Mindblind

Coverfoto Mindblind
Verlag Freies Geistesleben

von Lari Don
Verlag Freies Geistesleben, 2019
gebunden, 340 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7735-2786-9
18,00 Euro

Ciaran Bain kann Gedanken lesen. Je näher er einem Menschen kommt, desto deutlicher kann er dessen Gedanken spüren. Seine gesamte Familie besitzt dieses Talent, doch Ciaran ist schon immer sehr sensibel gegenüber den Gefühlen Anderer gewesen.  Durch einen unglücklichen Zufall gelangen er und das junge Mädchen Lucy zueinander. Da Ciaran sich für den Tod ihrer Schwester Vivian verantwortlich fühlt , will er Lucy unbedingt vor seiner Familie beschützen, die es auf einen ganz bestimmten Gegenstand abgesehen haben, der sich zuletzt in Vivians Besitz befand. Und so kommt es, dass diese zwei von Grund auf verschiedenen Jugendlichen zusammenarbeiten müssen…

Ich muss sagen, dass ich dieses Buch wirklich eine lange Zeit einfach nur auf dem Nachttisch liegen hatte. Das lag nicht daran, dass es mir überhaupt nicht gefallen hätte, sondern einfach daran, dass ich zunächst nicht wirklich warm werden konnte mit den Charakteren. Die Idee des Buches ist echt einzigartig und super, aber die Umsetzung dann eher doch ausbaufähig. Lari Don ist in England bisher eher für ihre Kinderbücher bekannt und das merkt man, denn genauso fühlt sich das Buch an: Wie ein Kinderbuch das gewaltsam in den Aufbau eines Jugendbuches gepresst wurde. Die teilweise doch recht brutale Story will einfach nicht zu dem sehr einfach gehaltenen Schreibstil und den eher oberflächlichen Charakteren passen. Das finde ich sehr schade, denn ansonsten hat mir das Konzept, wie schon gesagt, wirklich sehr gut gefallen und ich hätte mir gut vorstellen können, mehr über die von Lari Don geschaffene Welt zu erfahren.

Ich habe mich dann am Ende doch durchringen können, das Buch noch komplett zu beenden und muss sagen, dass es nach den ersten 50 Seiten deutlich an Fahrt gewinnt, was dem Buch dann auch sehr zugute kommt, denn dadurch kann man auch über den kindlichen Schreibstil hinwegsehen. 😉 Und gerade weil es so einfach geschrieben ist, ist das Buch dann auch ein recht kurzes Lesevergnügen.

Also insgesamt gemischte Gefühle. Das Buch war nicht schlecht, aber wirkte als Jugendbuch etwas fehl am Platz. Am besten geeignet ist es wohl für junge Leser, um sie an das Genre des „Thrillers“ heranzuführen.

Imke Wellesen, 18 Jahre

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