The Loop- Das Ende der Menschlichkeit

Coverfoto The Loop
Copyright: Carlsen

von Ben Oliver
aus dem Englischen von Birgit Niehaus
Carlsen, 2020
broschiert, 398 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN 978-3-551-52118-7
15,00 Euro

 

Control. Alter. Delete.

Seit über zwei Jahren sitzt Luka nun schon im Loop, einem Gefängnis für minderjährige Straftäter. Dort wartet er auf seinen Tod, während mit neuen Hightech-Methoden an ihm experimentiert wird. Täglich lässt er zudem die grausame Energieernte über sich ergehen, die ihm jegliche Kraft raubt.

Doch dann ändert sich alles: es kommt zu Stromausfällen, die Wache verhält sich seltsam und Mitinsassen nehmen sich der Reihe nach das Leben – ein Ausbruch aus der Hölle scheint plötzlich möglich.

Doch Gerüchten zufolge herrscht draußen Krieg und ein Virus verwandelt die Menschen in gewissenlose Killermaschinen. Und plötzlich ist ungewiss, wo die größere Gefahr lauert …

Mich hat das Buch sofort angesprochen, da ich ein großer Fan von Dystopien bin.

Von der ersten Seite an hat mich „The Loop“ dann auch gefesselt. Ich fand die Charaktere allesamt sehr interessant, und die extreme und unmoralische Brutalität der Regierung gegen die Häftlinge vermittelt einem das Gefühl großer Dankbarkeit, unter normalen Umständen zu leben.

Insgesamt hat es der Autor Ben Oliver geschafft eine ganz neue futuristische Welt zu erschaffen, mit vielen technologischen Ideen, die sich bisher kein anderer Autor ausgemalt hat. Dadurch ist die Geschichte noch spannender, da die „Main-Stream-Errungenschaften“ nicht im Fokus stehen, sondern ganz neue Ideen miteingebracht werden.

Die Beziehungen der Hauptcharaktere haben mir zudem auch sehr gefallen. Man merkt wirklich, wie sie das gemeinsame Leid im Loop zusammengeschweißt hat, sie sich jedoch trotzdem nicht sofort komplett vertrauen. Ich fand das sehr realistisch dargestellt.

Vor allem das Ende hat mich überrascht: es wird offen gelassen und man kann es auf verschiedene Weisen deuten.

Zum einen würde ich mich zwar total über einen zweiten Band freuen, da die Geschichte echt gut und noch lange nicht beendet ist, doch zum anderen würde eine Fortsetzung das geniale Ende ruinieren. Obwohl viele Fragen noch nicht beantwortet sind und man sich fragt, was alles Realität und was Halluzination war, finde ich, dass man sich eben dadurch noch mehr in die Story reindenken  und sich eigene Geschehnisse und Entwicklungen ersinnen kann.

Zu guter Letzt finde ich übrigens auch die Gestaltung des Buches super! Die blauen Seiten und das auf den ersten Blick eher schlicht gehaltene Cover spiegeln die düstere, von Technik geprägte Gesellschaft der im Buch existierenden Welt gut wieder.

Mara Frohreich, 17 Jahre

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