alphabet akrobaten

Coverfoto Alphabetakrobaten
Copyright: Kleine Gestalten

von Patrick & Traci Concepción
Kleine Gestalten, 2018
gebunden, 64 Seiten
ab 6 Jahren
ISBN 978-3-89955-743-5
14,90 Euro

Als das Buch heute in der Post lag, hat sich unser 6jähriger Max sofort draufgestürzt. Er fing an zu blättern und zu kichern und dann wollte er das Buch unbedingt vorgelesen bekommen.

Also fing ich an: Attila, der Astronaut, amüsiert sich im All ausgezeichnet mit einem anmutig aufsteigenden Apfel….

Max schaute sich die Seite genau an und sagte: „Das kenn ich, das ist ein A.“ So blätterten wir durchs ganze Alphabet. Immer wieder erkannte Max einen Buchstaben und wollte den Text dazu hören. Das meiste hat er verstanden, einiges auch nicht. Aber das machte ihm nichts, denn dann haben wir die fremden Wörter einfach zusammen geklärt. Und auch die Buchstaben, die er noch nicht kannte, versuchte er sich anhand der witzigen Bilder zu merken.

Überhaupt die Bilder: Dawid Ryski hat sie gezeichnet und sie sind bunt, fröhlich, originell, modern und sehr eigenwillig. Aber sie passen immer hundertprozentig zum Text und sie haben etwas ganz Eigenes und Besonderes. Sie machen neugierig oder stellen eine verrückte Situation dar, und sie bringen einen zum Lachen und Staunen. Auf jedem Bild entdeckt man viele hübsche Kleinigkeiten, die man sich gern immer wieder anschaut, wie zum Beispiel Karl, das kickboxende Känguru in Kniestrümpfen oder den engagierten Eskimo namens Eduard, der mit einem Elefanten auf Ebenholzski eine einmalige Expedition im ewigen Eis erlebt.

Dieses Buch ist eine tolle Idee zum Schulanfang, hier macht das Buchstabenlernen großen Spaß und man kann entdecken, wieviel Freude das Spielen mit Wörtern bringt. Auf jeder Doppelseite ist ein Buchstabe in Groß-und Kleinschreibung abgebildet, dazu gibt es einen frechen Spruch und ein farbenprächtiges, fantasievolles Bild. Am Ende gibt es ein umfangreiches Glossar, das in alphabetischer Reihenfolge unbekannte oder schwierige Wörter erklärt, z.B. „Gingko“—ein Baum aus China, der heute weltweit wächst.

Ich finde, das Buch ist eine Fundgrube für kreative Kinder, aber auch für jeden Erwachsenen, der sich über gelungene Wortspiele und tolle Illustrationen freut.

Kurz gesagt: Die „Alphabetakrobaten“ sind ein „absolut anspruchsvolles außergewöhnliches Alphabetabenteuer“.

Monika H.

 

 

Ein Hund zu Weihnachten ( kein Weihnachtsbuch!)

Coverfoto Ein Hund zu Weihnachten
Copyright: randomhouse

von Greg Kincaid
aus dem Amerikanischen Englisch von Gabriele Zigldrum
cbj, 2009
Taschenbuch, 187 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN 978-3-570-22361-1
6,99 €

„Ich blicke inzwischen eher zurück als in die Zukunft, lasse die Jahre vor meinem inneren Auge vorüberziehen und verweile bei den wichtigen Ereignissen in meinem Leben.  Vielleicht bin ich eine Ausnahme, aber mal abgesehen von gelegentlicher Traurigkeit, wie sie jeder von uns kennt, kann ich nicht über irgendwelche größeren Enttäuschungen klagen.“

Der zwanzigjährige Todd McCray lebte bei seinen Eltern auf der Farm, aufgrund seiner leichten Behinderung. Kurz vor Weihnachten startet das örtliche Tierheim eine Aktion, bei der man einen Hund über die Weihnachtstage adoptieren kann. Todd ist begeistert und muss seine Eltern lange überreden, weil sein Vater schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht hat. Schließlich erlauben sie es, damit er lernt erwachsen zu werden  und sie adoptieren einen schwarzen Labrador- Mischling, den Todd, passend zu Weihnachten, „Christmas“ tauft. Todd möchte, dass alle Hunde im Tierheim ein schönes Weihnachtsfest erleben und kümmert sich darum, dass alle Leute im Dorf, sowie seine Geschwister, die nicht mehr zuhause wohnen, einen Hund zu sich nehmen. Außerdem würde er „Christmas“ wahnsinnig gerne für immer behalten, doch kann er seinen Vater überzeugen? Und finden die anderen Hunde ein neues Zuhause? „Ein Hund zu Weihnachten ( kein Weihnachtsbuch!)“ weiterlesen

