Drei Schritte zu dir

Coverfoto Drei Schritte zu dir
Copyright: dtv

von MikkiDaughtry/Rachel Lippincott
dtv, 2019
gebunden, 304 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-423-76252-6
16,95 Euro

Stella ist todkrank und ihre einzige Überlebenschance ist eine neue Lunge. Um ihre Chancen und ihr geschwächtes Immunsystem nicht zu gefährden, muss sie sich bis zu dem lebensnotwendigen Eingriff von allem und jedem fernhalten. Will hingegen ist genau das Gegenteil von Stella. Er ist mutig, selbstbewusst und risikofreudig. Sobald er volljährig ist, will er das Krankenhaus verlassen, um die Welt zu sehen und ein freies, sorgloses Leben zu führen. Desto mehr Zeit Stella mit Will verbringt, desto schwieriger wird es für sie, sich von ihm fernzuhalten und sie fängt an zu zweifeln: Ist der Abstand zu Will wirklich verboten? Und wird seine Nähe ihr wirklich Schaden zufügen?

Eine traumhafte, dramatische Liebesgeschichte, die im Sommer 2019 in die Kinos kommt.

Nina Frey hat es geschafft, eine gleichzeitig wunderschöne und traurige Liebesgeschichte zu schreiben, die zu keinem Zeitpunkt des Lesens für mich unglaubwürdig erschien. Freys leichter und direkter Schreibstil lässt einen in die schwierige Thematik eintauchen, auch wenn man zuvor keine Berührungspunkte mit der Krankheit Mukoviszidose hatte. Darüber hinaus sind die beiden Charaktere von der Autorin sehr facettenreich gestaltet, so dass man als Leser schnell eine tiefe Bindung zu Ihnen und ihrem Schicksal aufbauen kann. Stella und Will sind absolute Sympathieträger. Neben der Liebesgeschichte rückt die Krankheit jedoch nicht in den Hintergrund, sie wird nicht beschönigt und regt sehr zum Nachdenken an.

Eine Liebesgeschichte mit einer wirklich wichtigen Message!

Für jeden empfehlenswert, der auf der Suche nach einer besonderen und dramatischen Geschichte ist, welche einen nachhaltig beeindruckt und prägt.

Samira Etzig, 20 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Der Roman „Drei Schritte zu dir“ handelt von zwei Jugendlichen, die beide an der Krankheit Mukoviszidose erkrankt sind. Das ist eine unheilbare Lungenkrankheit, weswegen die beiden den Großteil ihres Lebens in Krankenhäusern verbringen müssen und leider eine niedrige Lebenserwartung haben. Will hat sich sogar noch mit einer schlimmeren Art dieser Krankheit infiziert und ist quasi der „Tod“ für Stella, da er für sie tödliche Bakterien hat. Deswegen müssen die beiden auch einen bestimmten Abstand zueinander einhalten. Werden sie das schaffen?

Stella ist das typische brave und organisierte Mädchen, das regelmäßig ihre Medizin nimmt und alle Anweisungen der Ärzte befolgt. Zudem hat sie noch einen erfolgreichen YouTube Kanal, wo sie ihre Zuschauer durch ihr außergewöhnliches Leben mitnimmt. Außerdem programmiert sie noch an einer App, mit der man z.B. immer an seine Medikamenteneinnahmen erinnert wird. Ihr größter Wunsch ist es, eine neue Lunge zu bekommen. Diese würde allerdings nur 5 Jahre halten.

Will ist im Prinzip das komplette Gegenteil von Stella, weil er sich eben nicht an die Anweisungen der Ärzte hält und auch selten seine Medikamente nimmt und somit ziemlich rebellisch ist. Er handelt teilweise sehr leichtsinnig. Durch Stella ändert sich sein Verhalten jedoch…

Mir waren die beiden Protagonisten auf Anhieb sehr sympathisch und mir gefallen vor allem die Entwicklungen, die die beiden im Laufe des Buches machen. Die Beziehung der beiden ist auch keine „normale“ Liebesbeziehung, sondern eine in meinen Augen besondere, da die Gespräche zwischen den beiden echt komisch bzw. lustig sind und ihr erstes Zusammentreffen einen direkt zum Schmunzeln bringt.

