Weißzeit

Coverfoto Weißzeit
Copyright: Dressler

von Christoffer Carlsson
aus dem Schwedischen von Susanne Dahmann
Dressler Verlag, 2017
gebunden, 192 Seiten
ab 16 Jahren
ISBN:978-3-7915-0059-1
14,99 Euro

 

Als ich aus dem Haus gehe, liegt der Wald im Nebel. Die Natur ist hier von der alten Sorte, selbst tagsüber hält sie einen auf den Straßen und Wegen. Doch heute muss ich in den Wald, ich muss meinen Bruder finden. Seit jener Nacht ist er verschwunden und ich bin die Einzige, die weiß, was geschehen ist.

Vega lebt mit ihrer Mutter zusammen am Rand eines einsamen Dorfes in Schweden, ihr Vater hat sie schon vor Jahren verlassen und auch ihr Bruder Jakob geht seit drei Jahren seine eigenen Wege. Finanziell kommt die Familie mehr schlecht als recht über die Runden, deshalb lässt sich ihr Bruder immer mal wieder auf krumme Geschäfte ein.

Als eines Tages die Polizei bei Vega vor der Tür steht und nach ihrem Bruder sucht, hat Vega ein sehr schlechtes Gefühl. Denn das letzte Mal, als sie mit ihrem Bruder zusammen war, gab es einen verwirrenden Zwischenfall. Vega musste sich in Jakobs Wagen verstecken, direkt neben einem blutenden Toten.

Vega macht sich nun allein auf Spurensuche, nach ihrem Bruder, aber auch nach dem Toten…

Dieses Buch ist düster und verstörend. Die gewaltige und abweisende Natur Nordschwedens gibt der Geschichte einen fast gruseligen Hintergrund. Anfangs ist es für den Leser nicht leicht, alle Zusammenhänge zu verstehen, vor allem da die Ich-Erzählerin Vega sehr verschlossen ist und ihre Gedanken nur bruchstückhaft preisgibt. So muss man selbst versuchen, dieses geheimnisvolle Puzzle um den Hergang des mysteriösen Todesfalles und die Schuld oder Unschuld der Beteiligten zusammenzusetzen.

Trotzdem kann man sich der grausamen Spannung, die einen mit jeder Seite mehr packt, kaum entziehen. Die karge Sprache des Autors passt haargenau zur spröden Geschichte, die nichtsdestotzrotz kaum an Eindringlichkeit zu überbieten ist. Ein starkes Buch mit hartem Inhalt!

Monika H.

 

Und hier kommt noch eine zweite Meinung zu diesem Buch:

Die Geschichte:

Vega lebt in einem ganz kleinen Dorf in Schweden. Zusammen mit ihrem Bruder Jakob erledigt sie für ihren Onkel Dan diverse Botengänge. Er besitzt eine Brennerei und sie liefern den Schnaps für ihn aus. Doch an einem Donnerstagabend ist alles anders als sonst. Seitdem ist ihr Bruder untergetaucht und die Polizei beginnt nach ihm zu suchen. Vega möchte herausfinden, was genau passiert ist und so macht sie sich selbst auf die die Suche nach Hinweisen und beginnt Fragen zu stellen.

Meine Meinung:

Ein großer Vorteil an dem Buch ist: Es lässt sich schnell durchlesen, weil es nur so wenig Seiten hat. Wirklich spannend ist es leider nicht, obwohl es ein Krimi sein soll. Die Geschichte ist zwar gut durchdacht und logisch nachvollziehbar, allerdings auch nicht sehr besonders und ab einem gewissen Punkt stark vorhersehbar. Der Schreibstil ist recht derb und hat mir nicht wirklich gefallen.

Vegas Charakter konnte mich leider auch nicht überzeugen. Sie scheint in dem Buch einen Wandel durchzumachen, zumindest wird das am Ende gesagt. Für mich war dieser Wandel allerdings nicht so offensichtlich. Die Figur hatte meiner Meinung nach keine wirkliche Tiefe.

Ich würde sagen: Man kann das Buch durchaus lesen und es ist nicht komplett schlecht, aber zu meinen Lieblingsbüchern wird es nicht gehören.

Carolin Wallraven, 18 Jahre

 

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