Frag mich, wie es für mich war

Coverfoto Frag mich, wie es für mich war
Copyright: Beltz& Gelberg

von Christine Heppermann
aus dem Amerikanischen von Kanut Kirches
Beltz & Gelberg, 2018
Broschiert, 232 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3407823601
13,95 Euro

Zehnte Klasse, und ich date einen aus der Elften von unserer Partnerschule, St. Lukes´s. Craig ist süß, aber irgendwie ein Arsch. Immer zu betrunken. 

Als Addie schwanger wird, entschließt sie sich zusammen mit ihren Eltern und ihrem festen Freund zur Abtreibung. Der Eingriff verändert sie. Sie gewinnt an Selbstbewusstsein und bewertet ihr Leben neu. Sie ist ein neuer Mensch. Einer, der seine eigenen Entscheidungen getroffen hat.

Mir hat das Buch, um ehrlich zu sein, überhaupt nicht gefallen. Man lernt die Charaktere kaum kennen, weil die Autorin nicht wirklich auf sie eingeht, die Kapitel sind kurz und teilweise unzusammenhängend und es wird keine richtige Geschichte aufgebaut. Außerdem kann man das Buch innerhalb sehr kurzer Zeit durchlesen. Es ist vorbei, bevor man sich auf den Schreibstil und die Art des Buches einlassen kann.

Ich finde es sehr schade, dass das Buch so geschrieben wurde, da mich die Idee und das Thema sehr angesprochen haben. Ich finde, man hätte viel mehr aus der Geschichte machen können, wenn man die Kapitel länger und ausführlicher gestaltet und die Charaktere besser beschrieben hätte.

Mara Frohreich, 16 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Addie geht auf eine katholische Mädchenschule und ist dort Mitglied im Laufteam. Mit ihrer Freundin Claire trainiert sie eifrig, um sich fit zu halten. Zusammen mit ihrem Freund Nick genießt sie das Leben und besucht die Konzerte seiner Band. Doch das alles ändert sich, als sie schwanger wird und sich für eine Abtreibung entscheidet. „Keine große Sache. Ein kleiner Eingriff und alles verläuft gut“. Doch danach ist nichts mehr wie es vorher war.

Meine Meinung:

Wie war es für mich? Nun, das Buch lässt sich ganz anders lesen, als jedes andere Buch, was ich zuvor gelesen habe. Deswegen war ich auch sehr neugierig auf das Buch. Doch leider war es dann eher enttäuschend.

Was das Buch so besonders macht, ist der Schreibstil. Man erfährt alles ungefiltert aus Addies Sicht. Sie schreibt einfach ihre Gedanken und Gefühle nieder. Es sind mal kurze Einblicke, mal Gespräche und mal Gedichte und Texte, die sie über ihr Leben anfertigt. Das zu lesen war schon sehr spannend und aufregend.

Dadurch, dass sie auf eine katholische Schule geht und auch selbst religiös zu sein scheint, ergeben sich innere und äußere Konflikte wegen der Abtreibung. Diese hält sie häufig in ihren Gedichten fest, welche mir sehr gut gefallen haben.

Was mir dieses Buch aber irgendwie total vermiest hat, war die Wendung, die die Geschichte dann nimmt. Die Inhaltsangabe auf der Rückseite kündigt an: Sie gewinnt an Selbstbewusstsein und bewertet ihr Leben neu. Natürlich macht sie eine Veränderung durch und das merkt man ihr auch an, aber so wie das Buch dann letztendlich ausgeht, damit habe ich erstens nicht gerechnet, zweitens finde ich es nicht passend und drittens hat das überhaupt nichts mit Selbstbewusstsein zu tun.

Obwohl das Buch so gut geschrieben ist, konnte ich der Handlung dann nicht so viel abgewinnen und ich bin eher nicht so begeistert.

Carolin Wallraven, 20 Jahre

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