Hardcover mit Schutzumschlag, 528 Seiten, 26,00 Euro
Das Buch „Mache die Welt“, das erst Ende 2023 erschien, stammt von dem bekannten Philosophen Richard David Precht und behandelt als vierter Band einer Reihe die Geschichte der Philosophie im Zeitalter der Moderne.
Es ist 528 Seiten dick und enthält nur sehr wenige Zeichnungen, allerdings einen ansprechenden Einband und auf dem inneren Einband des Hardcovers den Abdruck eines Gemäldes von Pablo Picasso („Les Demoiselles d’Avignon“).
Nicht nur daran, sondern vor allem am Thema kann man schon erkennen, dass es sich nicht um ein Kinderbuch handelt. Es steckt voller Informationen über bekannte Philosophen, die Zeit, in der sie lebten und wirkten und die Einflüsse, die sie auf die Menschen ihrer Zeit ausübten. Auch umgekehrt wird der Blick darauf gerichtet, was jeweils die Philosophen selbst beeinflusst hat. „Richard David Precht: Mache die Welt. Eine Geschichte der Philosophie“ weiterlesen
von Jane Teller
dtv, 2012
Taschenbuch, 144 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-4462-3596-0
6,95 Euro
„Die Tür lächelte. Es war das erste Mal, dass ich sie das tun sah. Mir kam die angelehnte Tür wie ein breit grinsendes Maul vor, wenn ich mich dazu verlocken ließ, Pierre Anthon nach draußen zu folgen. Wem lächelte sie zu? Mir, uns allen. Ich sah mich in der Klasse um und die ungemütliche Stille sagte mir, dass die anderen es auch bemerkt hatten.“
Als Pierre Anthon am ersten Tag nach den Sommerferien am Beginn des Unterrichts aufsteht und sagt “Nichts bedeutet irgendetwas, das weiß ich seit langem. Deshalb lohnt es sich nicht, irgendetwas zu tun. Das habe ich gerade herausgefunden” seine Sachen zusammenpackt und rausgeht, ändert sich das Leben seiner Klasse 7a drastisch. Denn von nun an hat Pierre Anthon beschlossen, sich auf seinen Pflaumenbaum zu setzten und die Schüler, die alle an seinem Haus vorbei laufen, mit der Sinnlosigkeit des Lebens zu konfrontieren. Doch die Provokation geht ihnen bald auf die Nerven und sie entscheiden sich, etwas dagegen zu unternehmen.
Die Sprüche Pierre Anthon können die anderen Schüler nicht mehr aushalten und sie beginnen Pläne zu schmieden, wie man ihn denn davon abhalten könnte, sie alle zu provozieren. Die ersten Ideen sind einfach gedacht und direkt durchgeführt: Sie schreien ihn an, was denn Bedeutung hätte.
Als dies nicht klappt, versuchen sie ihn vom Baum zu holen, indem sie ihn mit Steinen bewerfen. Doch auch dies klappt nur für ein paar Tage.
Pierre Anthons Mitschüler gehen darauf hin zu einem alten Sägewerk, kauften sich ein Schloss und sammeln in der Nachbarschaft Dinge, die den Leuten etwas bedeutet haben. Der erst noch kleine „Berg der Bedeutung“, wie sie ihn nennen, hat allerdings für sie selbst keine große Bedeutung. Und da das jeder von ihnen weiß, verlangen sie voneinander wichtige bzw. wirklich bedeutungsvolle Sachen. Die Anforderungen schaukeln sich immer weiter hoch, bis dann ein Gebetsteppich, ein Hamster, und sogar ein toter Bruder (noch im Sarg) auf den Berg der Bedeutung kommen. Doch können die anderen Pierre Anthon davon überzeugen, dass überhaupt irgendetwas eine Bedeutung hat? „Nichts: Was im Leben wichtig ist“ weiterlesen
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