Der Ozean am Ende der Straße

Copyright: Bastei Lübbe

von Neil Gaeman
Bastei Lübbe, 2016
Taschenbuch, 320 Seiten
ab 16 Jahren
ISBN: 9783404173853
11,00 Euro

Ein Mann kehrt in das Dorf seiner Kindheit zurück. Als er den alten Bauernhof am Ende der Straße sieht, wird er von seltsamen Erinnerungen überfallen. Letti Hempstock wohnte zusammen mit Mr. Hempstock und der alten Mrs. Hempstock in diesem Haus. Und noch unterhalb des Bauernhofes, hinter dem Schuppen lag ein Teich, den Letti Ozean nannte. Der Ozean war ein Tor zu einer anderen Welt, die der Mann schon seit vielen Jahren vergessen hat. Gemeinsam mit Letti hatte er mysteriöse Gestalten bezwungen und sonderliche Abenteuer erlebt.

„Da fiel mir alles wieder ein, und während es mir einfiel, wusste ich, dass es nicht von Dauer sein würde: all die Dinge, an die ich mich erinnerte, während ich auf der grünen Bank am Ufer des kleinen Teiches saß, der, wie Letti Hempstock mich einst überzeugt hatte, ein Ozean war.“

Am besten kann ich die Gefühle, die ich beim Lesen dieses Buches empfunden habe, wohl mit meinen Erfahrungen mit dem Buch „Hexen hexen“ von Roald Dahl vergleichen. Meine Mutter hat mir letzteres früher als Kind immer vorgelesen. Ich habe das Buch über alles geliebt, aber es hat mir gleichzeitig auch unfassbar Angst gemacht. Genauso ging es mir bei diesem Buch auch. Natürlich ist es etwas anderes ein Buch in meinem jetzigen Alter zu lesen, verglichen mit meinen Erfahrungen als Kind, alles ist einfach etwas distanzierter. Trotzdem fühlte ich mich direkt an das Buch erinnert. Die Geschichte ist unglaublich magisch und wundervoll geschrieben. Die Welt, die Menschen und Kreaturen wirken alle einfach nur so natürlich, so passend, obwohl sie das auf den ersten Blick nicht zu sein scheinen. Trotzdem ist es auf eine unbeschreibliche Art gruselig. Nicht, dass es wirklich darauf ausgelegt wäre, sondern einfach auf die gleiche Art wie Kinder normale Dinge seltsam oder gruselig finden. Der Schreibstil trägt seinen Teil dazu bei. Er wirkt zur gleichen Zeit so erwachsen und trotzdem kann man sich sehr gut in die damalige Perspektive des Mannes hineinversetzen.

Am ehesten würde ich „Der Ozean am Ende der Straße“ wohl mit einem modernen Märchen vergleichen. Es ist ein magisches Buch, das Kinder, Erwachsene und Jugendliche gleichzeitig ansprechen kann.

Imke Wellesen, 19 Jahre

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