Thalamus

Coverfoto Thalamus
Copyright: Loewe

von Ursula Poznanski
Loewe, 2018
Paperback, 448 Seiten
ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7855-8614-3
16,95 Euro

Er flog. Schwebte. Dachte mit Bedauern an die schachtel in seinem Rucksack. Das Geschenk für Hannah. Das war sicher kaputtgegangen.Dann kam der Schlag, die Schwärze, das Nichts.

 

Nach einem schweren Motoradunfall wird Timo in den Markwaldhof verlegt, eine Klinik, in der sensationelle Ergebnisse bei der Behandlung von Traumapatienten erzielt werden. Zunächst kann er nicht laufen und sprechen, doch schnell macht auch er Fortschritte und findet neue Freunde. Alles scheint perfekt, wären da nicht die seltsamen Dinge, die nachts in der Klinik passieren:  Timo schlafwandelt immer wieder und Timos Bettnachbar, ein angeblicher Komapatient, läuft plötzlich munter durch die Klinik und droht Timo, es niemandem zu verraten. Doch wie sollte Timo es den anderen erzählen? Denn sprechen kann er immer noch nicht.

Ich muss sagen, dass mir das neue Buch von Ursula Poznanski besonders gefallen hat, da es einfach sehr anders geschrieben ist. Dadurch dass Timo nicht sprechen kann, ist es zum Großteil in einer Art innerem Monolog verfasst, wodurch ich das Gefühl hatte, Timo und seinen Gedanken viel näher zu sein. Außerdem verschärft es Timos Situation: Er kann sich nie sicher sein, ob alles was er sieht, der Wahrheit entspricht, da er nicht mit anderen Personen darüber sprechen kann. So bekommt die Geschichte etwas viel Mysteriöseres.

Die Personen sind vielschichtig und sehr liebevoll beschrieben. Man bekommt wirklich das Gefühl, sie alle persönlich zu kennen. Dieses Mal hat mir auch besonders die Szenerie des Buches gefallen. Der Markwaldhof ist sehr ausführlich beschrieben und zu Ende des Buches hätte ich (so wie Timo XD)  im Schlaf die Gänge durchlaufen können.

Das Buch hat auf jeden Fall alle meine Erwartungen erfüllt und es hat sehr viel Spaß gemacht es zu lesen.  Große Empfehlung an dieser Stelle. Außerdem noch ein fettes Lob für das Cover. Ich finde das ist wirklich echt schön geworden. J

Imke Wellesen, 18 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Nach einem schweren Motorrad-Unfall kommt Timo in die abgelegene Rehaklinik Markwaldhof. Dort heilen die Patienten ungewöhnlich schnell. So auch Timo. Jedoch geschehen nachts ungewöhnliche Dinge: Timos Zimmergenosse Magnus, der eigentlich ein Wachkomapatient ist, läuft nachts herum und droht Timo ihn zu töten, wenn er jemandem davon erzählt. Doch auch wenn Timo das wollte, könnte er es nicht, denn sein Sprachzentrum ist noch immer stark eingeschränkt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, wie fast alle Bücher, die ich bisher von Ursula Poznanski gelesen habe. Man kommt schnell in die Geschichte rein und hat das Gefühl, einer der Patienten im Markwaldhof zu sein. Außerdem lernt man einiges über Hirntraumata, was mir persönlich sehr gefallen hat.

Mara Frohreich, 15 Jahre

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.