Was so in mir steckt

Coverfoto Was so in mir steckt
Copyright: randomhouse

von Barry Jonsberg
aus dem australischen Englisch von Ulla Höfker
cbj, 2019
gebunden, 349 Seiten
ab 12 Jahren
18,00 Euro

Rob Fitzgerald ist verliebt. In Destry Camberwick, das wohl schönste Mädchen der Welt. Doch Rob hat ein Problem: Alleine der Gedanke im Mittelpunkt zu stehen, führt bei ihm zu ernsthaften Panikattacken und dem Wunsch im Erdboden zu versinken. Wie soll er es so schaffen, Destrys Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen?

Die Lage scheint aussichtslos, doch plötzlich erhält er eine mysteriöse SMS, die ihn zu aufeinander folgenden Herausforderungen auffordert. Ziel der Herausforderungen ist nicht an erster Stelle Destry zu beeindrucken, sondern Rob zu helfen zu sich selbst zu stehen und mehr Selbstvertrauen zu entwickeln. Zunächst denkt Rob natürlich gar nicht daran überhaupt mitzumachen, aber schließlich fasst er sich doch ein Herz und nimmt die erste Herausforderung an.Diese und auch die folgenden Herausforderungen scheinen ihn wirklich zu verändern. Er beginnt sich selbst mehr zuzutrauen und sogar Destry scheint ihn endlich zu bemerken. Doch Rob lernt auch, dass es gar nicht so wichtig ist, ob Destry ihn jetzt mag oder nicht. Viel wichtiger ist, dass er zu sich selber steht und auf sein Können vertraut.

Besonders gut an der Geschichte hat mir gefallen, dass Rob nicht der typische Heldencharakter ist, aber auch nicht der eingefahrene Loser. Er ist zu Beginn wahnsinnig schüchtern und wagt es nicht mal, seinen Eltern so wirklich zu wiedersprechen. Im Laufe der Geschichte mit all den Herausforderungen, denen er sich stellt, lernt er dann jedoch zu sich selber zu stehen und seine Meinungen zu vertreten. Diese Entwicklung ist wirklich wundervoll zu beobachten, da sie meiner Meinung nach sehr gut darstellt, dass jeder sich positiv verwandeln und selbstbewusster werden kann.

Viele Jugendliche haben das Problem, dass sie extrem schüchtern sind und sich nicht trauen aus sich herauszukommen. Rob zeigt, dass es möglich ist, diese Schüchternheit zu überwinden und dass man dafür lediglich seine eigene Komfortzone verlassen muss. Neben Rob existieren noch weitere sehr interessante Charaktere, die dem Buch Leben und Farbe einhauchen. Zum Beispiel Robs bester Freund Andrew, der immer für ihn da ist, aber auch kein Problem damit hat, Rob mal eiskalt seine Meinung um die Ohren zu hauen.

Und dann ist da noch Robs Großvater. Ein grantiger, fluchender, meist ziemlich unhöflicher alter Mann, der Rob aber dennoch ins Herz geschlossen hat. Gerade die Unterhaltungen zwischen den beiden, die immer wieder zwischen gegenseitigem Aufziehen und ernsteren Gesprächsthemen schwanken, machen die Beziehung zwischen den beiden sehr unterhaltsam und interessant. Insgesamt ist die Geschichte sehr leicht, farbenfroh und interessant geschrieben, wodurch es wirklich Spaß macht sie zu verschlingen.

Ann-Kathrin Opiolka, 18 Jahre

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