Eden Park – Der neunte Würfel

Coverfoto Eden Park 1
Copyright: Sauerländer

von Tobias Elsäßer
Sauerländer, 2018
Hardcover, 268 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN: 978-3-7373-5462-2
14,99 Euro

Vincent ist eigentlich ein ganz normaler Junge, der gemeinsam mit seinem Onkel Cornelius Kreuzworträtsel löst. Jedoch hat Vincent eine Bildschirmallergie. Ihm wird schwindelig, wenn er zu lange in einen Bildschirm schaut. Dieses wird zu einem echten Problem, als er mit seiner Familie nach Eden Park ziehen muss, der modernsten Stadt der Welt. Dort sind an jeder Ecke Bildschirme.

Als Vincent auch noch von einem mysteriösen Briefträger ein Paket mit neun Würfeln bekommt, kann er sich noch nicht vorstellen, dass er mit dessen Inhalt die Welt retten muss. Dabei wird ihm seine Bildschirmallergie noch von Nutzen sein.

Mit Vincent konnte ich sofort mitfühlen. Er leidet sehr unter seiner Bildschirmallergie und fühlt sich ausgeschlossen. Ebenfalls bekam man auch einen guten Einblick auf seine Alltagsprobleme, wie zum Beispiel in der Schule. Als er nun die Welt retten soll, hält er dieses für einen guten Scherz seines Onkels. Dadurch ist mir Vincent sehr sympathisch, da er nicht wie jeder andere Held ist. Vincents Freunde sind ebenfalls toll beschrieben und sind nicht klischeehaft.

Mir hat der Schreibstil sehr gut gefallen. Es ist sehr lustig, wie Vincent und seine Freunde versuchen die Welt zu retten. Da das Buch in der Zukunft spielt, gibt es ab und zu Fußnoten, die Begriffe erklären. Diese sind sehr witzig zu lesen und man bekommt Hintergrundwissen über Vincents Welt.

Am Anfang hat es etwas gedauert bis man in das Geschehen hineingekommen ist, doch nach den ersten Seiten war das Buch spannend und fesselt einen bis zum Ende, da man unbedingt herausfinden möchte, wozu Vincent die Würfel hat– und was seine Bildschirmallergie damit zu tun hat. Mich hat das Buch sehr überrascht, da es am Ende in eine ganz anderer Richtung umgeschwenkt ist, die ich so gar nicht kommen gesehen habe. Jedoch hat dies das Buch noch interessanter und spannender gemacht.

Ich würde dieses Buch hauptsächlich Kindern ab zehn Jahren empfehlen, die sich für Abenteuer in der Zukunft interessieren und Geschichten, die etwas komplexer sind, als man es am Anfang erwartet hätte.

Dieses Buch ist der erste Band einer zweiteiligen Reihe.

Mona Perbix, 18 Jahre

Victoria Street No. 17- Das Geheimnis der Schildkröte

Coverfoto Victoria Street No.17
Copyright: Fischerverlage

von Janet Foxley
KJB, 2016
gebunden, 246 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN987-3-7373-4022-9
12,99 Euro

Bis Olford waren es 27 Kilometer. Da konnte er sich die Zeitungsartikel in aller Ruhe nochmal ansehen. Behutsam nahm er einen Umschlag aus dem Rucksack und holte ein paar vergilbte Zeitungsausschnitte heraus. Vom vielen Anschauen waren sie ganz dünn und mürbe geworden.

 Vor 7 Jahren ist Tom´s Mutter spurlos verschwunden, seitdem lebt Tom allein mit seinem Vater. Zu seinem 11. Geburtstag liegt ein Päckchen vor Toms Tür, darin ist ein federleichter Kapuzenpullover. Am gleichen Tag findet er zufällig eine Schachtel mit vergilbten Zeitungsausschnitten über das Verschwinden seiner Mutter und eine Adresse in Olford, der Nachbarstadt. Dort soll, in der Victoria Street Nummer 17, die Familie seiner Mutter gelebt haben. Er macht sich heimlich auf den Weg  und trifft auf seine unbekannte Großmutter. Sie ist eine Zauberin und hat magische Kräfte, genau wie seine Mutter. Und sie verrät Tom, dass auch er einen kleinen Anteil der Familienmagie in sich trägt. Doch damit kann Tom gar nicht umgehen. Er will nur seine Mutter finden und hofft, seine Großmutter kann ihm dabei helfen. Die kocht ihm erst mal einen Extrawach-Tee, der seine Erinnerungskräfte schärfen soll, denn angeblich war Tom, an dem Tag, als seine Mutter verschwand, mit ihr zusammen. Tom erinnert sich plötzlich, dass er über eine Schildkröte im Garten stolperte….

