Brennendes Wasser

Coverfoto Brennendes Wasser
Copyright: Arena Verlag

von  Lukas Erler
Arena, 2014
gebunden, 272 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 9783401069357
14,99 Euro

Eigentlich wollten die drei Freunde Caro, Josh und Speedy nur ein lustiges Video von einem stadtbekannten Messie drehen. Aber es kommt anders, als sie denken. Als sie heimlich das Haus des Mannes beobachten, sehen sie, wie er in der Küche raucht und dabei den Wasserhahn aufdreht.  Dann schießt eine Stichflamme aus dem Wasserhahn und kurz darauf explodiert das ganze Haus. Die drei Freunde werden schwer verletzt. Aber sie sind auch „Zeugen eines unliebsamen Vorfalls“ und dadurch werden sie tief in die Machenschaften großer Konzerne hinein gezogen.

Zeitgleich dringt der 17jährige Gary in Denver, Colorado  in einen Energiekonzern ein und zwingt  die Manager dort , verseuchtes Wasser zu trinken. In Kanada sorgen diese Vorkommnisse dafür, dass die Manager eines großen Öl- und Gaskonzerns um ihren Profit fürchten müssen.

Das Buch von Lukas Erler spielt geschickt mit dem Thema „Fracking“. Das ist eine ungewöhnliche Art, Erdgas zu gewinnen. Man bohrt nicht nur nach unten in den Boden, sondern auch quer und bricht das Gestein mit großem Wasserdruck auf. Das Gestein wird also unterirdisch zerbrochen, „gefrackt“, um an die Gasblasen heranzukommen. Da das Wasser, das ins Gestein gepumpt wird, mit Chemikalien versetzt ist, bestehen gewisse Umweltrisiken.

Die Geschichte wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wodurch beide Seiten des Themas beleuchtet werden. So kann man besonders gut verstehen, wie viel an diesen Geschäften hängt und wie viele Menschen davon beeinflusst werden. Außerdem ist die Geschichte dadurch sehr spannend, weil man teilweise schon mehr als die agierenden Personen weiß.

Der Schreibstil unterstützt diese Spannung noch zusätzlich. Vor allem das Finale hat  mich sehr gefesselt.

Das Buch hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen, da es sehr gut mit dem Thema Fracking umgeht und man auch viel Neues erfährt. Wen dieses Thema nicht so sehr interessiert, der sollte das Buch aber trotzdem lesen, da es auch ansonsten ein sehr spannendes und lesenswertes Buch ist.

Imke Wellesen, 17 Jahre


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