Die Auslese Band 1 – Nur die Besten überleben

Coverfoto Die Auslese 1
Copyright: Blanvalet

von Joelle Charbonneau
Blanvalet Verlag, 2014
Taschenbuch, 416 Seiten
ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-4422-6415-5
9,99 Euro

Die sechzehnjährige Cia wünscht sich nichts sehnlicher als an der Auslese teilnehmen zu dürfen. Nach einem langen Krieg wurde beschlossen, nur den Besten der Besten die Verantwortung über die sich nur langsam erholende Welt zu geben. Dafür müssen sich alle Anwärter einem Test unterziehen, der ihr Können und ihre Führungskraft unter Beweis stellen soll: Die Auslese. Auch Cia möchte ihren Betrag leisten, vor allem da ihr Vater ebenfalls an der Auslese teilgenommen hat. Als sie dann schließlich wirklich für die Auslese ausgewählt wird, ist ihr Vater nicht wie erwartet stolz auf sie, sondern nimmt sie beiseite und warnt sie vor großen Gefahren. Und schnell muss auch Cia feststellen, dass nicht alles so ist, wie sie es sich erträumt hat, denn sie kämpft jetzt nicht nur um eine Führungsposition sondern um ihr Leben.

Ich stand diesem Buch am Anfang ziemlich kritisch gegenüber, da es sich doch sehr nach „Tribute von Panem“ oder „Die Bestimmung“ anhört. Trotzdem hab ich mich auf das Buch eingelassen und war überrascht, dass ich es doch in weniger als drei Tagen durchgelesen hatte. Der Schreibstil von Joelle Charbonneau ist sehr locker und doch gleichzeitig spannend, sodass die Seiten einfach nur so dahin fliegen. Die Story an sich wirkt wirklich ein wenig wie die oben genannten Bücher, aber das ist ja auch nicht weiter schlimm. Trotzdem werden noch sehr viele eigene Ideen mit eingebracht, die die Geschichte dann doch in eine andere Richtung bringen und das Buch auch noch mal spannender machen. Das einzige was mich ein wenig gestört hat waren die Charaktere, die an einigen Stellen ein wenig oberflächlich wirkten, doch das verbessert sich auch gegen Ende des Buches, wo die Beziehungen besonders deutlich herausgearbeitet werden. Mit Cia konnte ich mich allerdings die ganze Zeit ziemlich gut identifizieren, da ihre Gefühle sehr im Vordergrund stehen und man so sehr gut ihre Handlungen nachvollziehen kann. Besonders interessant ist es zu sehen, wie sie mit den Ausnahmesituationen der Auslese umgeht, da es sehr realistisch und vielschichtig beschrieben ist.

Mit hat das Buch auf jeden Fall gut gefallen, da es sehr spannend geschrieben ist und den Leser wirklich bis zur letzten Seite mitnimmt. Wer „Tribute von Panem“ mochte sollte diesem Buch auf jeden Fall auch mal eine Chance geben.

Imke Wellesen, 17 Jahre

 

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