Die goldenen Wölfe

Coverfoto Die goldenen Wölfe
Copyright: Arctis

von Roshani Chokshi
Arctis Verlag, 2019
gebunden, 448 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-0388-0026-2
19,00 Euro

Paris im Jahre 1889, hundert Jahre nach der französischen Revolution: Es existiert die Schmiedekunst, eine kreative Gabe, Dinge zu erschaffen. Séverin, ein Enterbter des Hauses Vanth, versucht mit Hilfe seines Teams – mehr oder weniger freiwillig – das Horusauge beschaffen. Dabei begegnen sie Dingen, die sie nicht erwartet haben.

Séverin ist der Anführer des Teams. Er ist sucht immer weiter und gönnt sich keine Pause. Seine ruhige Art und sein klares Denken lassen ihn sehr sympathisch wirken.
Hypnos ist der Auftraggeber des Ganzen. Es scheint, als ob er Freunde suche. Doch man kann ihm durch das ganze Buch hinweg nicht komplett trauen. Das hat die Autorin sehr gut hinbekommen.
Laila hat zwei Identitäten und eine Gabe, die sehr wichtig ist. Sie ist ein schlaues und mutiges Mädchen. Sie hilft den anderen, verfolgt aber trotzdem ihr eigenes Ziel. Ihre Stärken gefallen mir sehr gut. Sie passt gut ins Team.
Enrique ist ein Historiker, der keine Gabe besitzt, aber das gleicht er mit Wissen aus. Er bildet ein gutes Duo mit Zofia und passt sehr gut ins Team.
Zofia zählt zu meinen Lieblingscharakteren. Sie ist ein Genie, wenn es um Naturwissenschaften geht, aber in der Gesellschaft versagt sie komplett. Ich musste wegen ihr manchmal echt schmunzeln, man kann sich gut in sie hineinversetzen.
Tristan ist Séverins loyaler bester Freund. Mit seiner rastlosen Art und seinem Entdeckungsdrang habe ich ihn sofort ins Herz geschlossen.

Die Geschichte ist wirklich sehr gut. Zwar hatte ich am Anfang das Gefühl, dass alle viel zu unversehrt von ihren Missionen zurückkehren, aber das hat sich im Laufe des Buches gelegt. Auch die Darstellung der Charaktere finde ich sehr gut. Die Kulisse des Geschehens hat mich auch sehr überzeugt. Paris passt hier gut ins Bild, obwohl Leute ohne Französischkenntnisse eventuell Schwierigkeiten haben, den ein oder anderen Begriff auszusprechen.

Es ist gut, dass die Kapitel aus verschiedenen Perspektiven geschildert werden. So kann man die Handlungen besser nachvollziehen. Interessant ist auch, dass es oft zu Beginn eines Kapitels aus Séverins Perspektive einen Rückblick in seine Vergangenheit gibt.

Leider konnte der Schreibstil mich nicht so ganz erreichen, da ich aufgrund sehr vieler detaillierter Beschreibungen Passagen überflogen habe und noch einmal neu lesen musste. Dadurch ist der Lesefluss abgebrochen. Zum Ende hin habe ich mich daran gewöhnt und es wurde deutlich angenehmer es zu lesen. Ansonsten ist die Geschichte sehr spannend geschildert und man möchte wissen, wie es weitergeht.

Das Ende hat mich überrascht (mehr möchte ich dazu nicht sagen, sonst wäre es zu viel Spoiler). Das Cover gefällt mir gut. Es lässt das Buch geheimnisvoll wirken. Mit dem Titel konnte ich mich allerdings nicht so ganz anfreunden. Er passt super zum Buch, lässt mich aber denken, dass es hier um „richtige“ Wölfe geht.
Es ist im Grunde ein sehr unterhaltsames Buch. Vor allem für die, die gerne in die Vergangenheit von Paris eintauchen.

Katharin Lerner, 15 Jahre

 

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