Izara Band 5- Spin Off- Belial Götterkrieg

Coverfoto Izara 5- Belial
Copyright: Thienemann

von Julia Dippel
Thienemann-Esslinger, 2021
Taschenbuch, 376 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-522-50727-1
14,99 Euro

 

Falls ihr noch nicht die Izara-Reihe gelesen habt, hier eine kurze Einführung:

 

In der Welt von Izara gibt es nicht nur Menschen, sondern auch Hexen, Brachion und Primus. Primus sind hierbei Dämonen und Brachion so etwas wie Dämonenjäger. Sie sind auch Dämonen, doch sie jagen jene Primus’, die gegen das Gesetz verstoßen. Nun zur eigentlichen Geschichte…

Rom, 64 nach Christus

Cassia scheint alle zu verlieren, die ihr wichtig sind. Sie lebt schon länger als Waise in dem Tempel der Vesta. Nun verliert sie auch noch Daphne, den einzigen Menschen, mit dem sie befreundet gewesen ist. Jetzt will Cassia Rache. Sie weiß, dass all jene, die die Menschen als Götter verehren, in Wirklichkeit Dämonen sind. Hinter all den Illusionen und dem Glanz verstecken sich die wahren Monster. Nachdem Daphne tot ist, will sie nur noch Rache an Ianus üben, dem Gott des Ursprungs und dem schlimmsten Dämon von allen. Ianus hat nämlich zig Menschenleben auf dem Gewissen, darunter Daphne, und niemand hat ihn je zurechtgewiesen. Cassia möchte das ändern.

Sie glaubt daran, dass sie diese Ungerechtigkeit bekämpfen kann. Sie lässt sich in den Palast des Ianus’ einschleusen und versucht alles, um den fiesen Primus zu erwischen. Doch was sie nicht weiß, ist, dass sie somit in einen dämonischen Wettstreit zwischen Ianus und seinem Erzrivalen Belial gerät. Wenn die Mission vorher schon gefährlich war, ist sie jetzt lebensgefährlich und zum Scheitern verurteilt. Denn nicht nur die Mission ist durch den Wettstreit so gut wie verloren, sondern auch Cassia:

An den Teufel verliert man besser nicht sein Herz.

Meine Meinung:

Julia Dippel hat mal wieder ein Wunderwerk erschaffen! Als Fan der römischen Antike und Mythologie finde ich die Szenerie, in der die Geschichte spielt, unglaublich cool. Die Anspielungen auf historische Ereignisse und auf die verschiedenen Götter sind echt mega gut gemacht.

Obwohl die Autorin geschrieben hat, dass eventuell nicht alle Fakten historisch stimmen, finde ich es echt krass, wie gut die historische Einordnung geworden ist. Nicht nur die Szenerie und die Religion, sondern auch die Kultur und Sprache wurden angepasst. Natürlich ist das Buch nicht auf Latein geschrieben (ist auch besser so ; ) ), doch die Ausdrucksweise und die Nutzung von Sprichwörtern wurden angepasst.

Auf Julia Dippels Instagram Account konnte man mitverfolgen, wie viele Sprichwörter es gibt, die zeitlich nicht ins alte Rom passen. Das fand ich echt krass. Da bemerkt man erstmal, wie aufmerksam die Autorin schreibt, dass sie sich wirklich so in die Zeit, in der ihre Geschichte spielt, hineinversetzt, dass sie neuzeitliche Redewendungen bemerkt und dann rausstreicht. Respekt, denn ich glaube, dass ist nicht immer der Fall, dass ein*e Autor*in so aufmerksam schreibt!

Mir ist schon bei der Izara-Reihe aufgefallen, dass die Primus öfter mythologische Namen haben und ich habe schon vermutet, dass es etwas mit deren Vergangenheit zu tun hat. „Belial – Götterkrieg“ hat das bestätigt! Yeah! Ich finde das klasse, wie die Autorin dargestellt hat, dass Primus, da sie so mächtig sind, von den Menschen als Götter angesehen werden! Ich liebe es, wenn so auf fantastische Weise erklärt wird, wie die Menschen denken. Dass sie denken, dass, wenn etwas mächtiger als ein Mensch ist, es übermenschlich, also ein Gott/ eine Göttin, sein muss.

Zwischendurch gab es auch schon Anspielungen auf die Religion, in der Belial dann einen Platz hat, und ich finde es einfach so gut, wie alles plötzlich Sinn macht. Ich muss auf jeden Fall noch einmal die Izara-Reihe lesen, wo ich doch jetzt einen besseren Einblick in Belials Vergangenheit habe.

Es ist so cool, einen Einblick in die Zeiten zu bekommen, von denen man in Izara nur Bruchstücke erhalten hat. Da Belial auch mein Lieblingscharakter in Izara war, habe ich es richtig gefeiert, dass er einen Eigenband bekommt. Und dann habe ich noch gehört, dass die Geschichte im alten Rom spielt und mit Cassia eine starke Protagonistin bekommt – Wow! Ich habe mich richtig darauf gefreut und es hat meine Erwartungen auch noch übertroffen. Echt klasse!

