von Arno Strobel
Loewe, 2019
broschiert, 304 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-7855-8841-3
9,95 Euro
Als Nick auf der Straße zufällig beobachtet, wie einem Mädchen das Handy gestohlen wird, setzt er dem Dieb sofort hinterher. Dabei findet er den Eingang zu einer geheimen Basis des BND. Als ihm der geheimnisvolle Herr Schmitt eröffnet, dass sein Vater Geheimagent ist und er nun eine spezielle Schule besuchen soll, um in dessen Fußstapfen zu treten, glaubt Nick zuerst an einen schlechten Scherz. Doch schnell muss er feststellen, dass dies die gefährliche Wahrheit ist, denn sein Vater ist verschwunden und die ominösen Entführer haben es auch auf ihn abgesehen.
Selten hat mich ein Buch so sehr zwiegespalten, wie der Auftakt zur neuen Jugendserie von Arno Strobel. Normalerweise bin ich ein großer Fan seiner Bücher, auch der Jugendthriller, wie zum Beispiel „Schlusstakt“. Aber irgendwie konnte ich mit diesem Buch nicht so wirklich warm werden. „Spy – Highspeed London“ weiterlesen
von Jennifer L. Armentrout
aus dem Amerikanischen von Karl-Heinz Ebnet
Heyne, 2017
Taschenbuch, 384 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-473-40153-6
8,99 Euro
Die siebzehnjährige Samantha wurde vier Tage vermisst und dann taucht sie wieder auf. Verdreckt, blutverschmiert und ohne Erinnerungen. Sie weiß nicht mehr, wer sie ist, erkennt ihre eigenen Eltern und Freunde nicht. Und das Schlimmste: Sie kann sich auch nicht daran erinnern, was ihr passiert ist. Das ist überhaupt nicht gut, denn ihre beste Freundin Cassie wird immer noch vermisst und es wird vermutet, dass Sam irgendetwas damit zu tun hat.
Sam setzt deswegen alles daran, ihr Gedächtnis zurückzuerlangen. Denn dieses Mädchen, Cassie, muss ihr doch wichtig gewesen sein, oder? Sie waren beste Freundinnen, doch offensichtlich war nicht immer alles so perfekt in ihrem Leben, wie es ihr jeder weismachen will. Hat sie etwas mit dem Verschwinden von Cassie zu tun? Bei ihren Nachforschungen wird ihr bewusst, dass die alte Sam ein richtiges Miststück war, das sich etwas auf ihr Geld und ihren sozialen Status einbildete und die ganze High School terrorisiert hat. Samantha ist entsetzt, denn sie, die neue Sam, ist zu solchen Gemeinheiten doch gar nicht fähig. Der Weg zurück in ihr Leben fällt Sam nicht leicht, denn keiner scheint sie wirklich zu mögen oder zu kennen und obendrein weiß sie nicht mehr, welchem ihrer alten Freunde sie wirklich vertrauen kann. „Dreh dich nicht um“ weiterlesen
von Lottie Moggach
Loewe, 2014
gebunden, 349 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN 978-3-8390-0158-5
17,95 Euro
Es war Freitagabend und das Projekt lief seit ungefähr neun Wochen. Tess’ Stimme klang ganz normal, aber ich konnte sehen, dass sie geweint hatte, und ihr schmales Gesicht war blass.
Nachdem Leilas Mutter gestorben ist, zieht diese alleine in eine Wohnung und verbringt ihre Zeit in Internetforen, in denen sie Diskussionen über tiefgründige Themen führt. Dadurch lernt sie Adrian kennen, der ihr von einem geheimen Projekt erzählt. Dabei geht es um eine Frau, Tess, die gerne ihr Leben beenden möchte, weil sie eine nicht lebensbedrohliche Krankheit hat, die sie allerdings in ihrer Lebensqualität stark einschränkt. Doch würde Tess sich selbst das Leben nehmen, würde das ihre Familie und Freunde sehr kränken, deshalb versucht Tess, eine Person zu finden, die sich im Internet für sie ausgibt und als Tess „weiterlebt“. So will Tess unbemerkt aus dem Leben scheiden. „Ich bin Tess“ weiterlesen
von Allan Stratton
aus dem Amerikanischen von Heike Brandt
dtv, 2018
Taschenbuch, 261 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-423-74038-8
13,95 Euro
“Je länger ich die Bilder betrachte, desto mehr Formen entdecke ich, desto klarer treten sie hervor. Schwänze. Zähne. Pfützen aus Blut. Mein Herz bleibt stehen. Hunde. Ein Rudel wilder Hunde reißt etwas auseinander.”