Seine Großmutter schließt daraus, dass seine Mutter wohl mit Zauberkräften experimentiert und sich aus Versehen in eine Schildkröte verwandelt hat. Sie suchen also keine Frau, sondern eine Schildkröte. Aber bringt dieser Gedanke sie weiter? Und was haben die fliegenden Teppiche, die vier roten Zauberbücher, seine eifersüchtige Cousine Rike, Igel, Ratten und Tierheime mit dieser Sache zu tun? Tom ist super angespannt, zumal er einen Wettlauf mit der Zeit gewinnen muss. Denn es bleiben ihm nur noch sieben Tage Zeit, sonst ist der Zauber nicht mehr rückgängig zu machen…. „Victoria Street No. 17- Das Geheimnis der Schildkröte“ weiterlesen

Albie Bright: Ein Universum ist nicht genug

Coverfoto Albie bright Ein Universum ist nicht genug
Copyright: Thienemann

von Christopher Edge
aus dem Englischen von Wieland Freund und Andrea Wandel
Thienemann, 2018
gebunden, 168 Seiten
ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-522-18487-8
12,99 Euro

Die Quantenphysik besagt, dass ein Teilchen, so lange wir nicht hinsehen, zur selben Zeit in unterschiedlichen Zuständen an unterschiedlichen Orten sein kann. Wenn man jedoch hinsieht, wird eine Entscheidung getroffen und das Universum spaltet sich, wodurch ein Paralleluniversum entsteht, in dem genau das Gegenteil passiert.

Albies Mutter ist an Krebs gestorben. Als sein Vater ihm von der Quantenphysik erzählt, beschließt Albie ein Paralleluniversum zu finden, in dem der Krebs nicht ausgebrochen ist und seine Mutter folglich noch lebt. Mit einem Umzugskarton, einem Messgerät für Radioaktivität und einer Banane entwickelt Albie die Quanten-Bananen-Theorie ganz im Sinne des berühmten Experiments „Schrödingers Katze“, um zwischen den verschiedenen Universen hin und her zu reisen. Eine spannende Suche quer durch verschiedenste Paralleluniversen beginnt. Jede Welt ist in einem entscheidenden Punkt anders, aber wird es Albie gelingen, die richtige zu finden? Wird er seine Mutter finden? Und was passiert mit denen, die er zurückgelassen hat? „Albie Bright: Ein Universum ist nicht genug“ weiterlesen

Agalstra

Coverfoto Agalstra
Copyright: Coppenrath

von Anna Herzog
Coppenrath, 2018
gebunden, 282 Seiten
ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-649-62451-6
16 Euro

„ Das Porträt unterschied sich in nichts von den anderen. Etwas aber hielt Merles Blick gefangen – und das waren die Augen der jungen Frau. Sie lebten. Merle wandte sich noch einmal um und erschrak. Sie sah ihr nach! Die Frau auf dem Bild sah ihr nach!“

Merles kleiner Bruder Felix gewinnt die Teilnahme an einem Theaterworkshop und Merle muss mit, um auf ihn auf zu passen. Eigentlich spielt sie ja lieber Fußball als Theater, aber der Workshop findet in der alten Grafenburg im Heimatdorf ihrer Mutter statt, von der diese früher immer erzählt hat. Die Burg ist wunderschön eingerichtet, mit Wandverzierungen und Gemälden, unter anderem auch dem einer Frau mit ungewöhnlich lebendigen Augen. Was hat es mit diesem Gemälde nur auf sich? Auch der Graf der Burg ist irgendwie gruselig und jagt Merle vom ersten Moment an Angst ein. Außerdem gibt es Legenden von einer Hexe, die im Wald haust. Als Merle und ihre Freunde dann im Wald alte Kostüme finden und sie anprobieren, verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Theater und sie werden praktisch in ein Stück hinein gesogen. Wie ist es möglich, dass die Kostüme solchen Einfluss auf sie haben? Was hat es mit der Legende um die Hexe auf sich und stehen die Kostüme und das Theater am Ende vielleicht mit dem Bild der Frau in Verbindung? Irgendwas ist komisch an dieser Burg und Merle ist wild entschlossen heraus zu finden, was. „Agalstra“ weiterlesen

Nur mal schnell das Faultier wecken

Coverfoto Nur mal schnell das Faultier wecken
Copyright: dtv

von Knut Krüger
dtv, 2018
gebunden, 192 Seiten
ab 9 Jahren
ISBN978-3-423-76210-6
12,95 Euro

