Als wir einmal Waisenkinder waren

Coverfoto Als wir einmal Waisenkinder waren
Copyright: Tulipan

 

von Nikola Huppertz und Maja Bohn
Tulipan, 2018
gebunden, 62 Seiten
ab 8 Jahren
ISBN: 978-3-8642-9345-0
10,00 Euro

Einmal letzten Sommer, da waren wir Waisenkinder, Stine, Carlotta und ich. Einen ganzen Tag lang, und es fing damit an, dass Carlotta nicht mit auf die Moorwanderung wollte.

Jedes Jahr im Sommer fahren Liv und ihre beiden Schwestern Carlotta und Stine mit ihren Eltern aufs Land nach Minte. Dort ist nichts los, aber sie sie lieben diesen Ort. Denn sie wohnen über einer alten Gastwirtschaft neben zwei Bauernhöfen. Und sie können wandern so lange sie Lust haben, denn das Teufelsmoor ist groß. Und gefährlich, denn man kann darin versinken und sterben. Und keine Menschenseele weiß, wo man im Schlamm untergegangen ist.

Deshalb gehen Liv, Stine und Carlotta lieber nicht mit, als ihre Eltern einen Tag im Teufelsmoor verbringen wollen. Statt dessen wollen sie im Gästehaus bleiben und ihren Gasteltern in der Kneipe und beim Verkaufen von Lebensmitteln im Laden helfen. Oder Kirschkernspucken üben oder neue Kleider entwerfen, weil Stine doch „Modezarin“ werden will.

Alles läuft nach Plan und die Mädchen haben eine gute Zeit. Doch dann fällt Carlotta ein, dass ihre Eltern ja gerade in dieser Minute im Teufelsmoor versinken könnten und dann wären sie von jetzt auf gleich Waisenkinder. Und was sollten sie dann machen, ohne Geld und ohne Eltern?

Anrufen können sie Mama und Papa nicht, denn sie haben Stines Handy geschrottet, also versuchen sie es erstmal mit Geld verdienen, damit sie nicht verhungern müssen als Waisenkinder. Und dann legen sie sich zusammen aufs Bett und weinen ein bisschen. Als die drei gerade so richtig verzweifelt sind und sich von nichts in der Welt trösten lassen wollen, hören sie eine Stimme….

So eine Idee wie Stine, Liv und Carlotta sie haben, hatten bestimmt viele Kinder schon einmal. Was würde man tun, wenn die Eltern plötzlich verschwunden wären und man ganz auf sich allein gestellt wäre? Nikola Huppertz, die Autorin, denkt diese Idee einmal weiter und heraus kommt eine verrückte kleine Geschichte, die sehr viel Spaß macht zu lesen. Die witzigen Bilder, die  Maja Bohn dazu gezeichnet hat, passen prima und regen zum Schmunzeln an.

Monika H.

 

 

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