Die Legende von Shikanoko – Herrscher der acht Inseln

Coverfoto Die Legende von Shikanoko
Copyright: Sauerländer

von Lian Hearn
aus dem Englischen von Sybille Schmidt
Sauerländer, 2017
gebunden, 592 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3737354660
19,99 Euro

„Wer nimmt denn ein Kind zum Kundschaften mit?“, fragte Nobuto leise. – „Er will nicht von dem Jungen getrennt sein!“, sagte Sademasa. -„So einen närrischen Vater habe ich noch nie erlebt!“ – „Und ich noch nie so ein verwöhntes Kind. Wenn das mein Sohn wäre…“

Shikanokos Vater Shigetomo wird ermordet. Shigetomo war Herrscher über das Dorf Kuroyama. Jedoch wünscht Shikanokos Onkel Shikanoko den Tod, weil er um jeden Preis verhindern will, dass Shikanoko sein Erbe antreten kann. Als Shikanoko versucht zu fliehen, gerät er in eine brenzlige Situation, aus der er von einem Hirsch gerettet wird. Anschließend lernt er den Berghexer Shisoku kennen, der ihm eine magische Maske verleiht. Diese macht ihn zum Kind des Hirsches und verleiht ihm magische Fähigkeiten und ein sehr gutes Kampfgeschick.

Im Verlauf des Buches wird Shikanoko Gefangener des Fürstabtes, der ihn um seine magische Maske beneidet und ihn dennoch die Magie lehrt. Als dann auch noch der Kaiser stirbt, scheint alles aus dem Ruder zu laufen, denn jeder, auch der Fürstabt, will die höchste Macht des Landes erlangen. Shikanoko hingegen weiß jedoch, wer der wahre Kaiser ist und versucht alles, um ihn zum Kaiser zu machen.

Auf dem Weg dorthin lernt er Aki, die Herbstprinzessin, kennen. Das macht seine Aufgabe nur noch schwerer, aber trotz Rückschlägen gibt er nicht auf. Trotzdem stellt sich die Frage:  Wird es am Ende allen gut gehen?

Die Geschichte an sich hat mir echt gut gefallen! Allerdings finde ich den Schreibstil nicht so angenehm zu lesen und viele Passagen wurden für meinen Geschmack zu ausführlich beschrieben, was das Buch unnötig in die Länge gezogen hat.

Da es in dem Buch sehr viele Neben- und Hauptfiguren gibt, finde ich es sehr praktisch, dass sich vorne im Buch ein Personenverzeichnis befindet. Besonders bei den ersten 100 Seiten hat es sich als überaus nützlich bewiesen.

Einerseits finde ich es toll, dass es so viel Ortswechsel gibt, weil dies das Buch umso spannender macht. Andererseits hatte ich deswegen oftmals keine Lust weiter zu lesen –ich wurde zu sehr von der Haupthandlung abgelenkt. Die unterschiedlichen Charaktere haben mir alle gut gefallen und es hat Spaß gemacht mit ihnen mitzufiebern.

Trotz meiner Kritik freue ich mich auf die Fortsetzung, die im Frühjahr 2018 erscheint, denn ich will dem Autor auf jeden Fall eine zweite Chance geben. Das Buch greift auch auf die Geschichte Japans zurück, was ich sehr interessant finde, weil ich mich bisher noch nicht mit Japan beschäftigt habe.

Diesen Fantasyroman kann ich besonders älteren Jugendlichen und Japan-Fans empfehlen.

Sonja Schmitz, 14 Jahre


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