Camerons Mutter hat wahnsinnige Angst vor seinem Vater, wodurch die beiden ständig auf der Flucht vor ihm sind. Jedes Mal wenn sie denkt, ER hätte sie wieder gefunden, ziehen sie um. Das bedeutet für Cameron ständig neue Schule, neue Freunde, neues Leben. Dieses Mal landen sie auf einem alten, ziemlich herunter gekommenen Bauernhof. Cameron wird schnell klar, dass irgendwas mit dem Hof nicht stimmt. Der Vermieter scheint etwas zu verheimlichen, und im Keller findet er alte Spielsachen und unheimliche Kinderzeichnungen von Hunden, die etwas zu zerfleischen scheinen. Nachts meint er, die Hunde in den Feldern hören zu können und er fühlt sich ständig beobachtet. Irgendwann taucht Jacky in seinen Träumen und auch später, vor seinem inneren Auge, am helllichten Tag auf. Jacky ist ein Junge, der vor 50 Jahren auf der Farm gelebt hat und plötzlich spurlos verschwand. Ihm gehören die Spielsachen im Keller und Cameron befürchtet, dass etwas Grausames mit Jacky passiert sein muss. Irgendeine düstere Vergangenheit schwebt über dem Hof und Cameron ist fest entschlossen, das Rätsel um Jacky und die Hunde zu lösen. Doch vielleicht liegt die Bedrohung ja gar nicht in der Vergangenheit. Ist Cameron am Ende vielleicht sogar selbst derjenige, der in Gefahr schwebt? „Dark Dogs“ weiterlesen
von Elle Cosimano
Kosmos, 2017
Taschenbuch, 432 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-4401-4655-2
16,99 Euro
Nearly hat nur eine Chance ihr eintöniges Leben im Trailerpark zu verlassen: Mit dem hart umkämpften Stipendium könnte sie ihre Heimatstadt für immer hinter sich lassen und an einer renommierten Uni studieren. Doch dann entdeckt sie mysteriöse Nachrichten in der Zeitung, die an sie gerichtet sind und in direkter Verbindung mit Morden zu stehen scheinen. Schnell wird Nearly klar, dass sie den Unbekannten in seinem perfiden Spiel schlagen muss, um den Tod weiterer Schüler zu verhindern. Und mit jedem Zug wirkt Nearly selbst immer verdächtiger.
Nearly Dead ist ein Thriller, der mich echt mitgerissen hat. Die Gefühle der Charaktere, ihre Probleme und Hoffnungen, werden so gut gezeigt, dass ich manchmal selber das Gefühl hatte unter dem Druck zusammenzubrechen. Elle Cosimano, die Autorin, deckt mit ihrer unglaublichen Ehrlichkeit auf, wie sehr die Menschen in den Trailerparks mit ihrem Schicksal zu kämpfen haben. Alle Charaktere sind sehr vielschichtig und dunkel. Niemand ist wirklich so, wie er zu sein scheint, und alle bewahren nur eine Fassade ihrer Persönlichkeit aufrecht. „Nearly Dead – Am Ende stirbst du“ weiterlesen
von Kevin Brooks
dtv, 2014
broschiert, 300 Seiten
ab 16 Jahren
ISB978-3423740036
12, 95 Euro
Sechs Personen werden in einem Bunker festgehalten. Sie wissen weder wer der Täter ist, noch kennen sie sein Motiv. Der 16-jährige Linus ist der Erste. Die neunjährige Jenny sowie vier Erwachsene folgen. Zusammen versuchen sie aus ihrem Gefängnis auszubrechen und bis dahin so gut wie möglich zusammen zu leben. Doch als der Täter beginnt sie aufeinander zu hetzen und anbietet, einen gegen das Leben eines anderen rauszulassen, eskaliert die Situation…
Ich fand das Buch erschreckend real geschrieben. Da es wie ein Tagebuch aus der Sicht von Linus verfasst wurde, kriegt man nie alle Infos und stellt sich noch viel mehr vor, als das, was beschrieben wird. Man wird selbst zu einem der Gefangenen und weiß nie, was als nächstes passiert. Das Buch hat mich sehr gefesselt und es war schwer es wegzulegen.
