Fanatisch

Coverfoto Fanatisch
Copyright: Coppenrath

von Patricia Schröder
Coppenrath, 2018
gebunden, 368 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3649624547
17,95 Euro

„Stelle dich niemals gegen den göttlichen Willen. Es könnten furchtbare Dinge geschehen.“

 Als die 17-jährige Nara diesen Zettel findet, macht sie sich keine großen Gedanken. Doch als sie ihren toten Hund im Garten findet, ist es schon zu spät. Nara und 5 andere Mädchen werden von einem Fanatiker entführt und für 6 Tage in einer dunklen Zelle eingesperrt. Als die Mädchen wieder freigelassen werden, sind sie dazu verpflichtet, über diese Zeit zu schweigen. Mit Nara und den Mädchen ist auch ihr Freund Jamie spurlos verschwunden. Was ist den Mädchen zugestoßen und warum ist Jamie noch nicht wieder aufgetaucht?

Nara ist eine sehr liebenswerte Person, die ich sofort in mein Herz geschlossen habe. Durch die Ich-Perspektive fiebere ich mit Nara mit. Sie versucht tapfer zu sein, jedoch schafft sie es nicht immer. Aber dadurch wirkt sie menschlich und liebenswürdig. Die anderen Mädchen sind ebenfalls gut beschrieben und haben alle sehr unterschiedliche Persönlichkeiten.

Das Thema hat mich sehr angesprochen, da man wissen möchte was mit Nara und den Mädchen passiert ist.

Die Handlung fängt langsam an, jedoch nachdem Nara entführt wird, nimmt diese an Fahrt auf. Die letzte Hälfte des Buches war sehr spannend und hat mich total gefesselt. Es war sehr interessant, immer mehr über die Motive des Entführers zu lernen, warum er die Mädchen eingesperrt hat. Das Ende hat mich total unvorbereitet getroffen, es war sehr nicht vorhersehbar.

Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die Thriller mögen und ein Buch nicht mehr aus der Hand legen können. Ein Muss für alle Thriller Fans.

Mona Perbix, 18 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Nara bekommt eines Tages mysteriöse Nachrichten. Sie ist schuld und soll dafür büßen. „Stelle dich niemals gegen den göttlichen Willen! Es könnten furchtbare Dinge geschehen.“ Erst tut sie es als dummen Streich ab, doch dann verschwindet ihr Familienhund. Erst Tage später taucht er wieder auf: Mit aufgeschlitzter Kehle auf der Terrasse. „Das war erst der Anfang.“ Nara weiß, dass dies eine direkte Drohung an sie ist. Sie muss sich fügen, weil sonst ihr kleiner Bruder leiden wird, der den Hund über alles liebt. Also leistet sie der nächsten Nachricht, die sie bekommt, Folge. Es ist eine SMS mit einer Adresse. Zusammen mit ihrem Freund Jamie macht sie sich auf den Weg und findet sich, nachdem sie einige Zeit bewusstlos war, in einem Kellerverlies wieder. Sechs Tage wird sie dort gefangen gehalten und gequält. Sechs anderen Mädchen ergeht es ähnlich. Sie werden freigelassen und dürfen sechs Tage nur schweigen. Eingeschüchtert von der Drohung, dass sonst jemand verletzt wird, der ihnen wichtig ist, befolgen sie die Anweisungen ihrer Entführer. Für Nara zählt nur, dass ihr Bruder in Sicherheit ist. Trotzdem muss sie herausfinden, was hinter alldem steckt. Denn Jamie ist immer noch in der Gewalt dieser Verbrecher. Ob sich ihre Vermutungen bestätigen und sie tatsächlich das Opfer von religiösen Fanatikern geworden ist? Und wenn ja, warum? Weswegen soll sie schuldig sein?

