Die Pläne der Trickster

Coverfoto Die Pläne der Trickster
Copyright: Selbstverlag

von Katharina Klinski
Selbstverlag, 2019
gebunden, 329 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN 978-3-00-064330-9
21,99 Euro

 

Nachdem Zoe aus ihrem Albtraum aufwacht, weiß sie genau: Etwas ist an ihrem Traumfänger falsch. Noch nie hat er sie enttäuscht und sie hat dadurch immer schöne Träume gehabt, doch jetzt ist es damit vorbei. Sie glaubt und liebt die Märchen und Sagen, die sich um den Traumfänger weben.

Felix, ihr bester Freund und Kind der reichsten Familie der Stadt, ist da anderer Meinung: An diese ganzen alten Sagen glaubt er nicht, denn für ihn sind die Statistiken und Fakten wichtiger. Genauer gesagt: die Forschung. So glaubt er auch, dass Albträume öfter erscheinen und diese kein Pech ankündigen.

Doch auch wenn die beiden über die Gründe des Albtraums streiten, wissen sie nicht den wahren Grund und die wahre Absicht. Sie merken nicht, wie seltsame Wesen sich um sie tummeln und sie beobachten. Sie wissen nicht, dass sie sich bald einer dunklen Macht stellen müssen. Werden sie es schaffen?

Meine Meinung:

Wenn ich ein Buch zur Hand nehme, ist mir immer der erste Eindruck von Cover und Klappentext besonders wichtig.

Auf den ersten Blick – ich hatte nur den Klappentext gelesen – habe ich gedacht: „Okay. Das Mädchen liebt Sagen und Mythen, es gibt gruselige Wesen, einen „Forscher“ und eine geheime Machenschaft? Super.“

Obwohl mir die Schrift nicht so gefällt, finde ich den Hintergrund des Klappentexts eigentlich ganz gut, weil die Spinnenweben dem Buch eine düstere Stimmung verleihen.

Das Cover jedoch – damit meine ich hauptsächlich die Vorderseite, weil ich die Rückseite ja ganz gut finde – finde ich nicht so schön. Das von Spinnenweben umrahmte Mädchen oder die von Spinnenweben umrahmte Frau wirkt blass – und ohne sie wäre das Cover, glaube ich, besser dran. Auch der Schriftzug „Die Pläne der Trickster“ passt von der Farbe her nicht so.

Der Inhalt war ganz okay. Es ist keine Story, die ich noch einmal lesen würde, weil es sehr groteske Stellen gab und mir der Schreibstil nicht so gefallen hat. Zum Beispiel habe ich zeitweise noch nicht einmal deren Schulsystem bzw. den Unterrichtsstoff verfolgen können, weil sie von Hephaistos irgendwie ein Physitop gezaubert bekommen haben (?), eine Art von Physiklabor. Doch spielt die Autorin mit Hephaistos wirklich auf den griechischen Gott an? Ich habe gar nicht mitbekommen, warum es plötzlich in vielen Fächern diese konsolengesteuerten Labore wie das Physitop in Physik gibt?

Die Namen der Charaktere finde ich manchmal auch sehr zweifelhaft für dieses Alter wie zum Beispiel Neidhard, einen Mitschüler der Hauptprotagonisten.

Manche Dialoge oder ganze Passagen liefen an mir vorbei, ohne dass ich etwas so richtig verstand bzw. die Relevanz der Szenen für das Buch einordnen konnte. Daher konnte ich irgendwann auch nicht mehr weiterlesen und kann euch leider nichts von den Wendepunkten etc. sagen, weil ich nach einer, wie ich empfinde, absurden Feststellung von Zoe und Felix abbrechen musste (Es war der Moment, in dem sich Zoe in etwas verwandelt… mehr kann ich dazu nicht sagen). Ich muss sagen, das übersteigt meine Vorstellungskraft.

Wenn ihr absurde und manchmal auch groteske Szenen, Handlungen und Buchthemen vertragen könnt und ihr auch ein Buch ohne die Betrachtung des eher mäßig gelungenen Covers mögt, dann ist dieses Buch etwas für euch. Für mich war es leider nicht überzeugend genug.