Das Ende fand ich zum einen sehr gut, zum anderen jedoch nicht, da ich wissen wollte, wie es weiter geht.
Ich würde es jedem empfehlen, der Bücher mit Themen mag, die nicht einfach in einer fiktiven Welt spielen, sondern die wirklich passieren könnten.
von Alice Kuipers
Fischer, 2018
Hardcover, 238 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7373-4129-5
14,00 Euro
Dieses Buch lese ich jeden Sommer aufs Neue. Wenn die Sonne so durchs Fenster scheint wie gerade eben und der Duft nach Sonnencreme und geschnittenem Gras durch die offenen Türen hereinweht, dann merke ich jedes Mal, wie ich die Geschichte von Cecile, die erwachsen wird, erneut durchleben will.
Callie und Ivy waren beste Freundinnen. Bis vor genau drei Jahren, wo Ivy von jetzt auf gleich verschwand. Wie aus dem Nichts ist sie in diesem Sommer wieder aufgetaucht, und schon bald scheint alles wie zuvor. Gemeinsam mit Kurt, Callies Kumpel, verbringen die drei ihren Sommer. Doch zwischen Bootstouren und Partys droht Ivys dunkles Geheimnis ans Licht zu kommen.
Dieses Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Callie, Ivy und Kurt geschrieben. Dies lässt dich die Handlungen der drei gut nachvollziehen. Auch ist es spannend, an ihren Gedanken teilzuhaben. Leider wechseln die Perspektiven sehr oft. Was am Anfang zu einem Überblick verhilft, hat mich nach und nach verwirrt. Das ist schade, da dadurch für mich die Spannung beim Lesen verlorenging.
Dennoch empfehle ich dir dieses Buch, wenn du einen Mix aus Freundschafts-, Liebesgeschichten und Thrillern magst. Auch wenn dir Ausblicke auf das Ende gefallen, hast du mit „Sommerdunkle Tage“ ein lesenswertes Buch gefunden.
von Marieke Nijkamp
Fischer, 2017
Taschenbuch, 327 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3841440167
14,99 Euro
»Es ist alles eine Frage der Wahl, die ihr trefft, heute ebenso wie später. Euer Verhalten wird nicht nur ein Licht auf euch selbst, sondern ebenso auf eure Eltern, eure gesamte Familie und eure Schule werfen.”
Autumn, Sylv, Thomas und Clair gehen alle in Oppertunity zur Highschool. Nach den Ferien ändert sich aber alles. Alle sind in der Aula, und hören der Rede der Direktorin zu, doch danach kommt niemand aus der Aula raus. Die Türen sind verschlossen. Ein Junge hat eine Waffe, und jeder der ihm in die Quere kommt, kann sterben. Das Lauf -Team der Schule, darunter auch Clair, sind draußen und hören die Schüsse, ebenso Thomas und Fareed, die Nachsitzen mussten. Aber wie kann man den geliebten Menschen in der Aula helfen? Was soll man tun, wenn die Schwester oder der Bruder oder die Freunde vielleicht schon tot sind. Und wie kann man helfen, wenn man zu dem Täter eine engere Beziehung hat und ihn besser kennt als fast alle anderen?
Meine Meinung:
Die Geschichte wird aus den Sichten von Autumn, Sylv, Thomas und Clair geschrieben. Jedes Kapitel enthält 2-3 Minuten von den 54 Minuten, die das Buch dauert. Somit wird jedes Kapitel einmal aus allen vier Perspektiven erzählt. In diesen Minuten sind die Hauptcharaktere in unterschiedlichen Situationen und denken über andere Dinge nach.
Der Schreibstil der Figuren war sehr gut, und man konnte sich sehr gut in die einzelnen Figuren hinein versetzten, und dadurch das ihr Handeln nachvollziehen. Ich fand es spannend zu lesen, was jeder für eine Verbindung zu dem Attentäter hatte. Durch die Gedanken seiner Mitschüler lernt man auch etwas über den Attentäter selber. Da aber nichts aus seiner Sicht erzählt wird, bleiben vermutlich auch wichtige Informationen über ihn verborgen.
