Die große Holzwerkstatt

Coverfoto Die große Holzwerkstatt
Copyright: Gerstenberg

von Sabine Lohf
Gerstenberg, 2018
Taschenbuch, 160 Seiten
für die ganze Familie
ISBN: 978-3-8369-5615-4
20,00 Euro

Der Wald ist eine wahre Fundgrube für Holzsammler. Wo Forstarbeiter Bäume gefällt und zersägt haben, finden sich oft Holzscheiben, Borke oder Stöcke in tollen Formen. Aber nicht nur im Wald, auch am Meer oder an Flüssen lohnt es sich, auf die Suche zu gehen. Treibholz ist vom Wasser glatt gewaschen, interessant gefärbt und wunderbar leicht.

 

Holz ist ein wunderschönes, natürliches Material. Und man kann es leicht bearbeiten. Die Autorin, Sabine Lohf, hat in ihrer Holzwerkstatt 150 kreative und verrückte, aber auch nützliche Dinge gebastelt. Zum Spielen, zum Aufbewahren oder einfach als Dekoration. Schon wenn man das Buch zum ersten Mal durchblättert, bekommt man direkt Lust, das ein oder andere nachzumachen. Unser Max hat sich sofort in das Skelett eines Ichtyosaurus aus Baumrinde, Ästen, Eis-Stielen und Zahnstochern verliebt, Carlotta wollte gleich die Gitarre aus Sperrholz, Nägeln und Gummibändern basteln, auf der sie uns dann den ganzen Nachmittag etwas vorgespielt hat. Und ihre Gitarre hatte tatsächlich einen erstaunlich guten  Klang. Opa hatte sich für den aufwändigen Tischkicker aus einem Schuhkarton, Wäscheklammern, Schaschlikspießen und Holzperlen entschieden, aber nicht bedacht, wieviel Arbeit er in diese Bastelei stecken musste. Doch am Ende saß er stolz mit Enkel Max am Tisch und zählte Tore.

In diesem Buch findet man tatsächlich Ideen für die ganze Familie. Ob man Tiere und Puppen entwirft oder Musikinstrumente, Schiffe, Züge oder Flugzeuge; ob man sich selbst Gesellschafts- Spiele bastelt oder eine Ritterausrüstung, ob man ein Insektenhotel baut, einen Weihnachtsbaum oder eine Vogelscheuche, alles ist Schritt für Schritt dargestellt und in einfachen Worten erklärt. Man weiß sofort, welche Materialien man braucht und wo man sie finden kann, welche Werkzeuge man dazu benötigt und welche Techniken angewandt werden müssen. „Die große Holzwerkstatt“ weiterlesen

Ich und Nikita und der Adopteur

Coverfoto ich und Nikita udn der Adopteur
Copyright: Tulipan

von Nicola Huppertz und Iris Wolfermann
Tulipan, 2018
gebunden, 56 Seiten
ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-8642-9381-8
10,00 Euro

„Das machst du nie im Leben“, sagte Nikita.– „Mach ich wohl,“ sagte ich ohne nachzudenken.–„Wetten nicht?“—“Wetten wohl?“—„Topp“, sagte Nikita und damit fing es an.

Nikita und Valentin sind Zwillinge. Das wäre an sich nicht so schlimm, wenn Nikita nicht alles ein kleines bisschen besser und schneller könnte als sein Bruder Valentin. Und deshalb bekommt Nikita immer von allen andern Menschen mehr Aufmerksamkeit geschenkt als sein Bruder.

Dem stinkt das gewaltig, er findet es total blöd, wenn Eltern ein Kind doppelt bekommen und sich dann nur um eins richtig kümmern. Das ist ungerecht, findet Valentin. Und deshalb will er seine Familie verlassen und sich einen Adopteur suchen. Das ist ein Mensch, der selbst keine Kinder hat und sich freuen würde, wenn ein fremdes Kind bei ihm lebt. Dieses Kind könnte dann in seiner neuen Familie ein neues Zuhause finden und endlich die Beachtung, die es sich wünscht.

