Tage wie diese

Coverfoto Tage wie diese
Copyright: Arena

von John Green/Maureen Johnson/Lauren Myracle
aus dem Amerikanischen von Barbara Abedi
Arena, 2010
Hardcover, 397 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN 978-3-401-60268-4
14 Euro

Jubilees Eltern sind kurz vor Weihnachten festgenommen worden, weil sie in eine Prügelei bei einem Verkauf von einer Keramik-Weihnachtsstadt-Sammlung geraten sind. Anstatt Weihnachten nun alleine zu verbringen, steigt Jubilee in einen Zug ein, der sie zu ihren Großeltern nach Florida bringen soll. Nur leider kommt dieser wegen eines großen Schneesturms nicht weiter und Jubilee scheint für die nächsten Stunden mit einer Horde von Cheerleadern festzusitzen. Ihre einzige Rettung ist das Waffelhaus, in das sie flüchtet. Dort trifft sie auf den attraktiven und sympathischen Stuart, der ihr vorschlägt, für die Weihnachtstage bei ihm unterzukommen.

Einen Tag vor Weihnachten wollen Tobin und seine besten Freunde JP und Angie, die er nur den Herzog nennt, eigentlich einen James Bond Marathon machen, als ein Anruf aus dem Waffelhaus kommt, wo ein Kumpel von Tobi arbeitet. Er bittet sie zu kommen, da das gesamte Haus mit Cheerleadern beladen ist. Also machen sich die drei mitten in der Nacht auf dem Weg durch den ganzen Schneesturm, bei dem viele Dinge passieren, die sie immer wieder davon abhalten, endlich anzukommen. Doch das scheint bis zu jenem magischen Moment gar nicht mehr so wichtig…

Addie weiß, dass sie einen großen Fehler gemacht hat und würde ihn am liebsten wieder rückgängig machen. Doch leider hat ihr Freund bereits mit ihr Schluss gemacht und so wird sie wahrscheinlich Weihnachten ohne ihn verbringen müssen. Doch das will sie auf keinen Fall und versucht nun alles, um ihn zurückzugewinnen…

Das Buch wurde von unterschiedlichen bekannten Autoren geschrieben, es handelt sich nämlich um drei Kurzgeschichten rund um Weihnachten. Demnach sind die drei Geschichten auch alle sehr verschieden und jede für sich ganz anders und trotzdem hängen sie miteinander zusammen. Der Schreibstil der Autoren ist sehr einfach und leider auch ein wenig oberflächlich. Da es immer nur kurze Geschichten sind, die meistens ungefähr 150 Seiten umfassen, lernt man die Charaktere auch nicht wirklich intensiv kennen, denn die Handlung liegt eher im Vordergrund. Doch diese hat mich auch nicht wirklich angesprochen. Die meiste Zeit fragt man sich, wann denn bald die nächste Geschichte anfängt, die dann hoffentlich besser wird. Es sind keine unglaublich neuen Handlungen, von denen man noch nie gehört hat. Das muss ja gar nicht schlimm sein, nur hat sich alles immer sehr gezogen und spannend zu lesen war es auch nicht wirklich. Demnach ist auch keine richtige weihnachtliche Stimmung herübergekommen, was man sich bei einem Weihnachtsbuch eigentlich wünscht. Zudem kommt, dass mich manche Charaktere fast schon genervt haben, weil sie mir zu konstruiert und unrealistisch rüberkamen und häufig nur auf einen Charakterzug reduziert wurden.

Alles in allem kann ich dieses Buch leider nicht weiterempfehlen, es sei denn, man mag leichte Unterhaltung, die einem das Warten vor Weihnachten erleichtert. Sehr gut gelungen finde ich jedoch das Cover, besonders das in der Geschenk–Edition, das einem sofort ins Auge springt.

 

Greta Schulte, 15 Jahre


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