Der Tag, an dem Cooper starb

Coverfoto Der Tag, an dem Cooper starb
Copyright: randomhouse

von Rebecca James
Cbt, 2018
Taschenbuch, 432 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-570-31206-3
9,99 Euro

Libby und Cooper waren glücklich. Doch das ändert sich schlagartig als Coopers Leiche eines Morgens am Fuß der Klippen gefunden wird. Für die meisten steht schnell fest, dass Cooper Depressionen hatte und nun Selbstmord begangen hat. Doch Libby kann das nicht glauben und auch Coopers bester Freund Seb hat seine Zweifel. Als Libby sich auf die Suche nach Antworten begibt, merkt sie schnell, dass hinter Coopers Tod mehr steckt, als sie zunächst geglaubt hat.

Was beim Lesen wahrscheinlich als erstes auffällt, sind die vielen unterschiedlichen Blickwinkel, aus denen Rebecca James das Geschehen rund um Cooper beleuchtet. Die Lage wird einmal aus Coopers und Libbys Sicht und aus der Perspektive unterschiedlicher Freunde von Cooper betrachtet, sodass man schnell merkt, dass nicht alles so perfekt ist, wie es scheint. Jeder der Charaktere hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen und trägt seinen ganz persönlichen Teil dazu bei, dass die Geschehnisse sich weiter zuspitzen.

Außerdem wird abwechselnd die Handlung vor und nach Coopers Tod erzählt. So kommt auch sehr deutlich hervor, wie Coopers Tod die Charaktere verändert hat. Ihre Gefühle werden detailliert und realistisch beschrieben, sodass man alle unterschiedlichen Perspektiven sehr gut verstehen kann.

Mir persönlich hat die Story zu Anfang nicht ganz so gut gefallen, da es mich teilweise doch ein bisschen sehr an eine kitschige Highschool Romanze erinnert hat, aber mit der Zeit bekommen die Beziehungen auch mehr Tiefe und wirken viel erwachsener. Man merkt auf jeden Fall, wie gut alles durchdacht wurde und kann in seinem Kopf gewissermaßen beobachten, wie sich alle kleinen Steinchen zu einem großen Bild rund um Cooper zusammensetzen.

Ich würde das Buch jedem weiterempfehlen, der Lust auf eine anspruchsvolle Story über falsche Freundschaft und Liebe hat.

Imke Wellesen, 18 Jahre

 

 

Lars mein Freund

Coverfoto Lars mein Freund
Copyright: dtv

von Iben Akerle
aus dem Norwegischen von Ina Kronenberger
dtv, 2018
gebunden, 250 Seiten
ab 10 Jahren
ISBN 978-3-432-64039-8
12,95 Euro

Adam. Adam, Adam, Adam. Er sitzt zwei Reihen vor mir in dem schwülen Klassenzimmer. Warme Sonnenstrahlen tanzen durch die Fenster, die weit offen stehen, um den herrlichen Spätsommertag hereinzulassen. Es ist der erste Schultag, und ich sitze da und male mir aus, wie toll es sich anfühlen muss, die Finger durch die dunklen Locken zu ziehen.

 Amanda ist unsterblich in ihren Klassenkameraden Adam verliebt. Dies ändert sich auch nicht, wenn er sie ärgert und ignoriert. Doch dann kommt ein neuer Schüler in ihre Klasse, Lars. Lars hat das Down-Syndrom und Amanda wird von ihrer Klassenlehrerin als seine Patin bestimmt. Zuerst fühlt sie sich ziemlich unbehaglich dabei und hat Angst, dass sie unbeliebt in der Schule wird, wenn sie etwas mit Lars unternimmt. Doch dann lädt Lars sie zu sich nach Hause ein und sie merkt, dass ihr das Spielen mit ihm sehr viel Spaß macht. Allerdings beobachtet sie auch, wie ihre gemeinen Mitschülerinnen peinliche Fotos von Lars machen und sie ist davon überzeugt, dass sie diese irgendwo posten. Und
dann begeht Amanda einen großen Fehler… Kann sie ihn wieder gut machen? „Lars mein Freund“ weiterlesen