Was erst nur eine versponnene Idee in Valentins Kopf war, entwickelt sich schnell zu einem Plan und dann zu einer Wette. Valentin wettet mit Nikita, dass er innerhalb eines Tages einen Adopteur findet und bei diesem einzieht.

Und so packt er seinen Rucksack, malt ein großes Schild mit den Worten „ Zur Adoption freigegeben“ und stellt sich mitten auf den Marktplatz in einer Kleingartenanlage. Ein bisschen mulmig ist ihm dabei schon, aber was dann passiert, übertrifft all seine Erwartungen…. „Ich und Nikita und der Adopteur“ weiterlesen

TKKG junior- Auf frischer Tat ertappt

Coverfoto TKKG junior Band 1
Copyright: Kosmos

von Kirsten Vogel und Stefan Wolf
Kosmos , 2018
gebunden, 124 Seiten
ab 8 Jahren
ISBN978-3-4401-6017-6
8,99 Euro

„Oskar hat einen Ring gefunden!“, rief Gaby plötzlich. Sie hob einen goldenen Ring auf. Der eingefasste Diamant glitzerte in der Sonne. „Wow, das ist ja mal ein Klunker. Meint ihr, den haben die Diebe hier verloren?“

TKKG ist die Abkürzung für Tim, Karl, Klößchen und Gaby. Die Vier sind Freunde und haben zusammen mit Hund Oskar einen Detektivclub gegründet. Immer, wenn sie in der Nachbarschaft etwas hören, was nicht mit rechten Dingen zugehen kann, schalten sie sich ein um zu helfen. Auch jetzt sind die Freunde wieder ganz aufgeregt. Denn die Einbrüche im Villenviertel häufen sich. Aber die Polizei tappt völlig im Dunkeln.

Als Hund Oskar im Garten einen goldenen Ring ausbuddelt, scheinen TKKG eine erste viel versprechende Spur zu haben. Doch der Fall ist viel verzwickter als gedacht. Da beschließen die Vier, den Dieben eine Falle zu stellen und sie in Klößchens Villa zu locken. Ob das gut geht?

Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen und man kann TKKG mit seinen Gedanken gut folgen. Denn sie sind wirklich ganz normale Kinder, die Lust haben Detektiv zu spielen. Sie sind mutig und erfindungsreich und halten wie Pech und Schwefel zusammen. Aber sie wissen auch ganz genau, wann sie Hilfe von Erwachsenen brauchen.

Das finde ich das Schöne an diesem Buch, dass diese Geschichte sehr realitätsnah ist und Kindern wirklich so passieren könnte. Und so kann man mitfiebern und sich freuen, wenn der Fall abgeschlossen ist.

Eine aufregende Kriminalgeschichte mit vielen Bildern, die sich gut und schnell durchlesen lässt.

Monika H.

Karlas ziemlich fabelhafter Glücksplan

Coverfoto Karlas ziemlich fabelhafter Glücksplan
Copyright: Beltz& Gelberg

von Alexandra Maxeiner
Gulliver, 2019
gebunden, 224 Seiten
ab 9 Jahren
ISBN 978-3-4070-2753-5
12,95 Euro

Es geht los mit der blöden Katze. Aus Plastik. Eigentlich mag ich Katzen, echte und auch manchmal unechte. Aber die Plastikkatze im Garten von Herrn Heck ist wirklich gruselig. Sie hat ein Grinsen, als wäre sie verrückt. Ich weiß genau, wovon ich spreche. Schließlich laufe ich jeden Tag am Gartenzaun von Herrn Heck vorbei.

