Iron Flowers: Die Rebellinnen

Coverfoto Iron Flowers 1
Copyright: Sauerländer

von Tracy Banghart
aus dem Englischen von Anna Julia Strüh
Sauerländer, 2018
gebunden, 384 Seiten
ab 14 Jahren
ISBN  978-3-7373-5542-1
16,99 Euro

„Sie wusste nichts von Nomis rebellischer Ader, von ihrer Überzeugung, dass sie dieselbe Behandlung und dieselben Rechte verdiente wie ihr Bruder, der ein paar Minuten nach ihr auf die Welt gekommen war. Nomi hatte immer so sein wollen wie Renzo, weil sie ihn um die Freiheit beneidete, die er als Junge hatte. Wenn ihre Mutter darüber im Bilde gewesen wäre, wie hätte sie dann wohl reagiert? Vermutlich hätte sie Nomi eigenhändig bestraft. Oder schlimmer noch, sie ausgeliefert. Doch Mama Tessaro hatte nur gesehen, was sie sehen wollte: Serinas Schönheit. Nomis Nützlichkeit.“

Die beiden Schwestern Serina und Nomi könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Serina immer auf ihr Äußeres bedacht ist und alles dafür tut, um dem Kronprinzen zu gefallen, möchte Nomi nur frei sein und das tun, was sie möchte. Die Eine ist gefügsam, die Andere wild. Doch alles kommt anders als geplant, denn der Prinz wählt nicht Serina aus, sondern Nomi. Serina wird auf eine Insel gebracht, wo sie lernen muss, zu kämpfen und zu überleben. Entgegen aller Vorstellungen wird sie rebellisch. Nomi hingegen muss sich am Hof zurechtfinden und sich unterordnen. Doch auch hier verfolgt sie ihre eigenen Ziele und möchte nur ihr eigenes Leben zurück.

Die Geschichte der beiden Schwestern ist sehr interessant. Vor allem, weil es um Frauen in einer Welt geht, in der sie keine Rechte haben und ihr Leben den Männern gehört. Wenn man sich vorstellt, dass dies vor einigen Jahren auch in Deutschland noch der Fall war, wird die Geschichte noch interessanter. Es geht nicht um die Frauen als Opfer, sondern als Kämpferinnen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr schön. Sie versteht es mit wenigen Sätzen, viel zu sagen und zu erklären. Doch leider hat die Geschichte auch einen Haken: Sie ähnelt stark bereits vorhanden Romanen. So erkennen die Leser einige Gemeinsamkeiten mit der „Selection“-Reihe sowie  der „Die Farbe des Blutes“-Reihe. Daher ist auch das Ende keine wirkliche Überraschung und der Handlungsverlauf ist vorhersehbar. Es wäre schön gewesen, wenn die Autorin noch in vielen Dingen eigene Wege gegangen wäre. Doch Fans von dieser Art Büchern wird auch dieses Buch gefallen. Ich bin gespannt, wie die Autorin die Geschichte weiterlaufen lässt und hoffe, dass es noch zu einigen überraschenden Wendungen kommt.

Maike Grabow, 20 Jahre

 

 


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