Das Mädchen, das den Mond trank

Coverfoto das Mädchen, das den Mond trank
Copyright: Sauerländer

von Kelly Barnhill
aus dem Amerikanischen von Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Sauerländer, 2018
gebunden, 458 Seiten
ab 12 Jahren
ISBN 978-3-7373-5538-4
16,99 Euro

 

Im Sternenlicht liegt natürlich Magie. Das ist allgemein bekannt.
Aber Mondlicht: Das ist eine ganz andere Geschichte. Mondlicht ist pure Magie. Das weiß jeder.

Viele Jahre schon werden jedes Jahr die jüngsten Kinder aus dem Dorf ausgesetzt, um eine böse Hexe milde zu stimmen. Doch alle Mitglieder des Ältestenrates glauben, dass es gar keine Hexe gibt. Sie denken, dass die ausgesetzten Kinder von Tieren gefressen werden. Alle anderen Dorfbewohner glauben jedoch an die Existenz dieser Hexe.

In diesem Jahr am schicksalhaften Tag der Kinderopferung wurde Luna ausgesucht. Ihre Mutter, eine sehr sorgenvolle Mutter, wollte jedoch nicht, dass Luna ihr weggenommen wird.

 „Nehmt dieser Verrückten das Baby ab und dann bringt die Ärmste in den Turm”, befahl Gherland”, der Vorsitzende des Ältestenrates.

Die Hexe Xan lebt im Wald. Seit Jahren schon rettet sie kleine Kinder vor dem Sterben und gibt sie in einer der nahe gelegenen Städte zur Adoption ab. Doch Luna ist so schön, klein und süß, dass sich Xan in sie verliebt. Sie gibt dem Mädchen Milch und aus Versehen fügt sie dabei etwas Mondlicht hinzu. Die Magie des Mondlichts macht aus Luna eine Magierin. So kann Xan sie nicht zur Stadt bringen, sondern muss sie mit zu sich nach Hause nehmen. Was wird nun geschehen?

Ich finde dieses Buch sehr spannend, weil es von einer interessanten Ansicht über Menschen und Hexen handelt. Aber auch von der Manipulation von Menschen. Es zeigt nämlich, dass sich Menschen sehr schnell manipulieren lassen. Das Thema des Buches ähnelt dem von Märchen und ist sehr interessant zu lesen, da es beschreibt, dass nicht alle Hexen böse sind.

Der Schreibstil ist sehr gut zu verstehen und auch die Zwischenteile passen sehr gut. Darin erzählt ein Erwachsener einem Kind, was die Hexe tut.

Das Cover entspricht genau der Stimmung der Geschichte: Es zeigt das Mädchen mit ihren Freunden, einem Drachen und den Papiervögeln. Auch der Titel ist sehr gut gewählt. Insgesamt ein magisches Buch.

Sophie Heuschkel, 12 Jahre

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