Ashes and souls – Schwingen aus Rauch und Gold

Coverfoto Ashes and souls
Copyright: Loewe

von Ava Reed
Loewe, 2. Auflage 2019
gebunden, 380 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN 978-3-7432-0251-1
18,95 Euro

Nachdem ihre Mutter gestorben ist, macht sich Mila auf nach Prag, der Stadt, inder sie geboren ist und welche sie laut ihrer Mutter nicht betreten dürfe. Dort sucht sie nach den Spuren der Vergangenheit und nach Antworten. Denn sie hat eine besondere Gabe: Sie kann das Sterben eines Menschen vorhersehen, denn diese Menschen verlieren ihre Farbe und werden grau.

Tariel gehört zu den Ewigen. Wir würden jene Art, zu der er gehört, als Engel beschreiben. Er wohnt im Reich des Lichts. Seine Aufgabe und die seiner Gattung ist es, das Gleichgewicht von Unsterblichkeit und Tod, Gut und Böse, Licht und Schatten zu erhalten. Als ein Ungleichgewicht auftaucht, ist er besessen davon, es zu beseitigen. Nach vielen Jahren taucht dieses in Prag wieder auf.

Asher lebt als Ewiger im Reich der Dunkelheit. Als plötzlich sein Wiedersacher Tariel Interesse an einem Mädchen zeigt, wird Asher aufmerksam. Nur um seinen Feind zu ärgern, nähert er sich dem Mädchen, Mila, an. Doch als er registriert, dass Mila besondere Kräfte besitzt, ist es schon zu spät: Er hätte nicht anfangen sollen, sie lieben zu lernen, und sie hätte mit diesen Kräften nicht leben dürfen.

Plötzlich findet sich Mila in einem Kampf zwischen Licht und Dunkelheit wieder und muss sich entscheiden, welchen Pfad sie wählen wird.

Ashes and Souls ist so gut!!!

Romantisch, fesselnd, magisch und engelsgleich! Und es spielt zu großen Teilen in Prag. Die wunderschöne Location passt perfekt zu der Story.

Die Handlung ist einfach klasse! Die engelsgleichen Wesen haben mich von Anfang an beeindruckt und die Frage, ob Licht und Dunkelheit, Himmel und Hölle direkt Gut und Böse bedeutet, lässt mich auch nach dem Lesen grübeln. Die Frage nach Gut und Böse verbindet den fiktiven Teil der Geschichte mit dem nonfiktiven und gibt den Lesern einen Einblick in die philosophische Fragen, die die Menschheit beschäftigen.

Dass da oben Ewige leben und über das Gleichgewicht auf der Welt richten, finde ich eine echt gute Idee, um ein Buch darüber zu schreiben. Es gibt ja schon einige Bücher über Engel und Dämonen, aber bisher hat man sie dadurch direkt mit „gut“ beziehungsweise „böse“ betitelt, doch kann auch ein Engel böse sein und ein Dämon gut? Sind sie nicht von beidem etwas? Diesen Gedanken finde ich in diesem Buch ziemlich gut verdeutlicht.

Das Cover und die Illustrationen auf den Seiten gefallen mir richtig gut! Sie sind sehr kreativ und passend.

Insgesamt finde ich das Buch sehr fesselnd und kann es nur wärmstens empfehlen!

Sophie Heuschkel, 14 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Mila ist auf den Spuren ihrer Vergangenheit unterwegs. Sie möchte ihre Wurzeln finden und ist fest davon überzeugt, dass sie das nur in Prag kann. Die Stadt, in der sie geboren ist und an die sie sich nicht erinnern kann. Hier möchte sie herausfinden, was es mit ihrem Fluch auf sich hat. Denn sie hat eine besondere Fähigkeit: Sie kann sehen, wie nah ein Mensch dem Tod steht. Diese Menschen sieht sie als „Graue“. In einer Welt, in der alles im Gleichgewicht bleiben muss, ist diese Fähigkeit eine Bedrohung. Deswegen gerät sie in den Fokus der „Ewigen“. Und ehe sie sich versieht, steckt sie in einem Machtkampf zwischen Dunkelheit und Licht, wo nicht automatisch klar ist, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört.

 

Meine Meinung:

Das ist mein erster Fantasy-Roman von Ava Reed und ich muss sagen, es hat sich mehr als gelohnt!