Neben der Geschichte bringt das Buch einen zum Nachdenken, da man immer wieder von Amokläufen oder Attentaten hört.
von Ursula Poznanski
Loewe, 2018
Paperback, 448 Seiten
ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7855-8614-3
16,95 Euro
Er flog. Schwebte. Dachte mit Bedauern an die schachtel in seinem Rucksack. Das Geschenk für Hannah. Das war sicher kaputtgegangen.Dann kam der Schlag, die Schwärze, das Nichts.
Nach einem schweren Motoradunfall wird Timo in den Markwaldhof verlegt, eine Klinik, in der sensationelle Ergebnisse bei der Behandlung von Traumapatienten erzielt werden. Zunächst kann er nicht laufen und sprechen, doch schnell macht auch er Fortschritte und findet neue Freunde. Alles scheint perfekt, wären da nicht die seltsamen Dinge, die nachts in der Klinik passieren: Timo schlafwandelt immer wieder und Timos Bettnachbar, ein angeblicher Komapatient, läuft plötzlich munter durch die Klinik und droht Timo, es niemandem zu verraten. Doch wie sollte Timo es den anderen erzählen? Denn sprechen kann er immer noch nicht.
Ich muss sagen, dass mir das neue Buch von Ursula Poznanski besonders gefallen hat, da es einfach sehr anders geschrieben ist. Dadurch dass Timo nicht sprechen kann, ist es zum Großteil in einer Art innerem Monolog verfasst, wodurch ich das Gefühl hatte, Timo und seinen Gedanken viel näher zu sein. Außerdem verschärft es Timos Situation: Er kann sich nie sicher sein, ob alles was er sieht, der Wahrheit entspricht, da er nicht mit anderen Personen darüber sprechen kann. So bekommt die Geschichte etwas viel Mysteriöseres. „Thalamus“ weiterlesen
von Tim O’Rourke
Chicken House, 2015
Taschenbuch, 323 Seiten
ISBN: 978-3-551-52074-6
ab 15 Jahren
14,99 Euro
Seit dem Tod ihrer Mutter hat Charley Visionen, von ihr „Blitze“ genannt. Daran sieht sie, wie Menschen auf unterschiedlichste Art den Tod finden. Charley glaubt fest daran, dass ihre Blitze eine Bedeutung haben und diese Dinge wirklich passiert sind, doch niemand glaubt ihr. Bis sie den jungen Polizisten Tom trifft. Er ermittelt im Todesfall eines jungen Mädchens, das von einem Zug überfahren wurde. Und genau dieses Mädchen hat Charley in einem ihrer Blitze gesehen.
Tom glaubt Charley und will mit ihrer Hilfe die Umstände des Todesfalles klären. Denn wenn Charley Recht hat, ist ein Serienmörder auf freiem Fuß…
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es kein gewöhnlicher Krimi ist. Durch Charleys Visionen wird der Story ein Hauch von Mystery verpasst und man hat nicht das Gefühl “einfach nur nach Hinweisen zu suchen”. Durch ihre Probleme wird Charleys Person auch viel mehr Menschlichkeit verliehen, da sie selbst nicht weiß, wie sie mit ihrer Gabe umgehen soll. Sie sehnt sich nur nach einer Person, die ihr glaubt. Ihre Gefühle wirken so echt und verzweifelt und sind perfekt auf den Punkt gebracht. Als sie dann meint, in Tom einen Verbündeten gefunden zu haben, kann man durch die Schilderung aus beiden Perspektiven nachvollziehbar beobachten wie beide damit ringen, der anderen Person zu vertrauen und wie sich ihre Beziehung entwickelt. An Spannung fehlt es der Story auch nicht, denn beide haben nicht nur mit dem, Fall sondern auch mit persönlichen Problemen zu kämpfen, die sich in der Handlung angenehm die Waage halten. Dadurch wird man regelrecht eingesogen in das Geschehen, weil man immer wissen will, wie es mit der anderen Person weiter geht. Die Auflösung am Schluss war perfekt gemacht und hatte auf jeden Fall einen großartigen Überraschungseffekt.
Wer also auf spannende und (soweit wie möglich) realistische Mysterie-Thriller steht, sollte bei diesem kleinen Meisterwerk auf jeden Fall zugreifen.
Übrigens: Im Buch ist noch eine kleine Zusatzstory enthalten, die Einblick in Toms Zeit auf der Polizeischule gibt. Fand ich ein nettes kleines Detail. 😉
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