Karla ist neun, sie liebt es auf ihrem Cruiserboard durch die Gegend zu fahren und sie hat viele verrückte Ideen. Kurz, sie ist ein Mädchen, mit dem man Pferde stehlen kann. Findet zumindest Nino, Karlas beste Freundin. Und weil Karla immer einen Plan hat, nennt Nino sie bewundernd „Ohkarla“. Aber das ist nur einer von sieben verschiedenen Namen. Karlas Mutter zum Beispiel  nennt ihre Tochter seufzend „Achkarla“, der Opa sagt immer „Karlakind“ zu ihr, Jonas, ihr großer Bruder, ruft „Heykarla“, für ihren verstorbenen Vater war sie „Karla Karlotti“ und ihre Lehrerin schimpft sie „Karla-jetzt-nicht!“

Karlas Leben ist nicht so einfach. Ihr Vater ist gestorben als sie drei war und sie kann sich fast gar nicht mehr an ihn erinnern. Aber sie hat immer noch „Herrn Leopold“, ihren Kuschelhasen, den hat ihr Papa ihr zur Geburt geschenkt. Und seitdem entdeckt Karla immer mal wieder ganz unverhofft einen „besonderen Hasen“, zum Beispiel in Form einer Wolke. Dann glaubt sie, dass ihr Papa grade vom Himmel auf sie runterschaut und an sie denkt.

Karlas Mama ist allein erziehend und allein verdienend, das heißt, sie hat einen langweiligen Job bei einem schrecklichen Chef, der sie furchtbar schikaniert. Deshalb sind Jonas und Karla öfter allein zuhause und deshalb bekommt Karlas Mutter auch nicht mit, dass Jonas in seiner Klasse ziemlich gemobbt wird.

Kurz vor dem  großen Schulabschlusskonzert, bekommt er von seinen Peinigern, dem Miesen-fiesen-Finn und dessen Freunden, eine Warnung. Sie wollen ihn vor der ganzen Schule so lächerlich machen, dass er nie wieder dort auftauchen kann. Das will Karla nicht hinnehmen. Sie glaubt nämlich, dass sie ein bisschen zaubern kann, –wenn sie es vorher schafft, einen magischen Moment heraufzubeschwören. Das klingt nicht nur kompliziert, das ist auch kompliziert. Aber Karla und Nino glauben fest an Karlas fabelhaften Glücksplan…. „Karlas ziemlich fabelhafter Glücksplan“ weiterlesen

Caldera – Die Wächter des Dschungels

Coverfoto Caldera
Copyright: Thienemann

von Eliot Schrefer
aus dem Amerikanischen von Ulrike Köbele
Thienemann Planet!, 2018
gebunden, 371 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN 978-3-522-50606-9
14,99 Euro

In Caldera war es immer so:
Geschöpfe der Sonne
Geschöpfe des Mondes
Getrennt durch die Schleier von
Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.“

Das Panthermädchen Mali gehört, wie die anderen Panther, zu den Nachtwandlern. Nachtwandler leben in der Nacht und schlafen am Tag. Tagträumen ist bei ihnen verboten, das heißt, dass sie kurz vor Sonnenaufgang und bis Sonnenuntergang nicht wach sein dürfen. Wenn sie sich nicht daran halten, werden sie verstoßen. Doch eines Morgens kann Mali nicht einschlafen. Sie geht aus dem Bau, den sie sich mit ihrer Tante, ihren Cousinen und Cousins sowie ihrer Schwester teilt. Dort trifft sie auf Auriel, eine Würgeschlange, der genau wie sie wach ist, obwohl er auch ein Nachtwandler ist. Auriel hilft ihr, den Adler zu bekämpfen, der Malis Schwester Chumba verschleppen will. Am nächsten Morgen wird Chumba verdächtigt, ein Tagträumer zu sein, da sie Spuren der Adlerkrallen trägt. Ihr droht die Verbannung. Mali kann das nicht zulassen. Ihre Schwester durch ihre Schuld verbannt? Sie gibt es zu und muss gehen…

