Sternschnuppensommer

Coverfoto Sternschnuppensommer
Copyright: Gerstenberg

von Gideon Samson
aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf
Gerstenberg, 2018
gebunden, 230 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN: 978-3-8369-5630-7
12,95 Euro

„Neben dir lehnt ein blauer Koffer an den rostbraunen Gitterstäben des hohen Zauns. Noch keinen Meter weiter liegt ein schmuddeliger Hund der Länge nach auf dem Gehweg und schläft. Der Koffer gehört dir, der Hund nicht. Anscheinend gehört das Tier zu niemandem.“

Jakobs Mutter fliegt mit ihrem Freund Kees nach Thailand. Um Kees nicht in Unkosten zu stürzen, kann ihr Sohn nicht mit. Für Jakob ist aber schon gesorgt – er soll die Ferien bei seinem Vater, den er nicht kennt, auf einer griechischen Insel verbringen. Zuerst scheint für ihn alles öde, schließlich muss er auf einer Couch schlafen und hat nur seine Comics bei sich… Doch eines Tages begegnet er Michális und es scheint, als wäre der Sommer gerettet. Als dann noch Puck, die ein unheimlich ansteckendes Lachen besitzt, hinzukommt, ist der Sommer nahezu perfekt! Zusammen gehen sie schwimmen, fahren Rad, klettern, reiten auf Eseln und lachen viel. Wenn das bloß immer so bleiben könnte…

Meine Meinung:

Ich muss zugeben, dass mich das Buch anfangs etwas verwirrt hat, da man nicht sofort wusste, wieso beispielsweise Jakobs Vater Yiannis, aber auch andere auf der Insel so einen merkwürdigen Satzbau beim Sprechen haben…

Trotz Schwierigkeiten mich einzufinden, denke ich, dass das Buch aufgrund der „Du“ – Perspektive toll für Kinder sowie Eltern ist. Man kann sich als Leser sowie als Zuhörer  gut in Jakobs Perspektive hineinversetzen, auch Pucks Fröhlichkeit und Michális griechische Mentalität wurde gut übermittelt. Ich finde, dass man auch viel über diese griechische Insel mitbekommt, sodass man sie sich genau vorstellen kann. Außerdem lernt man etwas Griechisch wie beispielsweise arkretá. Wobei ich noch erwähnen sollte, dass es mir so vorkam, als wäre das Buch am Ende gar nicht zu Ende.

Ich denke, dass euch dieses Buch trotz einiger „Unklarheiten“ gefallen könnte. Lasst euch überraschen! 😉

Bengisu Bor, 13 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Jakob muss seine Sommerferien bei seinem Vater in Griechenland verbringen. Dort lernt er Michális kennen und freundet sich schnell mit ihm an. Gemeinsam erleben sie vieles und als Puck, Michas Freundin, dazustößt, haben sie noch mehr Spaß. Sie essen Eis, klettern auf Bäume, gehen schwimmen und genießen einfach den Sommer. Doch bald kommen Gefühle ins Spiel, die diese Freundschaft aufs Spiel setzen könnten.

Das Cover passt gut zu dem Buch und stellt einige Situationen zwischen Jakob, der da alleine ist, und seinem Freund Micha und seiner Freundin gut dar.

Der Anfang ist interessant, man lernt Jakobs Charakter schnell kennen und erkennt sofort, wie die Vater-Sohn-Beziehung ist. Diese Beziehung entwickelt sich über den Verlauf der Geschichte gut und vor allem am Ende war ich wirklich zufrieden, wie Vater und Sohn miteinander umgegangen sind!

Die Freundschaft von Micha und Jakob ist realistisch und ich mochte sie sehr. Micha ist ein toller Nebencharakter, der mir bis zum Ende gut gefiel.  Nun kommt aber mein Problem. Klar, Micha, Jakob und Puck sind tolle Freunde und es hört sich wirklich nach einem schönen Sommer an, aber ich würde das Buch niemals Kinder lesen lassen! Wer den kleinen Spoiler an dieser Stelle überlebt, kann den nächsten Absatz ja lesen, denn das muss ich einmal los werden:

Wie zur Hölle, kann man in einem Kinderbuch indirekt schreiben, dass es okay ist, wenn der beste Freund mit der eigenen Freundin rumknutscht? In diesem Buch wird es als normal dargestellt, dass Jakob und Puck sich küssen. Klar, Micha ist danach etwas muffig drauf, aber dennoch wird es am Ende so dargestellt, als wäre es okay und gar nicht schlimm. Das geht gar nicht meiner Meinung nach. Das hat das Buch für mich ziemlich kaputt gemacht, was ich wirklich schade finde.

Nun wieder etwas Positives: Das Buch ließ sich schnell lesen, weil es locker und angenehm geschrieben war. Es hat mir auch sehr gefallen, wie einige Dinge (wie die griechischen Armbänder) erklärt und beschrieben wurden, da man sie sich dadurch noch besser vorstellen konnte.

Nun zu meinem Fazit. Es ist ein Buch, das ich eigentlich gut finden würde, wäre da nicht der Aspekt mit dem „Fremdküssen“. Das gehört für mich nicht in ein Kinderbuch beziehungsweise nicht so, wie es hier dargestellt wurde. Wer das also als Jugendlicher lesen möchte: gerne. Aber nicht als Kind, da würde ich lieber zu anderen Kinderbüchern greifen.

Sarah Schröder, 19 Jahre

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