Game Changer- Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, alles falsch zu machen

Coverfoto Game Changer
Copyright: Sauerländer

von Neal Shusterman
Sauerländer, 2021
gebunden, 415 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN 978-3-7373-5884-2
18,00 Euro

„Irgendein Problem?“, fragte Edd.
„Nein. Aber wie könnt ihr im Universum für Ordnung sorgen, wenn ihr nicht mal euren eigenen
Müll wegräumt?“
„Das ist kein Müll“, grummelte er. „Es wird nur als Müll in dieses Universum projiziert.“ Trotzdem begann er aufzuräumen.

Ash ist ein ganz normaler Junge als er plötzlich zum Mittelpunkt des Universums wird. Eigentlich stellt man sich das ja ganz cool vor, aber nicht, wenn man ständig von einer Dimension in die andere katapultiert wird und sich dein Leben immer wieder verändert. Und dann führt Ash  aus Versehen die Rassentrennung wieder ein …

Ich fand die Idee spannend, konnte mir aber nicht wirklich Etwas unter dem Klappentext vorstellen. Die Geschichte macht Spaß zu lesen, ist lustig (der Schreibstil hat mich manchmal sehr an den Humor von Percy Jackson erinnert) und durch die verschiedenen Universen sehr abwechslungsreich. Dabei lernt man jedoch trotzdem etwas dazu. Ashs Situation und sein Umfeld verändern sich ständig, der Autor weiß allerdings viele verschiedene Standpunkte und Problematiken unterzubringen, wodurch es spannend ist, aus immer anderen Perspektiven auf die Story zu schauen. Meiner Meinung nach hätte Neal Shusterman aber noch mehr auf die wieder eingeführte Rassentrennung eingehen können, die ab und zu immer wieder stark in den Hintergrund gerät, obwohl sie die wohl bedeutsamste Veränderung ist.

So richtig wird auch nicht erklärt, warum Ash denn jetzt zum Mittelpunkt des Universums wird (oder warum es generell immer einen sogenannten Sub-Loc geben muss) und warum Katie die Einzige ist, die sich immer an die Veränderungen erinnern kann. Das find ich allerdings nicht schlimm, denn es gibt so viele offene Fragen im Universum, dass es ganz passend ist, nicht alles beantwortet zu bekommen.

Das Ende ging mir dann allerdings doch zu einfach/schnell. Ashs Sprünge funktionierten nie so wie er will, aber dann, als es wirklich darauf ankommt, klappt alles problematisch, das fand ich seltsam.

Insgesamt macht das Buch aber mega Spaß zu lesen und ist eine verrückte Mischung aus Science Fiction, Dystopie und sozialer Thematik.

 

Mara Frohreich, 19 Jahre

 

 

 

 

 

 

 

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