„Irgendwas raschelt im Baum, der vor dem Fenster steht. Die grünen Blätter geraten in Bewegung. Im nächsten Moment schwingt sich ein affenähnliches Wesen zu uns in die Küche. Es fährt in Seelenruhe seinen langen Arm aus, hält sich an einer Ecke des Hängeschranks fest und baumelt ein paar Sekunden später an der Lampe über unseren Köpfen.“

Mitten im Scrabblespiel werden Finn und seine Freunde Zoe und Henry abrupt gestört. Fasziniert  beobachten sie, wie ein pelziges Wesen in ihrer Küche zuerst die Lampe aus der Decke reißt, dann ins Scrabblespiel plumpst,  auf der heißen Herdplatte landet und sich die Füße verbrennt, um sie dann geistesgegenwärtig im Abwaschwasser der Spüle abzukühlen.

Das Wesen ist ein Dreizehen-Faultier, heißt FRED und kann wunderbar gellend pfeifen. Außerdem fängt es an, den Kindern Wörter nachzusprechen wie „Pause“, „Papperlapapp“, „danke Schatz“ oder „hundertprozentig“. Fred schläft gern an der Vorhangstange in Finns Zimmer, er liebt Schoko-Pops und lässt sich am liebsten auf Finns Hüfte nieder, von wo aus er sich dann durch die Gegend tragen lässt. Sein besonderer Freund aber ist Norbert, das aus Kreta stammende Zwergmammut von Henry. Auf Norbert lässt es sich nämlich wunderbar reiten und die zwei Tiere verstehen sich auf Anhieb.

Alles könnte so schön sein, wenn nicht plötzlich ein aufdringlicher Mann mit schwarzen Turnschuhen  aus dem Gebüsch gesprungen wäre, der Fred einfach mitnehmen will. Er behauptet, sein Besitzer zu sein und ihn zu Forschungszwecken aus Costa Rica mitgebracht zu haben.

Doch Fred zeigt Dr. Stockmann, dem Faultierforscher, die kalte Schulter, er will nicht zurück in seinen Käfig in  der Forschungsstation, er möchte lieber bei Finn bleiben. Aber das lässt Dr. Stockmann sich nicht bieten.

Können die Kinder Fred aus der Forschungsstation befreien? Und werden sie ein neues Zuhause für Fred finden? „Nur mal schnell das Faultier wecken“ weiterlesen

Kannawoniwasein! – Manchmal muss man einfach verduften

Coverfoto Kannawoniwasein!
Copyright: Carlsen

von Martin Muser
Carlsen, 2018
gebunden, 172 Seiten
ab 11 Jahren
ISBN 978-3-551-55275-1
12,00 Euro

„Bist du´n Krimineller?“—„Nee.“—„Warum sitzt du dann im Polizeiauto?“—Finn winkt ab. „Verstehst du eh nicht.“ –„Wohl“, sagt das Mädchen. “Sie haben dich beim Klauen erwischt.“

Finn fährt zum ersten Mal allein mit dem Zug und hat sofort einen sonderbaren Mitreisenden an den Hacken.“Hackmack“ verwickelt Finn in ein Gespräch und zeigt ihm einen Kartentrick. Dabei beklaut er den Jungen und lässt dessen Rucksack mitgehen, samt Fahrkarte, Geld und Handy.

Als der Schaffner kommt und Finn ohne Fahrkarte vorfindet, wirft er ihn aus dem Zug und übergibt ihn der Polizei. Und damit beginnt eine Kette von Verwicklungen. Das Polizeiauto wird in einen Unfall verwickelt, Finn kann vor seinen Bewachern, zwei dusseligen Polizisten, fliehen und lernt die verrückte Jola kennen. Zusammen versuchen die beiden nach Berlin zu kommen. Sie kapern einen alten Traktor, den sie kurzschließen und kurz darauf in einen Graben fahren. Sie bekommen Hilfe von einem nackten dänischen Ehepaar, treffen unverhofft auf eine wilde Rockerbande und stehen plötzlich wieder vor Hackmack, der immer noch Finns geklauten Rucksack bei sich trägt.