Der Schreibstil der Autoren ist sehr flüssig und locker und somit angenehm zu lesen. Ich habe übrigens nicht bemerkt, dass drei Personen den Roman geschrieben haben. Außerdem ist es auch noch interessant zu wissen, dass es zu diesem Roman einen Kinofilm gibt.

Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, liegt beim Ende. Es ist nicht schlecht, lässt aber für meinen Geschmack ein paar Fragen offen, auf die ich gerne noch die Antworten hören würde.

Insgesamt ist dieser Roman ein tolles Buch, was ich Jugendlichen empfehlen kann, die gerne Geschichten über Liebe und auch Krankheiten lesen.

Sonja Schmitz, 16 Jahre

Und hier kommt eine dritte Meinung zu diesem Buch:

Stella hat die Krankheit Mukoviszidose. Durch diese Krankheit muss sie immer wieder ins Krankenhaus und lebt mit dem Gedanken, dass sie eines Tages an dieser Krankheit sterben wird. Nur eine Lungen- Transplantation kann ihr noch helfen, und da ihr Lungenvolumen nur noch bei 35% liegt, steht sie auf der Transplantationsliste recht weit oben.

Zu Beginn des Buches muss Stella erneut ins Krankenhaus. Sie kennt dort schon alle recht gut- Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger. Ihren besten Freund Po kennt sie auch aus dem Krankenhaus, er ist auch ein Muko-Patient. Und auch wenn Stella und Po beste Freunde sind, dürfen sie sich nicht zu nahe kommen. Dies liegt daran, dass unterschiedliche Bakterien für die Krankheit verantwortlich sind, und die Bakterien des einen Muko-Patienten den anderen Patienten umbringen können.

Bei ihrem erneuten Krankenhaus- Aufenthalt trifft Stella zusätzlich auf den Jungen Will. Sie weiß zunächst nicht, was sie mit ihm anfangen soll und kann auch nicht verstehen, warum er seine Therapien verweigert, die dafür sorgen würden, dass es ihm besser geht. Es stellt sich aber heraus, dass er an einer weiteren Krankheit leidet und so nicht mehr auf der Transplantationsliste von einer Lunge steht. Im ganzen Verlauf entwickelt Stella aber Gefühle für Will, aber was soll man machen, wenn man sich nicht zu nahe kommen darf? Und wie geht die ganze Geschichte aus?

Die Figuren Stella und Po sind sehr eng mit einander verbunden. Man erkennt recht schnell, auch durch das Verhalten der Charaktere, dass sie sich schon länger kennen müssen. Sie erzählen sich alles von ihrem Leben und unterstützen einander. Will ist der neue auf der Station, aber im gleichen Alter wie Stella und Po. Will wird erstmal als ein typischer Rebell dargestellt, der nicht auf das hört, was ihm seine Mutter, die Ärzte oder Pfleger sagen. Dadurch geraten Stella und Will häufig aneinander, denn Stella möchte jeden Therapieplan bis ins kleinste Detail einhalten. Dass zwischen den beiden Spannungen auftreten, ist also von vorne herein klar. Aber dennoch nähern auch sie sich an.Ihr anschließendes Verhalten zueinander ist sehr berührend.

Generell ist die ganze Geschichte sehr berührend. Durch die Krankheit  haben alle drei schon viele Dinge im Leben verpasst, sehen wenig von der Welt, aber dafür um so mehr Krankenhäuser.

Was ich an dem Buch gut fand ist, dass man auch mehr über die Krankheit erfahren hat. Ich habe persönlich schon etwas von der Krankheit gehört und wusste, dass die Patient unter einem immer weiter sinkenden Lungenvolumen leiden. Durch diese Geschichte wird dem Leser die Krankheit einfacher dargestellt und näher gebracht. Es gibt viele Bücher, die über die Krankheit Krebs erzählen, aber dieses Buch war für mich das erste Buch, welches über Mukoviszidose erzählt

Es hat mich  wirklich berührt, ich kann es jedem weiterempfehlen. 

