Ich bin Tess

Coverfoto ich bin Tess
Copyright: Loewe

von Lottie Moggach
Loewe, 2014
gebunden, 349 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN 978-3-8390-0158-5
17,95 Euro

 Es war Freitagabend und das Projekt lief seit ungefähr neun Wochen. Tess‘ Stimme klang ganz normal, aber ich konnte sehen, dass sie geweint hatte, und ihr schmales Gesicht war blass.

 

Nachdem Leilas Mutter gestorben ist, zieht diese alleine in eine Wohnung und verbringt ihre Zeit in Internetforen, in denen sie Diskussionen über tiefgründige Themen führt. Dadurch lernt sie Adrian kennen, der ihr von einem geheimen Projekt erzählt. Dabei geht es um eine Frau, Tess, die gerne ihr Leben beenden möchte, weil sie eine nicht lebensbedrohliche Krankheit hat, die sie allerdings in ihrer Lebensqualität stark einschränkt. Doch würde Tess sich selbst das Leben nehmen, würde das ihre Familie und Freunde sehr kränken, deshalb versucht Tess, eine Person zu finden, die sich im Internet für sie  ausgibt und als Tess  „weiterlebt“. So will Tess unbemerkt aus dem Leben scheiden. 

Tess‘ Plan besteht darin, ihrer Familie zu erzählen, sie würde ins Ausland auswandern und weiter mit ihnen über Facebook kommunizieren. Ihren Account soll Leila übernehmen.

Leila stimmt zu und bekommt in den nächsten drei Monaten alle nötigen Infos von Tess über ihr Leben und ihr Verhalten.

Doch als Tess nicht mehr da ist, scheint es doch schwieriger zu sein, als Leila zunächst erwartet hat.

Kann sie diese verrückte Aufgabe meistern? Oder fliegt ihre wahre Identität auf?

Leider muss ich sagen, dass mir das Buch überhaupt nicht gefallen hat. Beim Lesen des Titels und des Klappentextes war ich echt gespannt, aber es hat mich leider enttäuscht. Die Story wurde sehr schnell langweilig, weil seitenlang immer nur das Gleiche passiert. Außerdem konnte ich mich schlecht in Leila hineinversetzten, da sie schwer nachvollziehbare Gedankengänge hat. Es kamen oft Rückblenden, die mit der Gegenwart vermischt wurden, was dazu geführt hat, dass man die Geschichte nicht wirklich verstehen konnte.

Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen.

Übrigens ist dieser Titel die Vorlage zur netflix-Serie „Kiss me first“

Merle Schraven, 15 Jahre

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