Am Anfang brauchte ich etwas Zeit, um in die Geschichte hineinzukommen und mit den Figuren warm zu werden. Aber das hat sich schnell gelegt, sodass ich das Buch am Ende regelrecht verschlungen habe. Ava Reed hat eine sehr interessante Welt kreiert, die mit Gegensätzen spielt. Obwohl alles immer ein Gegenstück hat, bricht sie mit den typischen Konventionen. Licht bedeutet nicht immer Gut und die Dunklen sind nicht nur Böse. Also obwohl alles auf den ersten Blick sehr schwarz und weiß wirkt, stellt man schnell fest, dass es viele Graustufen gibt. Toll gemacht!

Das Buch war so schnell vorbei, dass ich am Ende ganz entsetzt war. Es ist noch so vieles offen und lässt einen neugierig zurück. Außerdem ist das Ende furchtbar spannend, sodass ich am liebsten direkt weitergelesen hätte. Aber auf den zweiten Teil und damit den Abschluss der Dilogie müssen wir leider noch etwas warten. Ich freue mich jetzt schon darauf, den zweiten Teil in mein Regal zu stellen. Denn das Cover des ersten Bandes ist schon echt sehr schön. Düster und geheimnisvoll. Genau passend zum Buch, auch die Seiten sind passend zum Cover gestaltet.

In der Geschichte gibt es drei Hauptcharaktere, aber auch viele Nebencharaktere, die ich alle sehr ins Herz geschlossen habe. Vor allem Mim und Pan haben es mir angetan. Wer die zwei sind? Nun, das solltet ihr am besten selbst herausfinden!

Carolin Wallraven, 20 Jahre

 Und hier kommt noch eine dritte Meinung zu diesem Buch:

„Am Anfang stand das Gleichgewicht. Der Dunkelheit folgte das Licht. Die Ewigkeit traf auf den Tod.“

Am Anfang stand das Gleichgewicht. So beginnt auch das Buch, indem man aus der Sicht von Tariel erfährt, dass irgendetwas dieses Gleichgewicht durcheinandergebracht hat. Er macht sich auf die Suche nach dem Fehler.

Mila kann sehen, wer stirbt. Sie bezeichnet sie als „Graue“. Wer grau ist, wird definitiv, ohne Ausnahme, sterben. So war es auch bei ihrer Mutter.

12 Jahre später ist Mila in Prag und sucht nach ihren Wurzeln. Mit ihrer Mutter hat sie früher dort gelebt und versucht nun, herauszufinden, wieso sie diese Stadt damals so fluchtartig verlassen haben.

Dort lernt sie auch Tariel kennen, der bemerkt, dass an ihr etwas Besonders ist. Ist Mila der Fehler, den er so lange gesucht hat? Auch Asher erkennt schnell, dass Tariel an Mila etwas gefunden hat. Dementsprechend interessiert er sich auch für sie und will herausfinden, was bei Mila so anders ist.

Der Einstieg war erstaunlicherweise schwer für mich, dabei bin ich von Ava Reeds Büchern gewohnt, locker flockig reinzukommen. Nun, hier war es etwas schwerer. Ich weiß nicht, ob es an den ausführlichen Beschreibungen lag oder an den drei Perspektiven, irgendwie habe ich lange gebraucht, bis ich in der Geschichte war.

Dafür war es ab dem Moment, in welchem ich in der Geschichte versunken war, unfassbar gut! Ava Reed schafft es, 384 Seiten anfühlen zu lassen, als wären es nur 100. Dieses Buch wurde schnell von mir verschlungen und ich freue mich schon total auf Band 2!

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Asher ist der dunkle, gefährliche Kerl, den man aber sofort mag (zumindest war es bei mir so). Der Ewige war mir sofort sympathisch und ich habe jede Stelle geliebt, in welcher er vorkam. Mila war mir am Anfang als Protagonistin etwas… fremd. Vielleicht ist mir wegen ihr der Einstieg in die Geschichte nicht gut gelungen, ich weiß es nicht. Dennoch: auch mit Mila bin ich warm geworden.

Das Cover und die Illustrationen finde ich wunderschön. Wenn man Band 1 und 2 später nebeneinander im Regal stehen hat, wird es einfach perfekt aussehen. Dass bei Kapitelbeginn von Asher, Tariel und Mila immer entweder dunkle oder helle Flügel oder Rauch zu sehen waren, hat mir sehr gefallen. Das hat der Geschichte noch den äußeren Feinschliff gegeben.

Ich bin gespannt, wie die Geschichte weiter geht! Ich kann euch das Buch wärmstens empfehlen!

Sarah Schröder, 20 Jahre

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