Time Riders – Wächter der Zeit

Coverfoto Time Riders
Copyright: Thienemann

von Alex Scarrow
aus dem Englischen von Cornelia Panzacchi
Thienemann, 2011
Taschenbuch, 464 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN 978-3-522-20134-6
12,95 Euro

Liam O’Connor hätte 1912 an Bord der Titanic sterben sollen. Maddy Carter 2010 in einem Flugzeug über Amerika. Saleena Vikram 2026 bei einem Brand in Mumbai. Doch Sekunden vor dem Tod der drei tauchte ein mysteriöser Mann auf und reichte ihnen die Hand.“

 Alle finden sich zusammen in dem Jahr 2001 wieder, einen Tag vor dem 11. September und dem Sturz der Twin Towers. Der Mann, der sie gerettet hat, entpuppt sich als ein Zeitreisender, der die Drei zu einem Team machen will. Foster, so heißt ihr Retter, gehört zu den TimeRiders, einer geheimen Organisation, die nur ein Ziel hat: Die Welt vor zeitlichen Eingriffen zu schützen, die die Welt verändern würden. Liam, Maddy und Sal lernen in der Zeitschleife vom 10. auf den 11. September alles, was sie auf ihren Reisen brauchen. Dazu kommt auch noch Bob, eine Art künstlich erschaffener Mensch mit Daten im Kopf, der dem Team, vor allem Liam, dem Agenten, helfen soll. Außer dem Agenten (Liam) gibt es noch die Anführerin (Maddy) und die Beobachterin (Sal). Während Liam durch die Zeit reist, managt Maddy alles und Sal beobachtet die Eingriffe in die Zeit.

2066: Armut und Arbeitslosigkeit herrschen über die Welt. Städte fallen und alle kämpfen um zu überleben. Der Wissenschaftler Paul Kramer will die Welt verändern. Er hat einige Zeit bei einem Wissenschaftler gelebt, der die erste Zeitmaschine gebaut hat, und will diese unbedingt haben. Mit einer Armee von Söldnern bricht er in das Museum ein, welches die Zeitmaschine beherbergt und schafft es durch diese ins Jahr 1941, ins Berchtesgadener Land zu kommen. Hier berichtet er Adolf Hitler von seiner Niederlage in den darauffolgenden Tagen/ Jahren gegen Russland und gibt ihm Tipps. Bald hat Kramer sich zum „Führer” ernannt und erreicht sein Ziel: Er nimmt Amerika ein, um so die Armut 2066 zu verhindern und seine Welt aus Nazis zu erschaffen.

Bald schon bemerkt das Team die Veränderungen, denn kurz bevor die Twin Towers einstürzen, verändert sich die Welt. Das Team hat kein Netz mehr und überall laufen Nazis herum. Nach einigen Recherchen reisen Liam und Bob durch die Zeit, um zu beobachten, was 1956 in Washington im Weißen Haus geschieht. Doch auch die ausgebildeten Agenten beachten die Regeln dieses Mal nicht, und statt da zu stehen und zu beobachten, machen Liam und Bob sich ein eigenes Bild. Werden sie es schaffen, Kramer zu stoppen und alles wieder zurückdrehen zu können? „Time Riders – Wächter der Zeit“ weiterlesen

Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge -Ein Roman über die Kinder von Theresienstadt

Coverfoto: Im Ghetto gibt  es keine Schmetterlinge
Copyright: randomhouse

von Matteo Corradini
aus dem Italienischen von Ingrid Ickler
cbj, 2017
Taschenbuch, 284 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-570-40355-6
8,99 Euro

Ein Urlaubsort nur für Juden? Damit versuchen die Nazis erfolgreich einige Juden nach Theresienstadt zu locken. Doch dort angekommen wird allen schnell klar, dass Theresienstadt einiges ist, aber kein Urlaubsort. Unter all den ankommenden Menschen befinden sich auch viele Kinder. Einige von ihnen schließen sich zusammen, um mit einer Zeitschrift namens Vedem ihren Widerstand auszudrücken. Eine Zeitschrift, die sie alle umbringen könnte, sollte sie von einem Nazi entdeckt werden. Die Zeitschrift hat verschiedene Bereiche und die Kinder berichten hauptsächlich über das Lager und aktuelle Ereignisse. Außerdem fügen sie Gedichte, Geschichten, Zeichnungen etc. von sich selbst aber auch von Mitgefangenen hinzu.

Das Buch beruht auf einer wahren Begebenheit und der Autor hat versucht, möglichst realitätsnah über alles Geschehene  zu schreiben sowie die Personen so originalgetreu wie möglich darzustellen. Ich persönlich finde, dass diese Realitätsnähe das Buch ausmacht und man sich so viel besser mit allen Personen und insbesondere der Hauptperson identifizieren kann.  Der Autor hat meiner Meinung nach einen schönen Schreibstil. Man kann sich gut in die Geschichte einfühlen und erlebt sie sozusagen mit den Personen zusammen. Zudem regt das Buch zum Nachdenken an, da man sehr viel über das alltägliche Leben der Menschen in Theresienstadt erfährt. „Im Ghetto gibt es keine Schmetterlinge -Ein Roman über die Kinder von Theresienstadt“ weiterlesen