer wieder sagt, dass sie ihn lieben würde, fand ich seltsam, da dieser Schritt nicht zu ihrem Charakter passt.

Generell finde ich das Alice häufig unverständlich handelt und finde sie auch nach drei Teilen immer noch super unsympathisch. Auf der Suche nach dem Mörder verletzt sie emotional ihre Mitmenschen, ohne dass es sie zu kümmern scheint und hinterfragt ihre Handlungen kaum. Auch fand ich einige Situationen zu „schnell“ gelöst. Beispielsweise (Achtung Spoiler!) findet Lewis den Soul Beach in der Realität viel zu einfach und auch die spontane Reise nach Thailand ist ziemlich unrealistisch.

Was genau Soul Beach ist und warum es existiert, wird bis zum Ende nicht geklärt. Auch was mit den anderen Seelen dort passiert (vor allem nach dem Sturm) bleibt offen. Zum einen finde ich das gut, da man sich so selbst etwas ausdenken kann, aber zum anderen würde ich auch gerne wissen, welche Hintergedanken die Autorin bei der Erschaffung dieser Welt hatte.

Insgesamt hat mir die Reihe jedoch gut gefallen, da sie nie langweilig wurde und ich wirklich Spaß beim Lesen hatte.

Mara Frohreich, 18 Jahre

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