So beschissen schön ist nur das Leben

Coverfoto So besschissen schön ist nur das Leben
Copyright: Arena

von Shaun David Hutchinson
aus dem Amerikanischen von Ulrike Köbele
Arena,2018
gebunden,355 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN 978-3-401-60414-5
16,00 €

 Der Junge schreit wie am Spieß. Sanitäter schieben ihn in den sterilen Raum der Notaufnahme des Roanoke General Hospital. Er schreit und windet sich auf der Bahre, als würde das Feuer, das seine Haut versengt hat, immer noch brennen, irgendwo tief in seinen Knochen, wo die Sanitäter und Ärzte und Pflegekräfte, die sich um ihn drängen, es niemals erreichen und löschen können.

 Der siebzehnjährige Drew lebt seit dem Tod seiner Eltern und seiner kleinen Schwester Cady im Roanoke General Hospital. Er hat sich dort in einem nicht benutzten Teil des Krankenhauses einquartiert und arbeitet in der Cafeteria. Niemand weiß, wer er wirklich ist und warum er sich immer im Krankenhaus  aufhält. Er zeichnet gerne und gut und arbeitet an einem Comic, der „Patient F.“ heißt. Drew hat im Krankenhaus  schnell Freunde gefunden, zum Beispiel Jo, Emma und Steve, die Krankenpfleger sind oder auch die Krebspatienten Trevor und Lexi.

Doch dann wird Rusty eingeliefert, ein Junge, der von seinen Mitschülern angezündet wurde. Er geht Drew nicht mehr aus dem Kopf und er beschließt, ihn in der Intensiv-Station besuchen zu gehen. Nach ein paar Besuchen bei Rusty haben die beiden Vertrauen zueinander und Rusty erzählt Drew, wie es war, als er gebrannt hat. Und auch Drew erzählt ihm die ganze Geschichte, wie seine Eltern gestorben sind, was er sonst noch keinem erzählt hat. Doch er wird das Gefühl nicht los, dass Rusty ihm etwas verheimlicht.

Und dann droht Trevor  zu sterben und Drew möchte ihm noch ein Date mit Lexi verschaffen, weil er weiß, dass sie sich gegenseitig lieben. Außerdem möchte er zusammen mit Rusty aus dem Krankenhaus fliehen und ein neues Leben anfangen. Doch es kommt alles ganz anders als erwartet.

Ich finde das Thema des Buches schon ziemlich interessant, allerdings finde ich, dass das Buch nicht sehr spannend ist. Ich hatte nicht den Drang, unbedingt weiterlesen zu müssen. Meiner Meinung nach beinhaltet das Buch auch nicht viel Handlung, denn es wird viel von Drews oder Rustys Vergangenheit erzählt. Ich konnte Drews Sicht in den meisten Fällen nachvollziehen und fand das Buch auch schön gestaltet, denn nach jedem Kapitel konnte man einen Auszug aus Drews Comic lesen. Allerdings fand ich diesen an manchen Stellen unübersichtlich und konnte nicht ganz folgen.

Ich kann mir vorstellen, dass es für manch andere, vielleicht gerade für Jungen, interessanter ist, als für mich.

Merle Schraven,14 Jahre

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