Running Girl

Coverfoto Running Girl
Copyright: Rowohlt

von Simon Mason
Rowohlt, 2019
broschiert, 480 Seiten
ab 14 Jahren
24,99 Euro

Der ziemlich schlaue Garvie Smith ist 16 Jahre alt und ihm ist ziemlich langweilig. Doch als ein Mädchen in seinem Alter ermordet wird, kann er doch nicht einfach tatenlos zusehen, wie schlecht die Polizei ermittelt.

Mit Garvie Smith hat Mason einen ziemlich coolen Charakter erschaffen. Ich finde ihn lustig und faszinierend. Okay, er ist ein bisschen sehr egoistisch und denkt nur an sich. Aber niemand ist perfekt, oder? Dass er durchgehend raucht, trinkt und kifft, hat mich schon viel eher gestört. Trotzdem mag ich es einfach, wie er den Polizisten seine Meinung ins Gesicht sagt, und dass sie alles falsch machen.
Natürlich ist die ganze Geschichte auf seiner außergewöhnlichen Schlauheit gebaut. Es einfach interessant und faszinierend zu beobachten, wie er das Puzzle des Falles Stück für Stück zusammensetzt. Er spielt nicht mit offenen Karten. Auch der Leser weiß nicht alles über ihn, das verleiht allem noch eine Portion mehr Spannung.

Ich finde den Fall ziemlich durchdacht. Es ist so viel passiert, dass man sich glücklich schätzen kann, den Überblick zu behalten. Natürlich wird man auch das ein oder andere Mal auf eine falsche Fährte gelenkt.

Auch der Schreibstil ist ziemlich amüsant. Dass auch die „Verhöre“ anders geschrieben sind, also wie bei einem Drama nur in Dialogen, hat mir auch ziemlich gut gefallen.
Trotzdem ist das Buch durchgehend spannend und man will wissen, was eigentlich genau passiert ist. Noch ein Pluspunkt ist, dass ich tatsächlich nicht gewillt war, vorzublättern und das Ende zu lesen. So stark war ich an die Geschichte gefesselt.

Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert. Nicht zuletzt, weil Garvie – trotz seiner schlechten Eigenschaften und Angewohnheiten – einfach toll ist.

Katharin Lerner, 16 Jahre

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