Arsitotle and Dante discover the Secrets of the Universe

Coverfoto Aristotle and Dante discover the secrets of the universe
Copyright: Simon & Schuster

von Benjamin Alire Sáenz

Englisches Original
Taschenbuch, 359 Seiten
Simon & Schuster UK, 2021
ab 14 Jahren
ISBN: 978-1-3985-0524-7
£7,99

Im Sommer 1987 lernen sich Aristotle und Dante im Schwimmbad kennen. Dante bringt Ari bei, wie man schwimmt und obwohl die beiden so gut wie nichts gemeinsam haben, werden sie schnell Freunde. Für Ari ist das eine ganz neue Erfahrung. Er hatte noch nie wirkliche Freunde, da es ihm schwerfällt, auf andere Leute zu zugehen und sich mit ihnen zu unterhalten. Warum auch? Schließlich kommt er prima alleine klar und die anderen Jungen in seinem Alter sind alle irgendwie komisch.

Mit Dante jedoch ist es anders, irgendwie harmonieren sie trotz ihrer Unterschiede. Gemeinsam ergründen sie die Geheimnisse des Universums; Dante mit seiner aufgedrehten, lebhaften Art, der so viel redet, dass es für sie beide reicht und Ari, der sich oft in sich selbst und seinen Gedanken verliert. Gemeinsam versuchen sie all die Fragen zu klären, die man sich mit fünfzehn so stellt. Warum ist man traurig? Warum fühlt man sich manchmal einfach nur einsam? Wann ist man erwachsen? Warum verhalten sich ihre Eltern so, wie sie es tun? Warum ist Dantes Vater so fröhlich, während Aris Vater verstummt und in seinem Inneren immer noch Narben vom Krieg in sich trägt? Und was ist mit Aris Bruder passiert?

Eines Tages kommt es zu einem dramatischen Unfall, bei dem Ari Dante das Leben rettet. Und obwohl Ari nicht darüber reden will, ändert sich danach alles. Es hilft nicht wirklich, dass Dante für ein Jahr wegzieht und Ari furchtbar schlecht darin ist, auf seine Briefe zu antworten. Es kommen neue Fragen hinzu: Wie ist es jemanden zu küssen? Was passiert, wenn Dante lieber andere Jungen als Mädchen küsst und was fühlt Ari in seinem Inneren? All diese Fragen scheinen nun zwischen ihnen zu stehen und doch verbinden sie sie. Die Frage ist nur, ob Ari es am Ende schafft, auf sein Herz zu hören.

Mir persönlich hat die Erzählweise dieses Buches wirklich gut gefallen. Es wird nicht wirklich an einem Stück erzählt, stattdessen gibt es immer wieder kurze Einblicke in Aris und Dantes Leben. Teilweise kommt es zu ziemlich großen Zeitsprüngen, während Dante mit seiner Familie weg ist und dann wird wieder sehr langsam und detailliert von einem gemeinsamen Nachmittag erzählt. Irgendwie hat mir dieser Abwechslungsreichtum sehr gut gefallen, da man so das Gefühl bekommt, dass nichts und gleichzeitig doch alles auf einmal passiert.

Auch die Charaktere der Geschichte haben mich sehr berührt. Dante mit seiner klugen, aufgeweckten und manchmal etwas frechen Art muss man einfach ins Herz schließen. Ari ist etwas ruhiger und in sich gekehrter, denkt viel über sich und die Welt nach und ist dabei oft sehr melancholisch. Da seine Perspektive die Geschichte erzählt, verliert man sich manchmal in ganzen Paragraphen in denen er sich selbst nochmal den großen Fragen der Welt stellt und wird so auch selbst zum Nachdenken angeregt.

Die Dynamik zwischen den beiden ist dadurch ziemlich interessant zu beobachten. Manchmal reden sie über richtig ernste Dinge, wenn Dante es mal schafft zu Ari durchzudringen und manchmal albern sie einfach nur herum. Dadurch bleibt es sehr abwechslungsreich und unterhaltsam. Ihre Sticheleien sind manchmal einfach nur zum kaputtlachen und generell trifft das Buch einen perfekten Mix aus lustig und nachdenklich, der mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Ann-Kathrin Opiolka, 20 Jahre

 Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Aristotle – kurz Ari – ist eher ein ruhiger Typ, der sich nicht wirklich auf andere einlässt und lieber alleine kämpft, als jemandem zu vertrauen. Nicht allein liegt das an seiner Situation zu Hause. Sein Vater ist ein Kriegsveteran, der wenig sagt und wie verloren in der Erinnerung scheint. Sein Bruder ist im Gefängnis für einen Mord. Seine Mutter versucht alles zusammenzuhalten, vermeidet es aber auch Ari alles zu sagen. Ari hat seine Angst vor Konversationen nicht umsonst.

Dante dagegen redet gerne und viel. Er ist ein Besserwisser, der einen unglaublich interessanten Blickwinkel auf das Leben hat. Ihn kümmert es nicht, dass er seine Eltern so sehr liebt, dass andere ihn „weich“ nennen. Er liebt es zu zeichnen, zu lesen und mit Ari zu reden.

Denn Ari und Dante treffen sich eines Tages, als Ari vergeblich versucht zu schwimmen. Immer öfter treffen sie sich danach im Schwimmbad, wo Dante ihm beibringt, wie man den Kopf über Wasser hält. Aus ihren Treffen wird eine wunderschöne Freundschaft – oder vielleicht sogar mehr?

Ich habe das Buch schon vor ein paar Wochen gelesen und ich kann euch sagen, ich würde es jetzt sofort noch einmal lesen!

Aristotle and Dante Discover the Secrets of the Universe ist wirklich ein richtig süßes, romantisches und philosophisches Buch, welches so viele Gedanken beinhaltet, dass man meinen könnte, man würde gerade selbst in Aris Kopf stecken. Das Ganze ist nämlich aus Aris Sicht verfasst worden, was ich unglaublich gut finde, denn Ari hat so viele interessante Gedankengänge, die es sich lohnt mitzudenken. Der Autor hat es geschafft, wirklich realistisch die Gedankenwelt eines Jugendlichen auszuarbeiten, sodass man echt das Gefühl hat, man würde jemand anders sein. Ich liebe so etwas! Vor allem, weil das Buch durch die Nähe zum Charakter so berührend und emotional wird. Es ist nicht nur spannend und interessant, sondern auch mitreißend zu erfahren, was Ari denkt und fühlt.

Ich muss sagen, auf Englisch liebe ich es noch mehr, solche Bücher zu lesen, die große Lebensfragen beantworten oder sich eben mit dem Leben auseinandersetzen. Ich liebe es, wie der Autor seine Worte benutzt, um Bilder in den Kopf der Leserschaft zu malen. Wie er es schafft, alle einzufangen und mitzunehmen.

Zudem umfasst das Buch ja auch die Liebesgeschichte von Dante und Ari, was das Ganze natürlich noch besser macht. Dadurch, dass das Buch in der Vergangenheit spielt und es in dem Umfeld der beiden wenig Repräsentanten der LGBTQIA+ Gemeinschaft gibt, macht es die Geschichte noch ergreifender. Zudem ist das Buch auch eine Repräsentation für die Leserschaft, was ich echt zu schätzen weiß!

Insgesamt ein richtig gutes Buch, in dem der Autor auf wunderschöne Weise, mit jedem Buchstaben bei der Leserschaft Gefühle hervorruft!

Sophie Heuschkel, 16 Jahre

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