Daughter of the Deep

Coverfoto Daughter of the Deep
Copyright: Puffin

von  Rick Riordan
Puffin, 2021
gebunden, 352 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN 978-0241538166
19,28 Euro

Der neue Rick Riordan im                              englischen Original

Eigentlich sollte es Anas Jahresabschlussprüfung an der Harding-Pencroft Academy werden. Ein komplettes Wochenende voller schwieriger Aufgaben und Tests, um sie auf ihr Leben als Meereswissenschaftlerin vorzubereiten. Doch nach einem tragischen Unfall sind sie und ihre Klassenkameraden plötzlich auf sich alleine gestellt: 20 Jugendliche auf einem Boot mitten im Meer. Und  damit nicht genug: Es scheint plötzlich so, als wäre der jahrelange „kalte Krieg“ zwischen ihnen und ihrer rivalisierenden Schule plötzlich zu einem richtigen Krieg mutiert. Verfolgt von ihren Feinden scheint eine geheime Basis auf einer verschollenen Insel ihre einzige Rettung zu sein. Doch die Insel birgt auch ein gefährliches Geheimnis, das eng verstrickt mit Anas Vorfahren ist.

Daughter of the Deep ist der Einstieg in Rick Riordans neue Jugendbuchreihe, die diesmal auf den Werken von Jules Verne 20.000 Meilen unter dem Meer  und Die geheimnisvolle Insel basiert. Ich muss gestehen, dass ich mich bis auf ein paar Referenzen in anderen Büchern noch nie so wirklich mit Vernes Werken auseinander gesetzt hatte. Trotzdem lässt sich die Handlung sehr gut nachvollziehen.

Zuerst zum Positiven: Die Story ist wie immer sehr gut und spannend geschrieben. Auch wenn viele Ideen etwas Zeit zum Eingewöhnen brauchen, hat Rick Riordan hier wieder ein sehr interessantes Universum erschaffen mit vielen Möglichkeiten zum Ausbau. Besonders gefallen haben mir die Charaktere. Sie sind sehr vielfältig und vielschichtig, und wie schon in früheren Büchern werden auch Minderheiten berücksichtigt. Besonders gut gefallen hat mir Esther mit ihrer ständigen Unsicherheit, die aber in den wichtigen Momenten nie zögert das Richtige zu tun.

Leider muss ich sagen, dass ich mich mit Ana als Protagonistin und Erzählerin nicht so wirklich anfreunden konnte. Sie scheint ziemlich charakterlos und einfach nur eine zweidimensionale Vorlage für den typischen Heldencharakter zu sein. Im Vergleich zu dem Charme eines Percys oder Magnus kann sie leider nicht mithalten. Auch der Humor ihres Erzählstils ist drastisch reduziert, was ich persönlich sehr schade finde, aber das kann natürlich auch nur Geschmackssache sein.

Insgesamt war Daughter of the Deep ein sehr interessanter Auftakt in die neue Rick-Riordan-Serie. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Story und die Charaktere weiterentwickeln werden.

Imke Wellesen, 20 Jahre

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