Hiding Hurricanes

Coverfoto Hiding Hurricanes
Copyright: Knaur

von Tami Fischer
Knaur, 2020
Taschenbuch, 416 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-426-52554-8
12,99 Euro

 

„Kaum liegen keine Steine mehr auf eurem Weg, rollt ihr im Teamwork gemeinsam wieder welche drauf.“

Nacht für Nacht verwandelt Lenny sich in eine andere. In Daisy. Daisy ist ihr Pseudonym als Tänzerin in einem Nachtclub. Sie liebt die Freiheit, die sie dadurch und durch das Tanzen hat. Als Daisy mit der blonden Perücke und der schwarzen Maske vor dem Gesicht ist sie frei von ihrer Vergangenheit und kann einfach nur sie selbst sein. Doch Lenny hat dadurch umso mehr Probleme in ihrem Leben. Denn sie muss ihren Job vor ihren Freunden geheim halten und lässt nicht einmal ihren besten Freund Creed nah an sich heran. Dabei ist sie schon seit einer Ewigkeit in Creed verliebt.

Die Welten von Daisy und Lenny prallen aufeinander als Creed anfängt, Daisy regelmäßig im Club zu besuchen. Lenny kann auf keinen Fall zulassen, dass er sie hinter ihrer Maske erkennt und doch kann sie sich auch nicht von ihm fernhalten. Und so kommt es zu einem verbotenen, heißen Kuss. Weder als Lenny noch als Daisy weiß sie, was sie nun tun soll, denn was sie auch tut, dass sie Creed verliert, scheint unausweichlich zu sein.

Meine Meinung:

Ich war total gespannt auf den neuen Teil der Fletcher-University-Reihe und konnte es kaum erwarten, in die Welt des Nachtclubs und der Tänzerin Daisy einzutauchen. Tami Fischer hat damit ein nicht gerade konventionelles, sondern sogar eher verpöntes Thema für ihren Young Adult-Roman gewählt. Ich mag es, wie sie damit im Buch umgeht, denn sie räumt mit einigen Vorurteilen und Verurteilungen auf, stellt es aber auch nicht in den Fokus der Handlung.

Es geht vor allem um Lenny, Creed und Daisy und ihre gemeinsame Geschichte. Diese hebt sich, meiner Meinung nach, auf positive Weise von anderen Romanen dieses Genres ab. Ich versuche es mal so zu beschreiben: Ihre Geschichte wird langsam und undramatisch erzählt. Dabei sind Lenny und Creed beide große Drama-Queens, die sich selbst das Leben schwer machen. Aber trotzdem ist die Handlung nicht mit übertriebenen Dramen aus der Vergangenheit oder in ihrer Beziehung zueinander gespickt. Das hat mir gut gefallen, weil die Handlung dadurch einfach realistischer wird.

Auf der anderen Seite hat mir dadurch ein klein wenig der Pepp gefehlt. Es gab keine wirklichen Hoch- und Tiefpunkte und die Geschichte war nicht halb so turbulent wie Carlas und Mitchells. Aber das macht sie wiederum auch aus, denn es ist nun mal Lennys und Creeds Geschichte und jede sollte anders sein.

Lenny und Creed sind auf jeden Fall  sehr einzigartige Charaktere. Hinter der zurückhaltenden und oft griesgrämigen Randfigur, die wir aus den ersten Fletcher-Romanen kennen, steckt ein ganz anderes Mädchen als gedacht. Und damit meine ich nicht nur ihr Leben als Daisy. Lenny ist einfach ein toller Mensch und ich fand ihre Geschichte sehr bewegend. Auch von Creeds Gedanken und Leben erfahren wir ein kleines bisschen mehr. Dass er ein charmanter und witziger Typ ist, wussten wir ja schon, aber in ihm steckt noch so viel mehr. Ich würde die beiden als liebenswerte Trottel bezeichnen.

Die Geschichte der beiden hat mir gut gefallen, hat mich aber nicht so sehr mitgenommen, wie die bisherigen zwei Bände der Fletcher-University-Reihe. Dafür freue ich mich umso mehr auf den 4. Teil, denn wie es mit Savy weitergehen könnte, wurde schon an der ein oder anderen Stelle angedeutet. Und ich hoffe, dass auch Summer ihre Geschichte bekommt, denn auch für sie könnte ich mir schon jemanden vorstellen…

Carolin Wallraven, 21 Jahre

 

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