Ihr mich auch

Coverfoto Ihr mich auch
Copyright: Südpol Verlag

von Pia Herzog
Südpol Verlag, 2019
gebunden, 200 Seiten
ab 11 Jahren
ISBN 978-3-9430-8693-5
14,90 Euro

 

„Hübsch war sie nicht, diese Viola. Und wohlerzogen auch nicht. Denn als ich sie losließ, hatte sie nichts Besseres zu tun, als mir ins Gesicht zu spucken. […] Bevor ich wusste, was ich tat, hatte ich ihr eine geklebt.“

Lu hat eigentlich keine Freunde. Rhys ist ihr einziger, doch er ist imaginär. Als ihre Mutter auch noch den gut bezahlten Job als „Babysitterin“ von Viola, die bei einem Unfall ihre Mutter, einen Arm und ein Auge verloren hat, annimmt, wird Lu sauer. Doch es wird noch schlimmer: Lu muss mit ihnen zusammen auf Mallorca Urlaub machen.

Auch in der Schule gibt es Stress. Ein nerviger Junge ärgert sie –ohne ersichtlichen Grund. Wenigstens kann sie sich beim Boxtraining abreagieren, oder? „Ihr mich auch“ weiterlesen

Wunder

Coverfoto Wunder
Copyright: Hanser

von Raquel J. Palacio
aus dem Englischen von André Mumont
Hanser, 2013
gebunden, 448 Seiten
ISBN  978-3-446-24175-6
ab 11 Jahren
16,90 Euro

 

Ich weiß, dass ich kein normales zehnjähriges Kind bin. Ich meine, klar, ich mache normale Sachen. Ich esse Eis. Ich fahre Fahrrad. Solche Sachen machen mich normal. Nehme ich an. Und ich fühl mich normal. Innerlich. Aber ich weiß, dass normale Kinder nicht andere normale Kinder dazu bringen, schreiend vom Spielplatz wegzulaufen.

Auggie ist eigentlich wie die meisten Jungen in seinem Alter. Er spielt gerne Ball, X – Box und trifft sich in seiner Freizeit mit seinem Freund Christopher. Auch innerlich fühlt er sich wie ein normaler 10 – jähriger Junge. Doch eine Sache unterscheidet ihn von den anderen in seinem Alter: Sein Gesicht.

Auggie wurde mit einer Krankheit geboren. Er musste schon mehrere Operationen über sich ergehen lassen, die ihm geholfen haben, wieder richtig essen, hören und sehen zu können. Doch normal sieht er immer noch nicht aus. Viele Kinder rennen schreiend vor ihm weg, weil sie Angst haben und nicht verstehen, warum er so aussieht.

Auggie wurde sein ganzes Leben lang zu Hause unterrichtet, doch jetzt soll er endlich auf eine öffentliche Schule gehen und Unterricht mit Kindern in seinem Alter haben. Verängstigt wegen all den neuen Dinge, die auf ihn zu kommen werden, schafft er es trotzdem, sich der Herausforderung zu stellen und zum ersten Mal eine Schule zu betreten. Was ihn dort erwartet, ist nicht leicht, denn viele Kinder sind gemein zu ihm und ärgern ihn wegen seines Aussehens. Doch nicht alle sind so. Summer und Jack sind ihm auf Anhieb sympathisch, sie mögen ihn so wie er ist. Doch er erlebt immer wieder Enttäuschungen, die ihn an sich selbst zweifeln lassen, Anfeindungen von außen, die ihm sein Leben alles andere als einfach machen. Dennoch lernt er, dass es okay ist, so zu sein wie man ist. Dass Toleranz an erste Stelle steht und das Aussehen an letzter. „Wunder“ weiterlesen

Playground

Coverfoto Playground
Copyright: Rowohlt

von Curtis „50 Cent“ Jackson III (mit Laura Moser)
aus dem Englischen von Rainer Schmidt
Rowohlt Polaris, 2012
Taschenbuch, 191 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-86252-032-9
13,95 Euro

„Ich weiß, dass Liz sich schon mit dem Schuldirektor und meiner Mom besprochen hatte und was zu dem ganzen Scheiß noch so gehörte. Sicher hatte sie im Bericht gelesen, weshalb man mich zu ihr schickte. Und wahrscheinlich musste sie nach Luft schnappen, als sie las, wie ich Maurice letzten Freitag auf dem Schulhof zusammengeschlagen hatte. Eine verklemmte Lady wie Liz… Aber ich frage mich, was sie wohl gesagt hätte, wenn ich ihr all das gesagt hätte, was nicht in dem Bericht stand. Zum Beispiel, wie ich an dem Morgen aufgewacht war und die Socke aus meiner Wäscheschublade holte und sie mit dicken Batterien füllte. Aber niemals würde ich Liz oder sonst jemandem erzählen, was an diesem Tag wirklich gelaufen war oder was meine Gründe dafür waren. Niemals.“

Der 13-jährige Burton, genannt Butterball, lebt in Garden City, einem kleinen Ort nahe New York. Er ist dick, dunkelhäutig und ziemlich unbeliebt. Als er seinen Mitschüler Maurice verprügelt, wird er kurze Zeit später von einigen seiner Mitschüler in deren Gang aufgenommen, welche jedoch in ihm nicht sehr viel mehr als einen Schläger sehen und das auch ausnutzen möchten.

Butterballs Eltern leben getrennt, sein Vater hat eine Wohnung in New York, die beiden sehen sich jedoch nur unregelmäßig. Mit seinem Vater versteht er sich relativ gut, obwohl auch dieser sich über ihn lustig macht. Sein Verhältnis zu seiner Mutter ist sehr angespannt: Butterball hat das Gefühl, sie kümmere sich zu wenig um ihn und ihre Ansichten sind sehr verschieden . Dass sie ihn gemeinsam mit dem Schuldirektor zu einer Therapeutin schickt, trägt auch nicht dazu bei, dass er und seine Mutter sich wieder annähern.

Auch seiner Therapeutin Liz öffnet Butterball sich nicht. Für ihn ist sie bloß eine „verklemmte, dumme Psychotante“. Er hält seine zwei Besuche die Woche bei ihr für unnötig und blendet ihre Versuche, ihm zu helfen oder auch nur ein bisschen über seine Hintergründe zu erfahren, so weit wie möglich aus. Doch im Laufe der Geschichte kommen sich Burton und Liz schrittweise näher und sie erfährt, weshalb er an jenem Morgen die Socke mit den Batterien mit in die Schule nahm… „Playground“ weiterlesen