Sie wendet sich an Auriel, der genau wie sie ein Schattenwandler ist, geboren bei einer Sonnenfinsternis und mit besonderen Kräften bestückt. Die Schattenwandler haben eine Aufgabe: Die finstere Ameisenkönigin will Caldera an sich reißen. Vor zig Jahren wurde sie eingesperrt, doch nun droht sie auszubrechen. Nur die Schattenwandler können das verhindern! Da Mali eine von ihnen ist, macht sie sich auf in das Herz Calderas. Zusammen mit dem Pfeilgiftfrosch Rumi, der Fledermaus Lima und dem Kapuzineräffchen Gogi…

 Ein cooles Buch für Kinder ab 10 Jahren: Das Cover ist wunderschön und magisch. Es zeigt den Regenwald, eine Maya-Pyramide und die Freunde im Vordergrund.

Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen und mir hat die Idee der Geschichte sehr gut gefallen. Wie schon gesagt, ist das Buch ab 10 Jahren und hat daher eine größere Schrift.

Die Charaktere sind gut beschrieben. Bei einigen sind ihre nächsten Taten nicht vorhersehbar. Am liebsten mag ich Mali, weil sie so mutig ist und alles für ihre Freunde und Familie tun würde. Aber auch der lustige Gogi gefällt mir. Manchmal ist er mir aber ein bisschen zu albern.

Die Geschichte ist spannend gestaltet und hat etwas Magisches an sich. Es ist auch sehr informativ, da man etwas über die Tiere im Regenwald erfährt. Insgesamt ein tolles Kinderbuch!

Sophie Heuschkel, 13 Jahre

 

Die Sockenfresser

Coverfoto Die Sockenfresser
Copyright: Fischerverlage

von Pavel Šrut
aus dem Tschechischen von Alexander Kratochvil und Andreas Tretner
Fischer, 2018
gebunden, 300 Seiten
ab 8 Jahren
ISBN 978-3-737-34116-5
14,99 Euro

„Kicher! Kicher! Um den Socken schlich er!“ so neckten ihn die grässlichen Cousins, da war er noch ganz klein. Was gar nicht so lange her war. Oder doch? Schwer zu sagen. Mal dehnt sich bei den Sockenfressern die Zeit, mal schnurrt sie zusammen wie- wie eine Socke.

Habt ihr euch auch schon mal gefragt, was mit all den Socken passiert, die auf geheimnisvolle Art und Weise aus eurem Schrank verschwinden? Sicher ist, man hatte irgendwann mal zwei pro Paar, aber nur kurze Zeit später hat sich eine verkrümelt. Ist nicht unterm Bett, nicht im Papierkorb und schon gar nicht im Schrank oder im Wäschekorb zu finden. Auch die Waschmaschine gibt trotz genauestem Durchsuchen nichts her, es bleibt ein Rätsel.

Doch dieses Rätsel ist nun gelüftet. Die Sockenfresser sind Schuld.!!! (Fast) unsichtbare kleine Wesen, deren Leben nur einen Zweck hat: Sockenpaare zu trennen! Sie fressen immer nur eine Socke, die zweite lassen sie freundlicherweise bei ihrem Besitzer zurück. Der nun die Wahl hat: Einen kalten Fuß zu haben oder zwei verschiedene Socken an den Füßen.

Herr Lorbeer hat sich entschieden, er trägt immer zwei verschiedene Socken. Deshalb ist er auch nicht verheiratet, denn die Frauen mögen es nicht, wenn einer zwei verschiedene Socken trägt. Kicher und seinem Großvater ist das allerdings egal, sie leben „als Gäste“ bei Herrn Lorbeer und fressen sich munter durch seine Sockenpaare. Davon bekommt Herr Lorbeer allerdings nichts mit. Bis zu dem Tag, an dem er Kicher aus einer Mausefalle befreien muss.