Sophie Heuschkel, 14 Jahre

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Ich habe mich ohne jegliche Vorahnung in dieses Buch begeben, jedoch muss ich sagen, dass mein erster Blick aufs und ins Buch nicht besonders „funkelnd“, sondern eher skurril war. Dieses Gefühl hat mich durch die ganzen Seiten begleitet und leider dann auch nicht mehr losgelassen…

Besonders unklar ist mir, welche Altersgruppe das Buch erreichen soll (dazu aber später mehr).

Wer mich bereits durch die anderen Besprechungen kennt, der weiß, dass ich der Meinung bin, dass ein Cover ein Buch von innen widerspiegeln sollte. Das ist hier auch der Fall, aber, wie ich finde, nicht besonders ansprechend gelungen. Ich finde, dass der orange Titel, die Schriftart, der lilafarbene Hintergrund und die hellblaue „Geisterfrau“ (um jetzt nicht zu spoilern) nicht besonders gut zusammenpassen.

Mit dem Blick ins Buch hat dann, mal ganz ehrlich gesagt, mein skurriles Denken angefangen. Schon auf der ersten Seite besonders detailliert den „Plan“ einer Spinne zu beschreiben… würden Kinder sowas noch weiterlesen? – Ganz egal, ob ein Kind nun Angst vor einer Spinne hat oder eben nicht… Bei älteren Kinder, die sowas vielleicht schon filtern können, wüsste ich ehrlich gesagt nicht, ob ihnen die Handlung schon zu „monoton“ ist…

Hinzu kommen noch die vielen Rollen und deren Namen… Die Autorin hat (abgesehen von den beiden Protagonisten) besonders ausgefallene bzw. nicht ganz gewöhnliche Namen benutzt. Diese haben zwar gepasst, waren mir persönlich dann aber zu viel, sodass es auch mal vorkam, eine Seite zurückzublättern, weil man es einfach nicht genau verstanden hat. Es, war, zumindest bei mir, im wahrsten Sinne des Wortes, ein vollkommenes Hin und Her.

Die Handlung hingegen war mir meist plausibel, wobei skurril und plausibel hier zusammenhängen. Durch die vielen kurzen Kapitel wurde  der Handlungsstrang nicht zu lang gezogen. Besonders den Titel fand ich passend.

Bei mir sind die Ansätze der Autorin angekommen, aber mir hat dieses bestimmte Etwas (das Unbeschreibliche, welches den Leser anzieht) gefehlt.

Doch dann ist da auch wieder der Punkt: welche Altersgruppe soll das Buch ansprechen?

„Die Pläne der Trickster“ ist ein Buch, das mich persönlich nicht vollkommen überzeugen konnte. Aber das ist ja auch nur meine Meinung… Habt ihr das Buch vielleicht schon selbst gelesen? Wie hat es euch gefallen – schreibt es doch gerne in die Kommentare unten! 🙂

Bengisu Bor, 15 Jahre

Eine Antwort auf „Die Pläne der Trickster“

  1. vielen Dank für die Mühe, die die Vor-Leser in die Rezension meines Romans investiert haben. Es ist natürlich schade, dass Euch das Cover nicht gefallen hat. Der Schreibstil ist relativ sachlich, das ist sicherlich nicht jedermanns Sache, erleichtert aber das Lesen der wissenschaftlichen Abschnitte. Mit der Unterstützung meiner Lektorin habe ich die Geschichte so leicht lesbar wie möglich gestaltet. Ich bin also sehr betroffen, dass so vieles an Euch »vorbeilief«. Mir hätte es sehr geholfen, wenn Ihr erwähnt hättet, welche Stellen Euch grotesk oder absurd vorkamen. Ich konnte der Rezension leider auch nicht entnehmen, welche Teile des Romans gelesen wurde, denn Zoe verwandelt sich erst ganz am Ende, aber der griechische Feuergott Hephaistos wird schon viel früher vorgestellt. Es ist sehr mutig eine Rezension über ein Buch zu schreiben, das man nicht vollständig gelesen hat.

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