Können Finn und Jola den Dieb überlisten und ihm den Rucksack wieder abjagen? Und kommen sie doch noch irgendwie auf eigene Faust nach Berlin zu ihren Eltern? „Kannawoniwasein! – Manchmal muss man einfach verduften“ weiterlesen

Das fliegende Klassenzimmer

Coverfoto das fliegende Klassenzimmer
Copyright: Dressler

von Erich Kästner
Dressler, 1935/ Neuauflage 2012
gebunden, 175 Seiten
ab 11 Jahren
ISBN: 978-3-7915-3015-4
12,99 Euro

„Wie kann ein erwachsener Mensch seine Jugend so vollkommen vergessen, dass er eines Tages überhaupt nicht mehr weiß, wie traurig und unglücklich Kinder zuweilen sein können?“

Schon seit Generationen herrscht eine Feindschaft zwischen den Schulklassen des Kirchberger Internats und der örtlichen Realschule. Kurz vor Weihnachten eskalieren die Probleme dann und die Jungen des Internats geraten in Konflikt mit ihrem Lehrer Doktor Bökh. Ein Kampf um Vertrauen und Ansehen beginnt, in dem auch eine alte Freundschaft eine Rolle spielt.

Erich Kästner hat mich wirklich durch meine ganze Kindheit begleitet. In der Schule haben wir „Emil und die Detektive“ gelesen, meine Mutter hat mir früher immer „Das doppelte Lottchen“ vorgelesen und die Verfilmung von „Das fliegende Klassenzimmer“ war einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Wenn man einmal ein Kästner Buch gelesen hat, weiß man auch warum: Seine Bücher sind zeitlos. Man mag zwar besonders an der Sprache merken, dass „Das fliegende Klassenzimmer“  jetzt schon immerhin über 80 Jahre auf dem Buckel hat, doch seine Geschichten faszinieren noch immer. Vor allem, da sie keine außergewöhnlichen Ereignisse oder sagenumwobene Helden darstellen, sondern sich lediglich auf „normale“ Menschen konzentrieren. Seine Protagonisten sind einzigartig und vielseitig, aber trotzdem nicht besonders. Es geht meist um Freundschaft und Vertrauen und um die Probleme im Alltag. So gelingt es Kästner auf einzigartige Weise das normale Leben zu einem Abenteuer zu machen. „Das fliegende Klassenzimmer“ weiterlesen

Master of disaster -Chaos ist mein zweiter Name

Coverfoto Master of disaster
Copyright: Beltz & Gelberg

von Stephan Knösel
Beltz & Gelberg, 2018
gebunden, 232 Seiten
ab 11 Jahren
ISBN 978-3-407-82355-7
12,90 Euro

Wart ihr schon mal im Büro des Direktors? Ist ganz gemütlich dort. Eigentlich. Außer man fliegt gerade von der Schule… „Quentin! Was hast du dir dabei gedacht?!“ Quentin, das bin ich. Momentan noch Fünftklässler. Ich antwortete: “Das ist eine längere Geschichte.“

 Quentin geht eigentlich ganz gern zur Schule. Wenn da nicht Schlumpfine wäre, das schrecklichste Mädchen auf der Welt. Sie heißt eigentlich Stella und geht dummerweise in seine Klasse. Sie ist eine unglaubliche Schleimerin und hat deshalb bei den Lehrern einen Stein im Brett. Wegen Stella hat Quentin sogar schon mal einen Verweis bekommen, dabei war eigentlich sie Schuld. Aber sie ist so gewitzt und kann so gut das Unschuldslamm spielen, dass Quentin immer den Kürzeren zieht.

Deshalb ist er superfroh, dass Stella nach den Sommerferien aufs Gymnasium gehen soll. Er selbst hat extra einige Arbeiten verhauen, so dass es „ nur“ für die Gesamtschule reicht.  Als er sich dort anmelden will, traut er seinen Augen nicht. Stella ist schon da. Und sie schlägt ihm einen verrückten deal vor. Wenn er, Quentin, ihr hilft, dass sie nicht drei Wochen ins Sommercamp nach Bayern muss, dann wird sie ihre Mutter überzeugen, sie doch auf dem Gymnasium anzumelden.

Quentin spannt seinen Bruder Vinz mit ein, um die ultimative Idee zu entwickeln. Was allerdings nicht so einfach ist, denn wie soll man den Abbruch eines Camps organisieren, wenn man selber 600 Kilometer davon entfernt lebt?

Also überredet Quentin seine Eltern, in den Ferien nicht nach Kroatien, sondern nach Bayern zu fahren. Und plötzlich hat seine Mutter sogar die letzten zwei Plätze in diesem Camp gebucht, für ihn und seinen Bruder!!! Quentin fasst es nicht. Er entwickelt einen Streich nach dem andern, um sich selbst, aber auch Stella zu helfen. Schließlich haben sie einen Deal!

Aber weder die Invasion der Krabbeltiere noch der „Bären-Einsatz“ haben den gewünschten Erfolg…. „Master of disaster -Chaos ist mein zweiter Name“ weiterlesen