Ein weiter Weg

Coverfoto Ein weiter Weg
Copyright: Königskinder

von Dan Gemeinhart
Königskinder, 2017
gebunden, 270 Seiten
ab 13 Jahren
ISBN 978-3-551-56039-1
16,99 Euro

Ich nahm an, es war die kälteste, dunkelste Stunde der Nacht. Diese stille Stunde kurz vor Tagesanbruch. Meine Mutter nannte sie „die Stunde der Engel und Teufel“, weil um diese Zeit nur noch Engel und Dämonen irgendein Werk zu vollbringen hatten, das der Rede Wert war.

Die Familie des dreizehnjährigen Joseph ist gestorben und er lebt nun bei Mr. Grissom, einem griesgrämigen, alten Mann. Das  einzige was er noch hat, ist sein rot-weiß geschecktes Indianer-Pony mit der Kerbe im Ohr, Sarah. Doch dieses verkauft Mr. Grissom unrechtmäßig an Mr. Ezra Bishop, einen Pferdehändler mit schlechtem Ruf. Joseph möchte Sarah unbedingt zurück haben und begibt sich deshalb auf eine lange Reise. Dabei trifft er auf den Chinesen- Jungen A-Kih, der nicht mal seine Sprache spricht, und  muss mit ihm sehr viele Gefahren durchstehen. Sie müssen gegen einen Grizzly kämpfen, ein Wettreiten gegen Indianer gewinnen, auf einem Fluss gegen das Ertrinken kämpfen und vieles mehr. Als sie endlich Ezra Bishop erreichen, stellt sich heraus, dass er Sarah schon weiter verkauft hat. So müssen die beiden einen noch längeren Weg zurücklegen. Dabei erwarten sie noch mehr Abenteuer und am Ende kämpft Joseph sogar gegen einen international gesuchten Mörder, nur um sein Pferd zurück zu bekommen. Doch schafft er es, ohne selber dabei zu sterben? Und findet auch A-Kih was er sucht?

Am Anfang dachte ich, dass das Buch nicht so spannend werden würde, weil es sich so anhörte, wie viele dieser Pferde – Geschichten, die man schon kennt. Doch als ich weitergelesen habe, konnte ich gar nicht mehr aufhören. Es ist emotional so fesselnd zu sehen, wie viel der Junge für sein Pferd aufgibt und wie viele Meilen er nur für Sarah zurücklegt. Zwischendurch erzählt er, woran und wie seine Familie gestorben ist und das war wirklich traurig. Allerdings hatte das Buch auch lustige Stellen unter anderem auch, weil A- Kih nur chinesisch sprechen kann und sie sich deshalb irgendwie anders verständigen müssen. Außerdem finde ich, dass diese Geschichte nicht nur für Mädchen, sondern auch für Jungen geeignet ist, obwohl es um Pferde geht, denn es ist wirklich spannend. Generell denke ich, dass es für fast alle ein schönes Buch ist, denn es beinhaltet viele Themen, Freundschaft, Abenteuer, Trauer, aber es ist auch eine Liebesgeschichte zwischen ihm und dem Pferd. Kann ich nur weiterempfehlen.

Merle Schraven, 14 Jahre

 

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