 

Meine Meinung:

Das Buch hat mich wegen seines Titels und Themas angesprochen. Fanatisch und religiöse Fanatiker. Das klang mal nach was Neuem! Diesbezüglich bin ich etwas enttäuscht worden, weil die Geschichte dann doch eher auf etwas anderes hinauslief. Trotzdem hat es sich gelohnt, das Buch zu lesen.

Es war sehr spannend, sodass ich es ab der Hälfte nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es gab zum Schluss ein paar Überraschungen, die ich so nicht vorhersehen konnte. Für meinen Geschmack hätte das Ende ruhig ein bisschen dramatischer ausfallen können. Es verlief dann doch irgendwie ein bisschen im Sand.

Ansonsten bin ich sehr begeistert von der Protagonistin. Man war mit ihr einen Großteil der Geschichte alleine, sodass es mir sehr wichtig war, dass sie mir auch gefällt. Und ich finde Nara ist wirklich ein gelungener Charakter.

Einen kleinen Minuspunkt bekommt das Buch noch für den Schreibstil. Der hat mir soweit ganz gut gefallen, aber wenn es um das Leben der jugendlichen Protagonistin geht, wirkte mir einiges leider zu gestellt und nicht so, wie Jugendliche handeln oder sprechen.

Alles in allem kann ich aber nur ein positives Gesamtfazit zu dem Buch abgeben. Denn ein sehr wichtiger Punkt ist nun mal, dass ein Thriller spannend ist und das ist er wirklich!

Carolin Wallraven, 19 Jahre

Hier kommt eine dritte Meinung zu diesem Buch:

Alles beginnt, als Nara die mysteriöse Botschaft: „Stelle dich nicht gegen den göttlichen Willen! Es könnten furchtbare Dinge geschehen“ in ihrer Jackentasche findet. Zunächst machen sie und ihr bester Freund Jamie sich nicht viel daraus, doch dann verschwindet der Hund von Naras Bruder und Nara erhält weitere Botschaften, die ihr die Schuld an allem geben. Doch woran ist sie Schuld und wie hat sie sich schuldig gemacht? Einig Tage später findet sie den Hund mit aufgeschlitzter Kehle auf der Terrasse und erhält die Anweisung, einen verlassenen Hinterhof aufzusuchen, da ihrem Bruder sonst etwas Schreckliches zustoßen wird. Zusammen mit Jamie macht sie sich auf den Weg, doch auf einmal ist Jamie verschwunden und Nara wird bewusstlos geschlagen. Sie wacht alleine in einem winzigen Kellerraum auf und alles was ihr in den folgenden Tagen angetan wird, lässt auf eine Gruppe religiöser Fanatiker schließen, die neben ihr noch fünf andere Mädchen und Jamie gefangen halten. Doch was bezwecken diese Menschen mit ihrem Handeln? Ist es ein Rätsel und die Mädchen sollen einen Ausweg finden? Werden sie dem Keller entkommen und wenn ja, kann überhaupt alles werden wie früher?

Dieses Buch reißt einen förmlich mit, anders kann ich es nicht beschreiben. Als Leser ist man fast genauso unwissend wie Nara und bekommt genau wie sie nur häppchenweise Informationen, die vermuten lassen, was dahinter steckt. Zusätzlich ist die Geschichte sehr detailliert und aus Naras Perspektive geschrieben, was alles sehr realistisch macht und man bekommt das Gefühl, mit Nara in diesem Keller zu hocken. Man spürt ihre Verzweiflung und ihre Angst, aber auch ihren Willen, sich nicht brechen zu lassen und einen Ausweg zu finden. Es ist unbeschreiblich mit zu erleben, wie sich die Einsamkeit auf Naras Gedanken auswirkt und man fragt sich genau wie sie die ganze Zeit, wer dahintersteckt und womit sie dieses Elend verdient hat. Daher bleibt man die ganze Zeit bei der Sache und gelangt total schnell in den Lesefluss. Ich persönlich hätte das Buch am liebsten gar nicht mehr aus der Hand gelegt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es ausgeht. Super spannend!!!

Ann-Kathrin Opiolka, 16 Jahre

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