Die Nacht der Acht

Coverfoto Die Nacht der Acht
Copyright: Carlsen

von Philip Le Roy
Carlsen, 2021
Taschenbuch, 284 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN:978-3-551-58433-5
15,00 Euro

„Die Acht“, wie sich die beliebteste Clique des Kunstzweigs des Lycée de Vence nennt, wollen sich am Wochenende zum Feiern und Trinken in dem neuen Haus von Quentins Familie treffen. Das Motto des Abends: Wer sich erschreckt, muss trinken!

Die Acht bereiten sich akribisch auf den Abend vor, um den anderen so viel Angst wie möglich einzujagen, doch als dann mysteriöse Gestalten im Haus auftauchen und unerklärliche Dinge passieren, fühlen sie sich nicht mehr sicher. Was ist real und was nur ein dummer Streich? Doch plötzlich verschwinden die Jugendlichen einer nach dem anderen spurlos und den Acht wird bewusst: Aus dem Spaß ist bitterer Ernst geworden …

Da ich Horror-Geschichten liebe, hat mich das Buch direkt angesprochen und ich kann sagen, dass ich definitiv nicht enttäuscht wurde. Ich fand die Geschichte teilweise echt gruselig (was wahrscheinlich auch daran lag, dass ich das Buch ausschließlich nachts gelesen habe) und ich bin eigentlich echt abgehärtet, was Grusel/Horror betrifft, da ich Horrorfilme liebe. Ich fand die Geschichte super interessant und die Charaktere, die total unterschiedlich sind, hat man durch die vielen Dialoge gut kennengelernt. Die verschiedenen Ideen, die sich die Acht ausgedacht haben, um sich gegenseitig Angst einzujagen, sind sehr kreativ, jedoch nicht zu übertrieben, was die Geschichte realistisch macht. Zudem kann man sich dadurch schon mal Anregungen für das nächste Halloween holen ;).

Ich fände es super, wenn die Geschichte irgendwann verfilmt werden würde, da mich die Beschreibungen einzelner Verkleidungen echt interessiert haben und das Buch aus sehr vielen Dialogen und Beschreibungen besteht, die einem das Gefühl geben, Teil der Geschichte zu sein. Meiner Meinung nach hat das Buch bereits den typischen Aufbau und dieselbe Atmosphäre vieler Horrorfilme, weshalb eine Verfilmung wahrscheinlich genauso gruselig wäre.

Zudem macht das Buch einfach Spaß zu lesen. Die Charaktere sind so unterschiedlich und der Schreibstil ist super flüssig und passt perfekt zu der Situation, die beschrieben wird, sodass ich immer weiter lesen wollte.

Einzig das Ende hat mir nicht gefallen. Ich hätte es besser gefunden, hätte der Autor das Buch mit einem offenen Ende enden lassen, bei dem niemand weiß, was genau mit den Acht nach ihrem Verschwinden passiert. Das würde die Spannung und den Grusel aufrechterhalten und der Leser würde das Buch mit einem unguten Gefühl zuschlagen, was die Atmosphäre der Geschichte verstärken würde. Anstatt solch einem Ende, hat der Autor den Grusel „zerstört“, in dem es für fast alles eine logische Erklärung gibt, die meiner Meinung nach zu einfach und dadurch unrealistisch wirkt.

Jedoch würde ich „Die Nacht der Acht“ jedem empfehlen, der Horror mag und keine schwachen Nerven hat. Es macht einfach Spaß zu lesen, aber es würde auch nicht schaden, dass Ende einfach nicht zu lesen.

Mara Frohreich, 18 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

“Wenn du schuldig bist, wirst du immer irgendwann erwischt. Die Frage ist nur, wie lange es dauert.”

Wochenende heißt für “die Acht”, eine Clique Jugendlicher, feiern. Völlig abgeschieden in den Bergen können Sie die Nacht in der noblen Villa von Quentins Eltern verbringen. Und damit sich der Abend auch ganz besonders von den bisherigen hervorhebt, entscheiden die Acht, dass das Motto der Nacht “Wer erschreckt, muss trinken!” lautet. Passend dazu spielen sich die Acht auch gegenseitig die nervenaufreibendsten Streiche, bis sie schließlich an die Grenzen von Inszenierung und Realität gelangen.

Dann verschwindet auch noch einer nach dem anderen plötzlich und eines wird ihnen klar: Keiner der Acht wird dem Horror der Nacht entkommen können.

Meine Meinung: 

Ouiii… allein der Gedanke daran, lässt mich schauern, wie unglaublich das war!

Meine Emotionen beim Lesen waren ungefähr so: 😲😦😧🤔😨😱😮🤯🧐🤫😱

Philip Le Roy hat es mit einer unfassbaren Leichtigkeit geschafft, mich vollkommen an die Grenzen von Inszenierung und Realität zu drängen.

Im Klappentext heißt es: “Keiner der Acht kann dem Horror der Nacht entkommen”. – Nun, dem stimme ich absolut zu, denn selbst für den Leser gibt es kein Entkommen.

Als Leser fiebert man mit jedem schaurigen Ereignis neugierig mit, ob das nun von den Acht inszeniert worden ist, oder vom “Es”. (Mit “Es” meine ich jetzt nicht “Es” von Stephen King, sondern die unheimliche Gestalt. )…

Von Anfang an haben mir besonders die Charaktere der Acht gefallen. Sie sind so verschieden, aber zur selben Zeit doch so gleich, was einem am Anfang gar nicht klar wird.

Jeder der Acht erfüllt ein umstrittenes Klischee. Besonders Mehdis Rolle fand ich am Anfang sehr schwierig, doch dann wird klar, dass genau DAS die Intention des Autors war. Es wird wirklich viel beim genauen Lesen deutlich.

Neben der Horror-Handlung haben wir also unheimlich tolle Persönlichkeiten, die es lohnt kennenzulernen.

An einigen Stellen mag die Geschichte kurz durchsichtig scheinen, doch dann ist man wieder völlig in der Handlung gefangen, sodass man seine Überlegungen gar nicht fortführen kann. Erst am Ende des Buches ist mir eingefallen “He, warte! Da war doch was.”…

Besonders die einfachen und kurzen Sätze haben dazu geführt, dass man das Buch unglaublich schnell liest und dementsprechend noch mehr mitfiebert.

Ich habe lange nichts mehr in dem Genre gelesen. Jetzt weiß ich aber, dass ich vieles aufzuholen habe 🙂

Bengisu Bor, 16 Jahre

“Sie lachen über mich, weil ich anders bin. Ich lache über sie, weil sie alle gleich sind.”

 

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