Für die Mausefalle sind Kichers nichtsnutzige Cousins verantwortlich, Tulamor und Ramses. Sie ärgern Kicher, wo sie nur können, und der weiß sich nicht zu wehren. Er kann nicht mal seine Eltern um Hilfe bitten, denn die sind in Afrika. Seit sie gehört haben, dass die Menschen dort größtenteils barfuß herumlaufen und die afrikanischen Sockenfresser deshalb am Hungertuch nagen, bringen sie regelmäßig Säcke voller Socken per Lastwagen nach Afrika. So muss Kicher allein zurechtkommen. Was allerdings nicht so einfach ist, denn der große Sockenfresser-Forscher, Professor Krausekopf, will mit aller Macht auf sein Geheimnis kommen und verfolgt ihn….    „Die Sockenfresser“ weiterlesen

Die Schwarze Sieben legt los

Coverfoto Die Schwarze Sieben legt los
Copyright: Knesebeck

von Enid Blyton
Knesebeck, 2018
gebunden, 112 Seiten
ab 9 Jahren
ISBN978-3-95728-101-2
12,00  Euro

Zitternd richtete Jack sich auf. Was um alles in der Welt hatten diese Männer mitten in der Nacht in Eis und Schnee vor einem alten, leeren Haus zu suchen? Sollte er versuchen, das herauszufinden?

 

Peter und seine Schwester Janet haben zusammen mit ihren Freunden Jack, Colin, George, Pam und Barbara einen Geheimclub gegründet: „Die Schwarze Sieben“. Die Mitglieder treffen sich in einem alten Schuppen, und nur wer das geheime Losungswort weiß, darf reinkommen. Die „Schwarze Sieben“ hat eben strenge Regeln und Peter, ihr Anführer, achtet sehr darauf, dass sie eingehalten werden. Selbst Sam, sein Cockerspaniel, der die Kinder auf Schritt und Tritt begleitet, muss sich daran halten.

Als Jack eines Nachts auf einer einsamen, stockdunklen Sackgasse einem merkwürdigen Transporter begegnet, aus dessen Innern dumpfes Klopfen und schrille Schreie dringen, ist er alarmiert. Wird da etwa jemand gefangen gehalten und braucht dringend Hilfe? Aber was kann er tun, außer abzuwarten und zu beobachten?

Am nächsten Tag erzählt er seinen Freunden von diesem unheimlichen Erlebnis. Die Schwarze Sieben ist sofort Feuer und Flamme und beschließt, sich dieses Falls anzunehmen. Dabei geraten die Kinder selbst in höchste Gefahr.… Wie gut, dass ein schwerhöriger Hausmeister und eine Menge Schneemänner ihnen in die Karten spielen… „Die Schwarze Sieben legt los“ weiterlesen

Mama sagt, dass selbst die Vögel nicht mehr singen

Coverfoto Mama sagt, dass selbst die Vögel nicht mehr singen
Copyright: randomhouse

von Myriam Rawick
aus dem Französischen von Pauline Kurbasik
Blessing, 2018
gebunden, 176 Seiten
all age
ISBN 978-3-89667-622-1
15,00 Euro

Vor den Ereignissen bin ich in diesem Paradies aus Farben, Düften und Aromen aufgewachsen.
Vor den Ereignissen habe ich mich in Aleppos Sonne gebräunt, Aleppos Wasser getrunken und mich mit Alepposeife gewaschen.“

Und dann passiert es. In Aleppo brechen Unruhen aus und Myriam ist sieben Jahre alt, sodass sie das zunächst gar nicht versteht. Wieso entsteht dieser Terror und diese Angst in ihrer Stadt? Wieso müssen so viele Menschen von einem Viertel zum nächsten fliehen?

Sie hält alle Ereignisse ab dem Jahr 2011 bis zum Jahr 2017 fest und man erlebt mit, wie der IS (Islamische Staat) alles auseinanderreißt.