Meike Büscher, 18 Jahre

Und hier kommt die vierte Meinung:

Stella hat Mukoviszidose und wartet auf eine neue Lunge, um wenigstens noch etwas länger leben zu können. Vor kurzem musste sie wieder ins Krankenhaus, weil ihr Zustand sich verschlechtert hatte. Dort ist sie jetzt, muss von allen auf der Station Abstand halten, um ihr Immunsystem nicht zu gefährden, und gibt die Hoffnung trotzdem nicht auf. Verbissen hält sie sich an alle Regeln und Anweisungen der Ärzte, denn sie will leben!

Will will auch leben, allerdings nicht so! Er will raus aus dem Krankenhaus und den Rest seines Lebens genießen und sich nicht an irgendwelche fadenscheinigen Hoffnungen klammern. Verzweifelt wartet er auf seinen 18. Geburtstag, an dem er nicht mehr das tun muss, was seine Mutter will. Die Krankenhausregeln sind ihm dabei herzlich egal.

Stella versucht, ihm vom Gegenteil zu überzeugen und zwingt ihn, seine Therapien zu machen. Obwohl sie dabei stets Abstand halten müssen, kommen die beiden sich näher. Wie gerne würden sie sich auch berühren, doch das könnte für beide den Tod bedeuten.

 

Meine Meinung:

Dieses Buch ist etwas Besonderes, denn es ist das Buch zu einem Film. Es wurde von den Autor:innen auf Grundlage des Drehbuchs geschrieben. Man merkt es der Geschichte an, denn die Szenen werden teilweise wie Filmszenen beschrieben. Das fand ich sehr spannend und hat mir gut gefallen. Natürlich habe ich mir gleich im Anschluss auch den Film angesehen und das hat die Bilder aus der Geschichte nur noch lebendiger werden lassen. Ich kann beides auf jeden Fall jedem empfehlen.

Das Buch beschäftigt sich mit der Krankheit Mukoviszidose, über die ich vorher nicht viel wusste. Es ist von dem Leben realer Patient:innen inspiriert und ich finde das merkt man. Die Geschichte vermittelt die Krankheit mit einem sehr großen Respekt. Sie ist nicht einfach nur Mittel zum Zweck, um eine Liebesgeschichte dramatischer zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass sie Betroffenen sehr viel Mut machen kann.

Stella ist eine so tolle Protagonistin, die neben ihrer Krankheit noch mit ihren inneren Dämonen zu kämpfen hat und sich trotzdem nicht unterkriegen lässt. Sie ist eine wahre Kämpferin. Demgegenüber steht Will, der eigentlich schon aufgegeben hat, doch auch in ihm steckt viel mehr als man zu Anfang meint. Auch die Nebenfiguren habe ich schnell ins Herz geschlossen, auch wenn sie nicht ganz so im Vordergrund stehen, sind sie einfach super liebe Menschen.

Beim Lesen der Geschichte solltet ihr unbedingt Taschentücher parat halten. Ich meine, ich habe jetzt noch Tränen in den Augen, obwohl ich nur die Rezension schreibe. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen, weil mich diese Gefühle einfach nicht losgelassen haben und ich, wenn ich gerade nicht lesen konnte, immer an Stella und Will denken musste.

Ich mag es, dass die Geschichte so lebensecht ist. Sie ist dramatisch und traurig, aber nicht überdramatisierend. Auch das Ende beschönigt nichts. Es gibt keine spontane Wunderheilung, denn das wäre unrealistisch. Aber irgendwie ist es trotzdem ein Happy End. Mehr verrate ich lieber nicht, ihr solltet es besser selbst lesen!

Carolin Wallraven, 22 Jahre

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