Cassia – ich liebe Cassia. Sie ist wirklich ein cooler Charakter. Genau wie Bel gefiel sie mir von Anfang an. Ich liebe es, wie sehr sie sich aufopfert, damit es anderen besser geht. Denn sich in des Feindes Gemächer zu schleichen, braucht eine gewaltige Portion an Mut. Und sich dann auch noch mit dem Teufel herumzuschlagen und die Inkarnation des Todes zu treffen – Cassia ist einfach bewunderswert (Wie ihr seht: es passiert ganz schön viel : )).

Insgesamt fand ich die Geschichte, die Charaktere, das Cover und alles drum und dran richtig gut und echt empfehlenswert! Lest mal gerne rein und schreibt in die Kommentare, ob ihr es auch so feiert wie ich!

Sophie Heuschkel, 15 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Oui, ouiii, ouiiiiii…. aaarrrrghhhh…. Mensch, womit verdiene ich all das?! – Was ich mit „all das“ meine? „All das“ sind jene dämonisch- romantischen Empfindungen beim Lesen von Belial. Definitiv Alarmstufe Rot des „Ich-breche-dein-Herz-um-es-gleich-wieder-zusammenzuflicken-Syndroms“ – Dabei ist Julia Dippel die Erfinderin des Syndroms. Definitiv.

Doch bevor das Ganze jetzt hier völlig ausartet, kommen wir zum Unbestreitbaren:

Belial – Götterkrieg“ gehört mit zur Izara-Reihe und bildet rein chronologisch gesehen den Beginn. Das führt dazu, dass auch all diejenigen unter euch, die die Izara-Reihe noch nicht gelesen haben, „Belial-Götterkrieg“ ohne Bedenken lesen können. – Allerdings muss ich zugeben, dass die Izara-Reihe noch eine gewisse Würze durch „Belial-Götterkrieg“ bekommt, die man dann umso mehr versteht… 😉

Das Cover finde ich wieder einmal unglaublich anschaulich dargestellt; Ich bin ganz vernarrt in dieses tiefe Grün. … Ganz toll finde ich, dass das Cover im Stil der Izara-Reihe gehalten worden ist – Die Reihe sieht nebeneinander im Regal mega aus!

Auch besonders ansprechend (aber erst beim Blick ins Buch auffällig) finde ich die Kapitel-Überschriften, bzw. mehr oder weniger deren ironischen Unterton sowie den Aufbau des Glossars – ganz so, wie man es aus den anderen Büchern von Julia Dippel gewohnt ist.

Stellt euch einen arroganten, eigensinnigen und selbstsüchtigen Teufel vor (gerne auch mit Lederjacke und Sonnenbrille). Nun stellt euch vor, wie dieser arrogante, eigensinnige und selbstsüchtige Teufel plötzlich Gefühle für jemanden entwickelt und seine Schale erweichen lässt. Puuuh.., allein das klingt doch eigentlich schon irgendwie cool, oder? Doch Julia Dippel wäre nicht Julia Dippel, wenn Sie auch wirklich nur dabei bleiben würde. … Der Teufel ist nämlich nicht der alleinige Eigensinnige in der Geschichte, was ihm noch zum Verhängnis wird… Die Szenerie ist mir auch mehr oder weniger zum Verhängnis geworden: Wie genial war das, bitte? Julia Dippel hat auf jede, noch so winzig erscheinende Kleinigkeit geachtet und sie hervorragend umgesetzt. Wirklich ganz großes Kino!

 

Bel- egal ob mit Hawaii-Hemd oder Lederjacke+Sonnenbrille – er geht mir einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wenn ich etwas nicht an Ihm mag, dann begeistert mich genau dieser Punkt an einer anderen Stelle wieder; sowas lässt mir dann auch nichts anderes übrig als sprachlos und einem großem „aaarrrrghhhh“ im Kopf dazusitzen und weiterlesen zu müssen.

Dazu kommt Bels perfektes Gegenstück: Cassia. Sie hat eine so starke Persönlichkeit, dass ich überlegen muss, ob sie nun mit dem Teufel mithält oder ihm sogar überlegen ist (?). … Sei es, was es wolle: Sie ist nicht nur super sich selbst treu, sondern hat es auch geschafft, dass ich mich extrem gut in sie hineinfühlen konnte.

Ich bin der festen Überzeugung, dass ich zwischen den Seiten noch irgendwo den Defibrillator finde. – Ohne den hätte mein Herz die ganzen Aussetzer beim Lesen gar nicht erst ausgehalten. Aussetzer, die durch den bildgewaltigen und mehr als bloß ausdrucksstarken Schreibstil hervorgerufen worden sind.

Bengisu Bor, 16 Jahre

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