Ringel Rangel Rosen

Coverfoto Ringel Rangel Rosen
Copyright: Oetinger

von Kirsten Boie
Oetinger, 2010
Hardcover, 190 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN 978-3-7891-3182-0
14,95 Euro

Karin ist dreizehn und wohnt in Hamburg in einem
„Behelfsheim“. So heißen die von der Regierung aufgestellten Häuser für Vertriebene und Flüchtlinge. Es ist das Jahr 1961 und niemand spricht über den zweiten Weltkrieg und seine Folgen.

Karin seufzt. Wie schön das alles ist. Sommerferien und ein Fernseher, und wenn es regnet, macht das gar nichts mehr aus. Wenn man nicht baden gehen kann, kann man fernsehen, um fünf Uhr geht es ja schon los. Wenn man einen Fernseher hat, muss es einem nie mehr langweilig sein.

Karin möchte Antworten haben. Warum hat niemand Fragen gestellt, als Juden verschwunden sind? Waren ihre Eltern, Verwandten und Nachbarn in Kriegsverbrechen verwickelt? Karins Eltern wollen mit Karin jedoch nicht über die Vergangenheit und den zweiten Weltkrieg sprechen. Sie wollen lieber umziehen, raus aus dem kleinen „Behelfsheim“ in eine richtige Wohnung.

Sturmflutwarnung für die Nordseeküste, haben sie am Nachmittag im Radio gesagt. Wasser bis zu drei Meterüber Normalnull. Windstärke elf bis zwölf.

Als bei einer Sturmflut die Behelfsheime zerstört wurden, gerät Karins Welt völlig ins Wanken. Tagelang ist sie von ihrer Familie getrennt. Da das Haus zerstört ist, wollen Karins Eltern genau wie viele andere Familien umziehen. Karin wird von ihrer besten Freundin getrennt.

Der neue Stadtteil in einer besser eingerichteten Wohnung verspricht Karin ein neues, besseres Leben. Sie findet neue Freundinnen. Immer noch will sie Antworten haben, was im zweiten Weltkrieg passiert ist und was ihre Eltern damit zu tun haben.

Mir gefällt an diesem Buch besonders, dass viele Dinge tatsächlich passiert sind, die Karin erlebt. Eine Sturmflut hat 1962 tatsächlich Stadtteile von Hamburg zerstört und viele Menschen sind danach umgezogen.

Ich empfehle dir das Buch, wenn du etwas über die Zeit nach dem zweiten Weltkrieg wissen möchtest. Jedoch solltest du schon einige Dinge über diese Zeit wissen, damit du das Buch gut verstehst. Ich hätte mir ein Glossar oder ein Nachwort gewünscht, welches einige Dinge zu diesem Buch und auch die verwendeten altmodischen Begriffe erklärt.

Katrin Berszuck, 19 Jahre

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