„Ich war glücklich, frei. Und ich konnte mir nicht vorstellen, dass das Leben einmal anders sein könnte.“

Dieses Buch ist wirklich… unfassbar. Während man die ersten paar Seiten liest, denkt man sich noch: Joa, das könnte ein gutes Buch sein. Am Ende sitzt man da und ist nur noch beeindruckt von Myriam und allen, die diese Situation durchstehen mussten.

Myriam beschreibt nicht so ausführlich, was passiert, aber man kann es sich trotzdem bildlich vorstellen, wie die Terroristen die Stadt einnehmen wollen. Wie alles zerbombt wird und Myriams Familie alles verliert.

Ich kann das Buch jedem empfehlen. Es ist wirklich interessant, wie Myriam den Kriegs-Verlauf beschreibt und vor allem ihr Nachwort hat mich sprachlos gemacht.

Sarah Schröder, 19 Jahre

Drei Steine für Betty

Coverfoto Drei Steine für Betty
Copyright: Jacoby & Stuart

von Bettina Kupfer
Jacoby & Stuart, 2018
ab 12 Jahren
gebunden, 220 Seiten
ISBN: 978-3-946-59364-5
15,00 Euro

„Aber wenn ich ganz ehrlich bin – am Ende ist Oma Minnies „Geschichte“ dann doch an mir hängengeblieben. Ich hätte nie gedacht, dass diese „Geschichte“ einmal so wichtig für mich werden könnte und dass ich verstehen würde, warum Oma nie nach Deutschland wollte, nach Frankfurt zu uns, obwohl wir doch ihre einzige Familie sind.“

1940 befindet sich Minnie, Amits Großmutter, als 13-Jährige auf der Flucht vor den Nazis. Währenddessen schreibt sie ein Tagebuch und hält alles fest.

2017 bekommt Amit dieses Tagebuch geschenkt, damit sie verstehen kann, wieso ihre Großmutter nicht zu ihrer Bat Mizwa nach Deutschland kommen kann.

Während Amit das Tagebuch liest, macht sie sich auf die Suche nach ihrer Großtante Betty, die damals von Minnie getrennt wurde. Minnie und Betty haben danach nie wieder zueinander gefunden. Betty wurde von vielen für tot erklärt, doch Amit möchte das nicht glauben… „Drei Steine für Betty“ weiterlesen

Aqua-Im Zeichen des Meeres

Coverfoto Aqua -im Zeichen des Meeres
Copyright: Piper

Mondvogel-Saga Band 2
von Anne Buchberger
Piper, 2018
gebunden, 490 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN 978-3-492-70471-7
14,00 Euro

„Bereit machen zur Landung!“ Mühelos übertönte Lars‘ Stimme das gleichmäßige Brausen der silbernen Schwingen. In den letzten Tagen hatte Analina ihn als guten Drachenreiter kennengelernt und auch jetzt zeigte er keine Unsicherheit, als er die Höhenleine straffte, die Beine in die Halskuhlen des Tieres drückte und zu einer weiteren Schleife ansetzte.“

Prinzessin Analina von Funkelstein und ihre Freundin Isla beginnen ihr erstes Jahr an der Akademie des Meeres. Dort teilen die beiden sich mit Penny ein Zimmer und die drei erwartet ein hartes Programm, das sie an ihre Grenzen bringt. Analina hat das Gefühl, dass gerade sie sehr streng von den Lehrern dran genommen wird, weil ihre Mutter Lynda, die Königin von Funkelstein, früher immer sehr gute Leistungen in der Schule vollbracht hat. Analina gibt ihr Bestes um sie zu übertrumpfen.

Während sie versucht ihren Schulalltag zu überstehen, wird sie auch noch als Teamkapitän der Unterstufenmannschaft für ein magisches Turnier auserwählt. Doch als die Jüngsten haben sie fast gar keine Chance das Turnier zu gewinnen. Können sie es trotzdem schaffen? Und was ist mit Lyndas böser Schwester Gwenda, die über das Land herrschen möchte? „Aqua-Im Zeichen des Meeres“ weiterlesen