Scythe 2 – Der Zorn der Gerechten

Coverfoto Scythe 2
Copyright: Sauerländer

von Neal Shusterman
Sauerländer, 2018
gebunden, 544 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-7373-5507-0
19,99 Euro

Achtung Spoiler bzgl. des ersten Bandes

Citra hat den Ring erhalten und ist als Junior Scythe Anastasia unter den Fittichen von Scythe Marie Curie, die für sie mittlerweile eine wirkliche Freundin geworden ist. Durch Citras geglückten Plan ist Rowan nicht gestorben, sondern hat ein Jahr Immunität durch ihren Ring erhalten und ist auf der Flucht. Er jagt unter dem Namen Scythe Luzifer andere, nicht ehrenwerte Scythe, bringt diese um und verbrennt ihre Leichen. Das ist eine der wenigen Möglichkeiten, dafür zu sorgen, dass ein Körper nicht wiederbelebt werden kann. Zeitgleich wird mehrfach versucht, einen Anschlag auf Citra und Marie zu verüben, ein junger Mann (Grayson) greift vor einer Explosion glücklicherweise ein.  Marie und Citra verstecken sich bis zum nächsten Konklave und treffen in der Zeit auf einen alten tot geglaubten Verbündeten.

Grayson verliert somit seinen Universitätsplatz als Nimbus Agent. Nimbus Agenten arbeiten für den Thunderhead, aber sie dürfen sich genauso wenig wie dieser in Scythe Angelegenheiten einmischen. Grayson wird darauf hin zum Widerling, wodurch ihm die Kommunikation zum Thunderhead genommen wird. Kurz darauf erfährt er, dass er als ein Undercover Agent arbeiten soll, um herauszufinden, wer die ehrenwerten Scythe umbringen will. Dabei gerät er viel tiefer in das Netz als er wollte, und ab einem gewissen Punkt kann er auch nicht mehr zurück.

Rowan wird eines Tages erwischt und von keiner Geringeren festgenommen als einer der engsten Anhängerinnen von Goddard, die er eigentlich umgebracht hatte. Doch das Überraschendste ist, dass sein ehemaliger bester Freund auch dort ist und die beiden gezwungen werden zusammen zu trainieren. Tyler ist der festen Überzeugung, dass er zum Scythe ausgebildet wird, doch Rowan hat ein ganz schlechtes Gewissen und ihm wird der Boden unter den Füßen weggerissen, als er eines Morgens in das Gesicht von Scythe Goddard blickt. Scythe Rand hat ihren halbtoten Körper und den Kopf von Goddard aus dem brennenden Gebäude gerettet. Sie hat ihn mit einer unorthodoxen Methode wiederbelebt, indem sie seinen Kopf auf den Körper eines anderen Menschen operiert hat, und zwar auf den Körper von Tyler.  Goddard hat einige scheußliche Dinge vor und bringt die ganze Scythewelt zum Wanken, als er wie aus dem Nichts auf dem nächsten Konklave auftaucht….

Meine Meinung:

Anfangs habe ich so gar nicht verstanden, was der neue Charakter Grayson sollte. Deshalb habe ich seine Kapiteleinschübe so gar nicht einordnen können. Aber je weiter ich kam, umso mehr ergab alles Sinn. Und am Ende wurde ich wieder davon überzeugt, dass der Autor sich unglaublich vielseitige Gedanken um seine Figuren und die Handlung gemacht und so ein fantastisches Puzzle erschaffen hat, was er Stück für Stück mit dem Leser teilt.

Die Entwicklung von Citra und Rowan ist total unterschiedlich, Citra agiert als gute Scythe und erledigt ihren Job mit viel Gewissenhaftigkeit und Hingabe. Rowan dagegen kämpft mit seiner dunklen Seite. Doch stets sind die Sorgen um den Anderen präsent und die Male, wo die beiden aufeinander treffen, wird gezeigt, dass ihre tiefe Verbindung immer noch da ist und nichts dazwischenkommen kann. Die Gefühle der beiden füreinander haben mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

Wie auch schon das erste Buch hat mich der Inhalt vom zweiten Buch zum Nachdenken gebracht. Besonders einige tiefsinnige und absolut interessante Kapitel aus der Sicht des Thunderhead haben dazu beigetragen.

Das Buch brachte mich in ein absolutes Gefühlschaos, mir ist immer wieder die Kinnlade beim Lesen runtergeklappt bei den verschiedensten Stellen. Diese vielen Stellen haben die Spannung in der ganzen Geschichte umso mehr erhöht und ich habe die Seiten immer mehr verschlungen. Der Schreibstil von Neil Shustermann ist einfach fantastisch.

Das Ende hat mich emotional umgebracht mit so einem Cliffhanger und so einer Wendung auf der Insel Endura. Damit hätte ich niemals gerechnet. Gut, dass am nächsten Tag ein Wochentag war, sonst wäre ich verrückt geworden, wenn ich den nächsten Band nicht sofort hätte kaufen können.

Die Reihe ist voller Spannung und Tiefsinn, und wirklich jeder sollte die Bücher auf seinen SUB legen und lesen. Ich bin gespannt, was aus der im Dankeswort angekündigten Verfilmung wird.

Lena Weingarten, 21 Jahre

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